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"Eine Welt muss umgestürzt werden, aber jede Träne, die geflossen ist, obwohl sie abgewischt werden könnte, ist eine Anklage, und ein zu wichtigem Tun eilender Mensch, der aus roher Unachtsamkeit einen Wurm zertritt, begeht ein Verbrechen." (Rosa Luxemburg)


"Wo es um Tiere geht, wird jeder zum Nazi... Für die Tiere ist jeden Tag Treblinka."
(Isaac Bashevis Singer (1904-1991, jüdisch-amerikan. Schriftsteller; Literaturnobelpreis 1978)

 

Tierschutz aktuell

Meldungen und Kommentare

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14.04.2011: HiB - Heute im Bundestag, Nr. 168: . Tierschutz bei Transporten soll verbessert werden. Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz/Antrag. Berlin: (hib/HLE) Einen besseren Tierschutz bei Transporten fordert die Fraktion Bündnis 90/die Grünen. In einem Antrag (17/5491) wird die Bundesregierung aufgefordert, sich auf europäischer Ebene für eine ”ausnahmslose zeitliche Begrenzung von Tiertransporten auf acht Stunden einzusetzen“. In Deutschland soll die Transportzeit auf maximal vier Stunden und die Entfernung auf maximal 200 Kilometer beschränkt werden. Zudem fordert die Fraktion ”wirkungsvolle Sanktionen“. Die Zahl der Tiertransporte habe in den letzten Jahren deutlich zugenommen, heißt es in dem Antrag weiter. 2009 sei jedes 15. Schwein lebend exportiert worden. Die Ausfuhren nach Osteuropa und Russland hätten sich zwischen 2007 und 2009 verdoppelt. Auch der Import lebender Schlachtschweine habe sich von 1999 bis 2008 auf 4,4 Millionen Tiere mehr als verdoppelt. ”Stunden- oder tagelange Transporte sind für die betroffenen Tiere meist eine große Tortur“, stellt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fest.


12.04.2011: Tierarztberuf wird Frauensache. In Bayern waren im Jahr 2010 bereits rund 90 Prozent der Studienanfänger weiblich. Von Joachim Greiner, dpa  --> http://www.neues-deutschland.de/artikel/195247.tierarztberuf-wird-frauensache.html


10.04.2011: Keine Wildtiere mehr im Zirkus?. BZ. Unterstützung bekommt er vom Tierschutz. Der Berliner Senat fährt seine Krallen aus. Er prüft erneut ein Verbot von Wildtieren in Zirkussen, die in der Hauptstadt auftreten. Seit Ende 2009 wird darüber bereits diskutiert. ...


22.03.2011: Pferdezucht: Umstrittene Tradition. Heiße Eisen auf die Hinterbacken. Verbrennungen dritten Grades erleiden Pferde beim Brandmarken - Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner will den Züchtern die "unnötige Quälerei" verbieten. Die sehen ihre Zunft in Gefahr: Der Schenkelbrand sei eine jahrhunderte alte Tradition, die bleiben soll. mehr ...


16.03.2011: Tierschutz im Brieftaubensport. Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz/Antwort. Berlin: (hib/EIS/jbi) Fünf bis 20 Prozent auf Preisflügen gestarteter Brieftauben kehren laut einer Fragebogenaktion im Rahmen eines Forschungsprogramms der Universität Leipzig nicht mehr in ihren Heimatverschlag zurück. Genauere Verlustzahlen liegen laut einer Antwort (17/4989) der Bundesregierung nicht vor. Es wird jedoch klargestellt, dass auch für das sogenannte ”Auflassen“ von Brieftauben die Bestimmungen des Tierschutzgesetzes gelten. Die Fraktion Die Linke hatte sich in einer Kleinen Anfrage (17/4815) erkundigt, welche Position die Bundesregierung ”bezüglich der Vereinbarkeit von Tierschutz und Brieftaubensport“ vertritt, denn zahlreiche Tierschützer gingen davon aus, ”dass prinzipielle Konflikte zwischen Tierschutz und Brieftaubensport bestehen“. Um die Vereinbarkeit des Brieftaubensports mit dem Tierschutz sicherzustellen, wird in der Antwort darauf hingewiesen, dass es verboten ist, einem Tier außer in Notfällen Leistungen abzuverlangen, die seine Kräfte übersteigen. Auch ist es verboten, an einem Tier bei Wettkämpfen Maßnahmen anzuwenden, die mit Schmerzen, Leiden oder Schäden verbunden sind und die die Leistungsfähigkeit durch Doping beeinflussen. Die Kontrolle der Einhaltung der Vorschriften obliegt den Bundesländern.(Heute im Bundestag Nr. 106)


01.03.2011: Im Bundestag notiert: Tierschutz und Brieftaubensport. Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz/Kleine Anfrage. Berlin: (hib/EIS/STO) Die Fraktion Die Linke will wissen, welche Position die Bundesregierung ”bezüglich der Vereinbarkeit von Tierschutz und Brieftaubensport“ vertritt. Zahlreiche Tierschützer gingen davon aus, ”dass prinzipielle Konflikte zwischen Tierschutz und Brieftaubensport bestehen“, schreibt die Fraktion in einer Kleinen Anfrage (17/4815). Darin erkundigen sich die Abgeordneten unter anderem danach, ob die ”Selektion von Brieftauben aufgrund geringerer Leistungsfähigkeit nach Auffassung der Bundesregierung mit dem Staatsziel Tierschutz“ und dem Tierschutzgesetz vereinbar ist.


23.02.2011: SPD-Fraktion: Bundesregierung soll sich für Tierheime einsetzen. Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz/Antrag. Berlin: (hib/EIS/KRU) Die Regierung soll mit den Bundesländern verhandeln, Tierheime zu unterstützen. In einem Antrag (17/4851) der SPD-Fraktion wird gefordert, dass bundesweit einheitliche Rahmenregelungen für die Fundtierkostenerstattung geschaffen werden sollen. Weiter soll erreicht werden, dass sich die Bundesländer in Zukunft an der Finanzierung von Tierheimen ”angemessen“ beteiligen. Die Sozialdemokraten schlagen vor, dauerhafte Investitions- und Nothilfefonds zur Unterstützung von Tierschutzvereinen einzurichten.

 

23.02.2011: SPD-Fraktion: Schenkelbrand von Pferden verbieten. Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz/Antrag. Berlin: (hib/EIS/KRU) Die SPD-Fraktion legt dem Bundestag einen Antrag (17/4850) zur Änderung des Tierschutzgesetzes vor. Danach wollen die Sozialdemokraten erreichen, dass die Kennzeichnung von Pferden durch Schenkelbrandzeichen nicht mehr zulässig ist. Beim Schenkelbrand kommen Heiß- und Kaltbrand zur Anwendung. Beide Methoden verursachen Schmerzen. Nach dem Tierschutzgesetz besteht bereits ein grundsätzliches Verbot, das Gewebe eines Wirbeltieres zu zerstören. Doch für die Kennzeichnung von Pferden durch Schenkelbrand gibt es eine Ausnahme. Dabei gibt es mittels Transponder, der unter die Haut implantiert wird, Alternativen zur Kennzeichnung und Identifizierung von Pferden. Schmerzen, Leiden und Schäden könnten dadurch vermindert werden.


22.02.2011: Linksfraktion nimmt Bienensterben in den Fokus. Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz/Kleine Anfrage. Berlin: (hib/EIS/MPI) Das Bienensterben der vergangenen Jahre in der Landwirtschaft steht im Mittelpunkt einer Kleinen Anfrage (17/4745) der Fraktion Die Linke. Sie will unter anderem wissen, welche Ziele die Regierung mit dem seit 2004 laufenden Beobachtungsprogramm ”Deutsches Bienenmonitoring“ verfolgt, nach welchen Kriterien 120 Imker ausgewählt wurden, die an der Studie teilnehmen und welche möglichen Ursachen des Bienensterbens heute anders bewertet werden, als dies vor zehn Jahren der Fall war.

21.02.2011: Hollands Polizisten auf Tierschutz-Streife. Von Thomas Burmeister. Auch im Land hinter den Deichen werden Hunde oder Hamster gequält. Abhilfe sollen 500 Uniformierte schaffen. Amsterdam. Erste-Hilfe-Kurse für Hunde sind in Holland populär – samt Mund-zu-Schnauze-Beatmung. Katzenpsychologen machen gute Geschäfte, Pastoren segnen auch Papageien oder Meerschweinchen. Nun gehen die Niederlande noch einen Schritt weiter: Zum Schutz der besten Freunde des Menschen werden landesweit 500 uniformierte Tierpolizisten eingesetzt. Zumindest der Justizminister glaubt, dass es viel Arbeit für die Polizei gebe. Die ersten zwei haben kürzlich in Capelle aan den Ijssel ihre Patrouillen aufgenommen. Tier-Elend konnten Ermittler Gert-Jan van der Wal und seine Partnerin Patricia Zohlandt bei ihrer ersten Inspektionsrunde zwar nicht feststellen. Doch es bestehe kein Zweifel, dass es für Hollands „Dierenpolitie“ viel Arbeit gibt, findet der niederländische Justizminister Ivo Opstelten. Immerhin werden im Königreich im Jahr 40 000 Tiermisshandlungen gemeldet, berichtet Frank Dales von der Tierschutzinspektion (LID). Dennoch hat der Fachmann Zweifel an der Zweckmäßigkeit holländischer „Animal Cops“. Nach Prüfung durch den LID blieben nur etwa 8000 „halbwegs ernste“ Fälle übrig. Das Problem sei nicht mangelnde Kontrollen, sondern überlastete Gerichte. „Na und? Im Zweifel sind wir eben auch für Meerschweinchen da.“ Gert-Jan van der Wal, Tierpolizist. So ist es kein Wunder, dass dem Projekt „Dierenpolitie“ ein gewisser Geruch von Populismus anhaftet. Die Idee hatte der Abgeordnete Dion Graus von der Partei für die Freiheit (PVV). Deren Vorsitzender – der als Islamhasser bekannte Geert Wilders – griff sie 2010 im Wahlkampf auf. Für mehr Sicherheit und Ordnung werde es trotz Sparmaßnahmen 3000 zusätzliche Polizisten geben, versprach Wilders. Davon allein 500 für den Tierschutz. Die „echte“ Polizei spottet über ihre neuen Kollegen vom Tierschutz. Dass er und seine Kollegen in den Medien als „Caviapolitie“, als „Meerschweinchen-Polizei“ verulkt werden, stört ihn schon ein wenig. Zumal ausgerechnet Amsterdams Polizeichef Bernhard Welten den Spottbegriff erfand. „Na und?“, sagt van der Wal. „Im Zweifel sind wir eben auch für Meerschweinchen da.“ http://www.wz-newsline.de/home/panorama/hollands-polizisten-auf-tierschutz-streife-1.584113


16.02.2011: Sind 25 deutsche Zoos in dubiosen Tierhandel verwickelt?. Zookritiker fordert Aufklärung und Konsequenzen. Nürtingen – In der gestern ausgestrahlten WDR-Sendung „Geboren um zu sterben“ (von Stephanie von Drathen) berichtete Zootierhändler Werner Bode, dass er in den letzten 30 Jahren mit ca. 10.000 Tieren aus deutschen Zoos gehandelt habe. Tierrechtler und Zookritiker Frank Albrecht kann indes in einer heute veröffentlichten Dokumentation nachweisen, dass einige dieser Tiere bis heute „unbekannt“ verschwunden sind. Aus Anlass der WDR-Sendung fordert Albrecht heute mehr als 20 deutsche Zoos (Liste im Anhang) auf, ihre Tierabgaben der letzten 5 Jahre offen zu legen und jeglichen Kontakt zu dubiosen Tierhändlern wie Werner Bode und deren Geschäftspartner zu beenden. „25 deutsche Zoos haben in den letzten 5 Jahren irgendwann einmal nachweislich Kontakt zu Herrn Bode und deren Geschäftspartner gehabt. Diese Zoos stehen daher heute in der Pflicht den Endverbleib ihrer Tiere offen zu legen.“, so Tierrechtler Frank Albrecht. „Jeder Zoo der sich auf ehrliche Art und Weise seinem Zoo-Ehrenkodex verpflichtet fühlt, wird kein Problem mit der Offenlegung seiner Tierabgaben und Tierbestandlisten haben.“ Dokumentation: http://www.zoo-kritik.de/downloads/doku-bode-15.02.2011.pdf


08.02.2011: Verbraucherzentrale: Tier-Krankenversicherungen lohnen sich kaum. FOCUS Online. Besitzer von Haustieren sollten sich genau überlegen, ob sie für ihre Hunde oder Katzen eine Krankenversicherung abschließen. ...


08.02.2011: Old Majors Traum. Von Ingolf Bossenz. Old Major hatte einen Traum, den Traum von einem gerechten und gewaltfreien Leben aller Tiere. Deshalb rief der alte, weiße Eber in George Orwells »Farm der Tiere« seine Mittiere zur Revolution auf. Die Revolutionen der Menschen haben den Tieren noch nie etwas gebracht, auch wenn der Philosoph Herbert Marcuse durchaus derlei Intentionen hegte. Die profane Realität sieht so aus wie zurzeit in Ägypten, wo viele der rund 2400 US-Amerikaner, die ausgeflogen wurden, ihre Haustiere zurückließen. Die Tierrechtsorganisation PETA forderte Außenministerin Hillary Clinton in einem Brief zum Handeln auf und erinnerte daran, dass doch »der Schutz der Tiere zu den grundlegenden amerikanischen Werten« zähle. Belanglosigkeiten angesichts fundamentaler weltpolitischer Vorgänge? Eine Frau sah dies einmal ganz anders: »Eine Welt muss umgestürzt werden, aber jede Träne, die geflossen ist, obwohl sie abgewischt werden konnte, ist eine Anklage, und ein zu wichtigem Tun eilender Mensch, der aus roher Unachtsamkeit einen armen Wurm zertritt, begeht ein Verbrechen.« Rosa Luxemburg schrieb diesen Satz 1918, inmitten der revolutionären Novemberereignisse. Ihr ging es um die Lebensbedürfnisse der Menschen – und der Tiere. Auch daran erinnert der Brief der Tierrechtsgruppe: an den Traum von einer ungeteilten Ethik. URL: http://www.neues-deutschland.de/artikel/190400.old-majors-traum.html


07.02.2011: Regierung lehnt Verbot von Tierbörsen ab. Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz/Antwort. Berlin: (hib/EIS/AW) Der Bundesregierung liegen laut einer Antwort (17/4618) derzeit keine Hinweise darüber vor, dass eine tierschutzgerechte Durchführung von Tierbörsen grundsätzlich nicht möglich ist und schließt aus diesem Grund Forderungen nach einem generellen Verbot von Tierbörsen als unverhältnismäßig aus. Die Fraktion Die Linke hatte sich in einer Kleinen Anfrage (17/4393) für die Bedeutung von Tierbörsen als Umschlagplatz für Tiere interessiert und Informationen über den Vollzug des Tierschutzgesetzes auf solchen Veranstaltungen angefragt. Weil jedoch der Vollzug tierschutzrechtlicher Vorschriften den Ländern unterliege, könne die Regierung keine Informationen über die Anzahl durchgeführter Tierbörsen oder deren Verlauf machen.


01.02.2011: Wirtschaft und Tierschutz fordern EU-weites Lebendrupf-Verbot. Hamburg (ots) – In der Europäischen Union werden derzeit neue Regelungen für das Rupfen lebender Gänse angedacht. VIER PFOTEN fordert ein striktes Verbot jeglicher Entnahme von Daunen und Federn bei lebenden Tieren. Diesem Appell haben sich nun auch führende Handelsunternehmen angeschlossen: Tchibo, Lidl, Kaufland und weitere Konzerne haben die EU-Kommission aufgefordert, den Lebendrupf zu verbieten. Viele große Unternehmen unterstützen den VIER PFOTEN Appell, darunter Tchibo, Rewe, Kaufland, Lidl und die Otto Group – sie fordern in Briefen an EU-Kommissar John Dalli ein klares Verbot. “Die Wirtschaft hat genug von den Skandalen der Daunenindustrie und verlangt, dass die EU jede Daunengewinnung bei lebenden Tieren verbietet”, sagt Marcus Müller, Kampagnenleiter von VIER PFOTEN. Diese Forderung wird auch von allen bedeutendsten Gänseproduzenten der EU, Experten und Fachverbänden wie der Bundestierärztekammer sowie von Grünen-Politikerin Undine Kurth unterstützt. Gemeinsam mit unzähligen besorgten EU-Bürgern stellt sich damit eine gewaltige Allianz gegen die Pläne der EU, den Lebendrupf unter neuem Namen zu legalisieren. “Der Ruf der EU in Sachen Tierschutz sollte an dieser Entscheidung gemessen werden”, sagt Marcus Müller. “Es kann doch nicht sein, dass all diese Stimmen ignoriert werden und sich die EU auf die Seite einiger weniger Daunenhändler und tierquälerischer Tierzüchter stellt.” Im Internet haben sich bereits über 31.600 Menschen dem VIER PFOTEN Appell angeschlossen. Folgende Unternehmen fordern ein Verbot des Lebendrupfes: Tchibo, Bettenklick.de, Otto Group (Otto Versand, BAUR, Heine, Schwab und Witt), Kaufland, Norma, Lidl, Tegut, Spar, AGM (C&C Abholgroßmärkte – Rewe International), Unito Versand & Dienstleistungen GmbH (Universal, Quelle, Otto, Ackermann), Reiter Betten & Vorhänge GmbH, Leopold Trünkel GmbH, Stritzinger Import – Export GmbH. Presserückfragen an VIER PFOTEN: Marcus Müller, Kampagnenleiter, Tel: 0043/664-4522430. Quelle: http://www.blogspan.net/presse/wirtschaft-und-tierschutz-fordern-eu-weites-lebendrupf-verbot/mitteilung/199299/


19.01.2011: Kastration von Freigängerrkatzen. Endlich ist man auch in der NRW Landesregierung dazu gekommen, dass man die Kastration von Freigängerkatzen gesetzlich regeln muß. Siehe Meldung im Kölner Stadtanzeiger.

13.12.2010: Der Ausschuss für Anregungen und Beschwerdem im Rat der Stadt Köln lehnt Kastration von Freigängerkatzen ab. Hier der Protokollauszug der Sitzung, in der eine große Koalition aus SPD, CDU, FDP und der rechtsextremen Pro Köln die Kastration und Kennzeichnung von Freigängerkatzen ablehen. Hier klicken.

15.07.2010: Weser-Kurier: Wirtschaftskrise treibt überfüllte Tierheime in die Insolvenz. Bremen (ots) - Der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel, hat wegen katastrophaler Zustände in deutschen Tierheimen im Zusammenhang mit der Wirtschaftkrise Alarm geschlagen. "Immer weniger Menschen können aus finanziellen Gründen ein Heimtier bei sich aufnehmen. Viele können sich das im Moment einfach nicht mehr leisten", sagte Apel dem WESER-KURIER (Freitagausgabe). Die Verweildauer von Tieren in Heimen sei in diesem Jahr deshalb sprunghaft angestiegen. Erste Tierheime seien schon pleite gegangen. "Mehr Tiere erfordern mehr Pflege und Futter - das kostet Geld und das ist nicht vorhanden", sagte Apel. "Einige Heime mussten bereits Insolvenz anmelden." Derzeit verhandle der Tierschutzbund mit dem Deutschen Städte- und Gemeindetag über mögliche Hilfen. Bisher sei es noch zu keiner Einigung gekommen. Das führe zu unhaltbaren Zuständen in den Tierheimen. "Was wir momentan erleben, kann man nur als Katastrophe bezeichnen", sagte er. Sämtliche 550 Tierheime, die der Tierschutzbund in Deutschland betreibe, seien überfüllt. "Ich kenne kein Tierheim, das derzeit nicht zu kämpfen hätte", sagte er weiter. Eine artgerechte Haltung der Tiere sei vielerorts nicht mehr zu gewährleisten. Am schlimmsten sei die Situation in Berlin, wo derzeit 1600 Tiere untergebracht seien. Der Ferienbeginn in zahlreichen Bundesländern sei ein Grund für die prekäre Lage. Zu dieser Zeit würden regelmäßig viele Haustiere ins Heim gebracht oder ausgesetzt. Dazu komme eine schlechte Vermittlungsquote in der Urlaubszeit, weil viele Menschen verreist seien. Neben Tierschutzaspekten sei auch die finanzielle Situation vieler Tierheime angespannt. Quelle: http://www.presseportal.de/pm/30479/1648786/mail

01.07.2009: Tierschutz leidet unter Rezession - Hundsmiserable Krise - Tierheime kämpfen mit Überfüllung, weil viele Halter ihre Haustiere nicht mehr finanzieren können. Auch das Spendenaufkommen ist dramatisch zurückgegangen. BERLIN taz | Die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise bekommen auch Tierheime zu spüren: In den Einrichtungen werden derzeit deutlich mehr Haustiere abgegeben, teilte der Deutsche Tierschutzbund am Dienstag mit. In fast 70 Prozent der Fälle sei finanzielle Not der Halter der Grund gewesen. Vor allem Hunde gehören zu den tierischen Opfern von Arbeitslosigkeit und Hartz-Gesetzgebung. Die angespannte Wirtschaftssituation hat zudem negative Auswirkungen auf die Spendenbereitschaft. Das Spendenaufkommen ging im Vergleich zum Vorjahr um bis zu 25 Prozent zurück, berichtete der Tierschutzbund. Für Tierheime, die sich überwiegend über Spenden und Sponsoring finanzieren, hat das dramatische Folgen. In vielen Fällen unterbleiben nötige Investitionen; die Heime in Dresden, Wipperfürth, Homburg und Bremervörde stehen bereits vor der Insolvenz, weitere könnten folgen. Um den Bedarf mittelfristig zu decken, werden 15 Millionen Euro benötigt. Tierschutzbund-Präsident Wolfgang Apel appellierte daher an die Politik, das im Grundgesetz festgeschriebene Staatsziel Tierschutz umzusetzen und im Rahmen der Konjunkturprogramme Geld für die Tierheime zur Verfügung zu stellen. Tierschutz sei eine öffentliche Aufgabe, die von den Tierschutzvereinen wahrgenommen wird. "Das ehrenamtliche Engagement spart den öffentlichen Haushalten jährlich mehr als eine halbe Milliarde Euro an Kosten für die Tierbetreuung", erklärte Apel und droht: "Wenn wir jetzt nicht handeln, müssen wir die Tiere, die wir für die Kommunen betreuen, in den Rathäusern abgeben." AFE http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/hundsmiserable-krise/

30.06.2009: Haltung - Tierheime in NRW überfüllt-Viele Besitzer können sich Haltung nicht mehr leisten. Düsseldorf (ddp-nrw). Viele Tierheime in Nordrhein-Westfalen sind derzeit am Rande ihrer Kapazitäten. Immer häufiger werden dort Haustiere abgegeben, deren Besitzer sich in der Wirtschaftskrise eine Tierhaltung nicht mehr leisten könnten, wie eine ddp-Umfrage ergab. Einen regelrechten Ansturm müssen die Einrichtungen zudem mit Beginn der Sommerferien bewältigen, wenn besonders viele Hunde, Katzen und Kleingetier ausgesetzt oder abgegeben werden. Neben dieser Mehrbelastung müssen die Tierschutzvereine in diesem Jahr zusätzlich mit der allgemein sinkenden Spendenbereitschaft fertig werden. «Kurz vor Ferienbeginn bekommen wir vermehrt Anfragen, ob wir Tiere in Pension nehmen, und wenn wir verneinen, heißt es dann: ´Dann können Sie es gleich ganz behalten, mein Flieger geht morgen´», berichtet Sylvia Hemmerling, Sprecherin vom Tierheim Köln-Dellbrück. 138 Hunden, 86 Katzen und unzählige Kleintiere bevölkern bereits vor Anfang der Sommerferien die Kölner Einrichtung, in der inzwischen Mitarbeiterbüros zu Herbergen umgerüstet werden. Das Bielefelder Tierheim musste laut Tierschutz-Verein in den vergangenen vier Wochen doppelt so viele Tiere aufnehmen wie in den Wochen zuvor. 50 Hunde, 130 Katzen und 50 Kleintiere haben dort Asyl gefunden. Die Wuppertaler Tierschützer richten bereits Notunterkünfte ein. Die Düsseldorfer Herberge, wo 2008 insgesamt 2700 Tiere Platz fanden, kalkuliert mit einer Zunahme von 25 Prozent in der Haupturlaubssaison zwischen Mai und September. «Wir stellen uns wieder auf eine traurige Hochsaison ein», sagt Marius Tünte vom Deutschen Tierschutzbund. 70 000 Tiere werden schätzungsweise jedes Jahr deutschlandweit in den Sommermonaten von ihren Besitzern aufgegeben. Da helfe auch nicht, dass das «Aussetzen» laut Tierschutzgesetz verboten und mit bis zu 25 000 Euro bestraft werden könne. Deshalb versuche der Verein, mit der Aktion «Nimmst Du mein Tier, nehm ich dein Tier» Feriensitter zu vermitteln. Auch sei eigens eine Urlaubshotline eingerichtet worden, um rechtzeitig auf Einreisebestimmungen einzelner Länder hinzuweisen und andere Ferientipps zu geben. Auffallend sei insgesamt eine Tendenz der Unzuverlässigkeit bei Tierhaltern, ergänzt Doris Hoffe, Vorsitzende des Tierschutzvereins Münster. So besäßen trotz der für NRW geltenden Kennzeichnungspflicht für größere Hunde die Mehrheit der aufgegriffenen und abgegebenen Tiere weder Mikrochip noch Tätowierung. «Man kann daraus schließen, dass die Besitzer dann auch nicht den notwendigen Sachkundeausweis haben und auch keine Hundesteuer zahlen.» Die Wirtschaftskrise stellt laut Tierschutzbund-Sprecher Tünte eine doppelte Belastung für die Vereinseinrichtungen dar. Zum einen würden immer mehr Tiere aufgrund finanzieller Schwierigkeiten ihrer Besitzer in Heime gebracht. Bei schätzungsweise jedem vierten Neuzugang sei dies der Fall. «Dort wo der Job unsicher ist, werden auch Tiere vermehrt abgegeben. Das war schon 2008 im Raum Bochum und Essen so, als das Nokia-Werk geschlossen wurde.» Zum anderen sinke in diesen Regionen auch die Bereitschaft, Tierschutzvereinen zu spenden. Darüber hinaus würden die Kommunen angesichts leerer Kassen voraussichtlich die Zuschüsse runterfahren. «Wir können nur hoffen, dass die ehrenamtliche Tätigkeit nicht nachlässt», sagt Tünte. Das Essener Albert-Schweitzer-Tierheim etwa muss derzeit einen Spendenrückgang von rund 20 Prozent verkraften, berichtet Leiterin Bärbel Thomassen. «Viele unserer Mitglieder und Spender schreiben uns, dass sie ihren Job verloren haben.» Dem Verein, der ausschließlich von solchen Zuwendungen leben würde, bliebe nichts anderes übrig, als an die Spendenbereitschaft anderer zu appellieren. (ddp) http://www.ad-hoc-news.de/haltung-tierheime-in-nrw-ueberfuellt--/de/Politik/20311327


03.04.2009: Köln - Hunde, Katzen und Pferde - Finanzkrise füllt die Tierheime Die Finanzkrise kennt kein Erbarmen: Viele Haustier-Besitzer müssen ihre Lieblinge abgeben, weil ihnen das Geld fehlt. EXPRESS hakt nach! Von KRISTIN SCHMIDT. Die Finanzkrise ist da. Überall. Inzwischen trifft sie auch die Tierheime. Denn immer mehr Tierfreunde können sich ihre geliebten Hunde, Katzen oder Pferde nicht mehr leisten – und bringen sie schweren Herzens ins Tierheim. „Wir haben im Tierheim Zollstock seit Jahresbeginn etwa 20 neue Tiere, davon sind allein drei von Leuten, die ihre Tiere wegen Geldknappheit abgeben mussten“, erklärt Ruth Gosdeck. Gerade ältere Tiere, bei denen die Tierarztkosten in die Höhe schnellen, landen im Tierheim. „Die Besitzer sagen: »Ich bin arbeitslos, bekomme Hartz und kann die Rechnungen nicht mehr bezahlen.“ Manche scheuen sich auch, die Wahrheit zu sagen, wenn sie ihre Tiere abgeben müssen. „Viele nennen als Gründe Trennung oder plötzlich aufgetretene Allergien“, weiß Gerd Kortschlag vom Tierschutzzentrum Leverkusen. „Dennoch haben wir momentan mehr Tiere bei uns aufgenommen, als sonst. Ob es aufgrund der Wirtschaftskrise ist, lässt sich nur mutmaßen.“ Viel schlimmer ist es bei Ruth Machelet vom Kölner Schutzhof: „Unter der Woche bekommen wir locker fünf Notmeldungen, vor allem von Arbeitslosen.“ Die Leute können die Pferde einfach nicht mehr halten. „Viele Besitzer schämen sich“, weiß sie. Weil der Hof nur Platz für 30 Tiere hat, herrscht Annahme-Stopp. Ruth Machelet gibt nun Tipps zur günstigeren Offenlandhaltung oder unterstützt mit Futterspenden. Aber oft kann auch das nicht mehr helfen. „Viele kommen einfach zum Schlachter.“ Quelle: http://www.express.de/nachrichten/region/koeln/finanzkrise-fuellt-die-tierheime_artikel_1235811465239.html
Medien Peter-Chr. Löwisch
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