"Eine Welt muss
umgestürzt werden, aber jede Träne, die geflossen ist, obwohl sie abgewischt
werden könnte, ist eine Anklage, und ein zu wichtigem Tun eilender Mensch, der
aus roher Unachtsamkeit einen Wurm zertritt, begeht ein Verbrechen." (Rosa
Luxemburg)
"Wo es um Tiere
geht, wird jeder zum Nazi... Für die Tiere ist jeden Tag Treblinka."
(Isaac
Bashevis Singer (1904-1991, jüdisch-amerikan. Schriftsteller;
Literaturnobelpreis 1978)
Tierschutz aktuell
Meldungen und Kommentare
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14.04.2011:
HiB - Heute im Bundestag, Nr. 168: . Tierschutz bei Transporten soll verbessert
werden. Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz/Antrag. Berlin: (hib/HLE) Einen besseren Tierschutz bei Transporten
fordert die Fraktion Bündnis 90/die Grünen. In einem Antrag (17/5491)
wird die Bundesregierung aufgefordert, sich auf europäischer Ebene für eine
”ausnahmslose zeitliche Begrenzung von Tiertransporten auf acht Stunden
einzusetzen“. In Deutschland soll die Transportzeit auf maximal vier Stunden
und die Entfernung auf maximal 200 Kilometer beschränkt werden. Zudem fordert
die Fraktion ”wirkungsvolle Sanktionen“. Die Zahl der Tiertransporte habe in
den letzten Jahren deutlich zugenommen, heißt es in dem Antrag weiter. 2009 sei
jedes 15. Schwein lebend exportiert worden. Die Ausfuhren nach Osteuropa und
Russland hätten sich zwischen 2007 und 2009 verdoppelt. Auch der Import
lebender Schlachtschweine habe sich von 1999 bis 2008 auf 4,4 Millionen Tiere
mehr als verdoppelt. ”Stunden- oder tagelange Transporte sind für die betroffenen
Tiere meist eine große Tortur“, stellt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fest.
12.04.2011: Tierarztberuf
wird Frauensache. In Bayern waren im Jahr 2010 bereits rund 90 Prozent der
Studienanfänger weiblich. Von Joachim Greiner, dpa --> http://www.neues-deutschland.de/artikel/195247.tierarztberuf-wird-frauensache.html
10.04.2011: Keine Wildtiere mehr im Zirkus?. BZ. Unterstützung bekommt er vom Tierschutz.
Der Berliner Senat fährt seine Krallen aus. Er prüft erneut ein Verbot von
Wildtieren in Zirkussen, die in der Hauptstadt auftreten. Seit Ende 2009 wird
darüber bereits diskutiert. ...
22.03.2011: Pferdezucht: Umstrittene Tradition. Heiße Eisen auf die Hinterbacken. Verbrennungen
dritten Grades erleiden Pferde beim Brandmarken - Landwirtschaftsministerin
Ilse Aigner will den Züchtern die "unnötige Quälerei" verbieten. Die
sehen ihre Zunft in Gefahr: Der Schenkelbrand sei eine jahrhunderte alte
Tradition, die bleiben soll. mehr ...
16.03.2011:
Tierschutz im Brieftaubensport.
Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz/Antwort. Berlin: (hib/EIS/jbi) Fünf bis 20 Prozent auf Preisflügen
gestarteter Brieftauben kehren laut einer Fragebogenaktion im Rahmen eines
Forschungsprogramms der Universität Leipzig nicht mehr in ihren Heimatverschlag
zurück. Genauere Verlustzahlen liegen laut einer Antwort (17/4989)
der Bundesregierung nicht vor. Es wird jedoch klargestellt, dass auch für das
sogenannte ”Auflassen“ von Brieftauben die Bestimmungen des Tierschutzgesetzes
gelten. Die Fraktion Die Linke hatte sich in einer Kleinen Anfrage (17/4815)
erkundigt, welche Position die Bundesregierung ”bezüglich der Vereinbarkeit von
Tierschutz und Brieftaubensport“ vertritt, denn zahlreiche Tierschützer gingen
davon aus, ”dass prinzipielle Konflikte zwischen Tierschutz und Brieftaubensport
bestehen“. Um die Vereinbarkeit des Brieftaubensports mit dem Tierschutz
sicherzustellen, wird in der Antwort darauf hingewiesen, dass es verboten ist,
einem Tier außer in Notfällen Leistungen abzuverlangen, die seine Kräfte
übersteigen. Auch ist es verboten, an einem Tier bei Wettkämpfen Maßnahmen
anzuwenden, die mit Schmerzen, Leiden oder Schäden verbunden sind und die die
Leistungsfähigkeit durch Doping beeinflussen. Die Kontrolle der Einhaltung der
Vorschriften obliegt den Bundesländern.(Heute im Bundestag Nr. 106)
01.03.2011:
Im Bundestag notiert: Tierschutz und Brieftaubensport. Ernährung, Landwirtschaft und
Verbraucherschutz/Kleine Anfrage. Berlin:
(hib/EIS/STO) Die Fraktion Die Linke will wissen, welche Position die
Bundesregierung ”bezüglich der Vereinbarkeit von Tierschutz und
Brieftaubensport“ vertritt. Zahlreiche Tierschützer gingen davon aus, ”dass
prinzipielle Konflikte zwischen Tierschutz und Brieftaubensport bestehen“,
schreibt die Fraktion in einer Kleinen Anfrage (17/4815).
Darin erkundigen sich die Abgeordneten unter anderem danach, ob die ”Selektion
von Brieftauben aufgrund geringerer Leistungsfähigkeit nach Auffassung der
Bundesregierung mit dem Staatsziel Tierschutz“ und dem Tierschutzgesetz
vereinbar ist.
23.02.2011:
SPD-Fraktion: Bundesregierung soll sich für Tierheime einsetzen. Ernährung, Landwirtschaft und
Verbraucherschutz/Antrag. Berlin:
(hib/EIS/KRU) Die Regierung soll mit den Bundesländern verhandeln, Tierheime zu
unterstützen. In einem Antrag (17/4851) der SPD-Fraktion wird
gefordert, dass bundesweit einheitliche Rahmenregelungen für die
Fundtierkostenerstattung geschaffen werden sollen. Weiter soll erreicht werden,
dass sich die Bundesländer in Zukunft an der Finanzierung von Tierheimen ”angemessen“
beteiligen. Die Sozialdemokraten schlagen vor, dauerhafte Investitions- und
Nothilfefonds zur Unterstützung von Tierschutzvereinen einzurichten.
23.02.2011:
SPD-Fraktion: Schenkelbrand von Pferden verbieten. Ernährung, Landwirtschaft und
Verbraucherschutz/Antrag. Berlin:
(hib/EIS/KRU) Die SPD-Fraktion legt dem Bundestag einen Antrag (17/4850) zur Änderung des
Tierschutzgesetzes vor. Danach wollen die Sozialdemokraten erreichen, dass die
Kennzeichnung von Pferden durch Schenkelbrandzeichen nicht mehr zulässig ist.
Beim Schenkelbrand kommen Heiß- und Kaltbrand zur Anwendung. Beide Methoden
verursachen Schmerzen. Nach dem Tierschutzgesetz besteht bereits ein
grundsätzliches Verbot, das Gewebe eines Wirbeltieres zu zerstören. Doch für
die Kennzeichnung von Pferden durch Schenkelbrand gibt es eine Ausnahme. Dabei
gibt es mittels Transponder, der unter die Haut implantiert wird, Alternativen
zur Kennzeichnung und Identifizierung von Pferden. Schmerzen, Leiden und
Schäden könnten dadurch vermindert werden.
22.02.2011:
Linksfraktion nimmt Bienensterben in den Fokus. Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz/Kleine
Anfrage. Berlin:
(hib/EIS/MPI) Das Bienensterben der vergangenen Jahre in der Landwirtschaft
steht im Mittelpunkt einer Kleinen Anfrage (17/4745)
der Fraktion Die Linke. Sie will unter anderem wissen, welche Ziele die
Regierung mit dem seit 2004 laufenden Beobachtungsprogramm ”Deutsches
Bienenmonitoring“ verfolgt, nach welchen Kriterien 120 Imker ausgewählt wurden,
die an der Studie teilnehmen und welche möglichen Ursachen des Bienensterbens
heute anders bewertet werden, als dies vor zehn Jahren der Fall war.
21.02.2011: Hollands
Polizisten auf Tierschutz-Streife. Von Thomas Burmeister. Auch im Land hinter den Deichen werden Hunde oder Hamster gequält.
Abhilfe sollen 500 Uniformierte schaffen. Amsterdam. Erste-Hilfe-Kurse für
Hunde sind in Holland populär – samt Mund-zu-Schnauze-Beatmung.
Katzenpsychologen machen gute Geschäfte, Pastoren segnen auch Papageien oder
Meerschweinchen. Nun gehen die Niederlande noch einen Schritt weiter: Zum
Schutz der besten Freunde des Menschen werden landesweit 500 uniformierte
Tierpolizisten eingesetzt. Zumindest der Justizminister glaubt, dass es viel
Arbeit für die Polizei gebe. Die ersten zwei haben kürzlich in Capelle aan den
Ijssel ihre Patrouillen aufgenommen. Tier-Elend konnten Ermittler Gert-Jan van
der Wal und seine Partnerin Patricia Zohlandt bei ihrer ersten Inspektionsrunde
zwar nicht feststellen. Doch es bestehe kein Zweifel, dass es für Hollands
„Dierenpolitie“ viel Arbeit gibt, findet der niederländische Justizminister Ivo
Opstelten. Immerhin werden im Königreich im Jahr 40 000
Tiermisshandlungen gemeldet, berichtet Frank Dales von der Tierschutzinspektion
(LID). Dennoch hat der Fachmann Zweifel an der Zweckmäßigkeit holländischer
„Animal Cops“. Nach Prüfung durch den LID blieben nur etwa 8000 „halbwegs
ernste“ Fälle übrig. Das Problem sei nicht mangelnde Kontrollen, sondern
überlastete Gerichte. „Na und? Im Zweifel sind wir eben auch für
Meerschweinchen da.“ Gert-Jan van der Wal, Tierpolizist. So
ist es kein Wunder, dass dem Projekt „Dierenpolitie“ ein gewisser Geruch von
Populismus anhaftet. Die Idee hatte der Abgeordnete Dion Graus von der Partei
für die Freiheit (PVV). Deren Vorsitzender – der als Islamhasser bekannte Geert
Wilders – griff sie 2010 im Wahlkampf auf. Für mehr Sicherheit und Ordnung
werde es trotz Sparmaßnahmen 3000 zusätzliche Polizisten geben, versprach
Wilders. Davon allein 500 für den Tierschutz. Die „echte“ Polizei spottet über
ihre neuen Kollegen vom Tierschutz. Dass er und seine Kollegen in den
Medien als „Caviapolitie“, als „Meerschweinchen-Polizei“ verulkt werden, stört
ihn schon ein wenig. Zumal ausgerechnet Amsterdams Polizeichef Bernhard Welten
den Spottbegriff erfand. „Na und?“, sagt van der Wal. „Im Zweifel sind wir eben
auch für Meerschweinchen da.“ http://www.wz-newsline.de/home/panorama/hollands-polizisten-auf-tierschutz-streife-1.584113
16.02.2011: Sind 25 deutsche Zoos in dubiosen Tierhandel
verwickelt?. Zookritiker fordert Aufklärung und Konsequenzen. Nürtingen – In der gestern ausgestrahlten
WDR-Sendung „Geboren um zu sterben“ (von Stephanie von Drathen) berichtete
Zootierhändler Werner Bode, dass er in den letzten 30 Jahren mit ca. 10.000
Tieren aus deutschen Zoos gehandelt habe. Tierrechtler und Zookritiker Frank
Albrecht kann indes in einer heute veröffentlichten Dokumentation nachweisen,
dass einige dieser Tiere bis heute „unbekannt“ verschwunden sind. Aus Anlass
der WDR-Sendung fordert Albrecht heute mehr als 20 deutsche Zoos (Liste im
Anhang) auf, ihre Tierabgaben der letzten 5 Jahre offen zu legen und jeglichen
Kontakt zu dubiosen Tierhändlern wie Werner Bode und deren Geschäftspartner zu
beenden. „25 deutsche Zoos
haben in den letzten 5 Jahren irgendwann einmal nachweislich Kontakt zu Herrn
Bode und deren Geschäftspartner gehabt. Diese Zoos stehen daher heute in der
Pflicht den Endverbleib ihrer Tiere offen zu legen.“, so Tierrechtler Frank
Albrecht. „Jeder Zoo der sich auf ehrliche Art und Weise seinem Zoo-Ehrenkodex
verpflichtet fühlt, wird kein Problem mit der Offenlegung seiner Tierabgaben
und Tierbestandlisten haben.“ Dokumentation: http://www.zoo-kritik.de/downloads/doku-bode-15.02.2011.pdf
08.02.2011: Verbraucherzentrale:
Tier-Krankenversicherungen lohnen sich kaum. FOCUS Online.
Besitzer von Haustieren sollten sich genau überlegen, ob sie für ihre Hunde
oder Katzen eine Krankenversicherung abschließen. ...
08.02.2011: Old Majors Traum. Von Ingolf Bossenz. Old
Major hatte einen Traum, den Traum von einem gerechten und gewaltfreien Leben
aller Tiere. Deshalb rief der alte, weiße Eber in George Orwells »Farm der
Tiere« seine Mittiere zur Revolution auf. Die Revolutionen der
Menschen haben den Tieren noch nie etwas gebracht, auch wenn der Philosoph
Herbert Marcuse durchaus derlei Intentionen hegte. Die profane Realität sieht
so aus wie zurzeit in Ägypten, wo viele der rund 2400 US-Amerikaner, die
ausgeflogen wurden, ihre Haustiere zurückließen. Die Tierrechtsorganisation
PETA forderte Außenministerin Hillary Clinton in einem Brief zum Handeln auf
und erinnerte daran, dass doch »der Schutz der Tiere zu den grundlegenden
amerikanischen Werten« zähle. Belanglosigkeiten angesichts fundamentaler
weltpolitischer Vorgänge? Eine Frau sah dies einmal ganz anders: »Eine Welt
muss umgestürzt werden, aber jede Träne, die geflossen ist, obwohl sie
abgewischt werden konnte, ist eine Anklage, und ein zu wichtigem Tun eilender
Mensch, der aus roher Unachtsamkeit einen armen Wurm zertritt, begeht ein
Verbrechen.« Rosa Luxemburg schrieb diesen Satz 1918, inmitten der
revolutionären Novemberereignisse. Ihr ging es um die Lebensbedürfnisse der
Menschen – und der Tiere. Auch daran erinnert der Brief der Tierrechtsgruppe:
an den Traum von einer ungeteilten Ethik. URL: http://www.neues-deutschland.de/artikel/190400.old-majors-traum.html
07.02.2011: Regierung lehnt Verbot von Tierbörsen ab. Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz/Antwort. Berlin: (hib/EIS/AW) Der
Bundesregierung liegen laut einer Antwort (17/4618)
derzeit keine Hinweise darüber vor, dass eine tierschutzgerechte Durchführung
von Tierbörsen grundsätzlich nicht möglich ist und schließt aus diesem Grund
Forderungen nach einem generellen Verbot von Tierbörsen als unverhältnismäßig
aus. Die Fraktion Die Linke hatte sich in einer Kleinen Anfrage (17/4393) für
die Bedeutung von Tierbörsen als Umschlagplatz für Tiere interessiert und
Informationen über den Vollzug des Tierschutzgesetzes auf solchen
Veranstaltungen angefragt. Weil jedoch der Vollzug tierschutzrechtlicher
Vorschriften den Ländern unterliege, könne die Regierung keine Informationen
über die Anzahl durchgeführter Tierbörsen oder deren Verlauf machen.
01.02.2011: Wirtschaft
und Tierschutz fordern EU-weites Lebendrupf-Verbot. Hamburg
(ots) – In der Europäischen Union werden derzeit neue Regelungen für das Rupfen
lebender Gänse angedacht. VIER PFOTEN fordert ein striktes Verbot jeglicher
Entnahme von Daunen und Federn bei lebenden Tieren. Diesem Appell haben sich
nun auch führende Handelsunternehmen angeschlossen: Tchibo, Lidl, Kaufland und
weitere Konzerne haben die EU-Kommission aufgefordert, den Lebendrupf zu
verbieten. Viele große
Unternehmen unterstützen den VIER PFOTEN Appell, darunter Tchibo, Rewe,
Kaufland, Lidl und die Otto Group – sie fordern in Briefen an EU-Kommissar John
Dalli ein klares Verbot. “Die Wirtschaft hat genug von den Skandalen der
Daunenindustrie und verlangt, dass die EU jede Daunengewinnung bei lebenden
Tieren verbietet”, sagt Marcus Müller, Kampagnenleiter von VIER PFOTEN. Diese
Forderung wird auch von allen bedeutendsten Gänseproduzenten der EU, Experten
und Fachverbänden wie der Bundestierärztekammer sowie von Grünen-Politikerin
Undine Kurth unterstützt. Gemeinsam mit unzähligen besorgten EU-Bürgern stellt
sich damit eine gewaltige Allianz
gegen die Pläne der EU, den Lebendrupf unter neuem Namen zu legalisieren. “Der
Ruf der EU in Sachen Tierschutz sollte an dieser Entscheidung gemessen werden”,
sagt Marcus Müller. “Es kann doch nicht sein, dass all diese Stimmen ignoriert
werden und sich die EU auf die Seite einiger weniger Daunenhändler und
tierquälerischer Tierzüchter stellt.” Im Internet haben sich bereits über
31.600 Menschen dem VIER PFOTEN Appell angeschlossen. Folgende Unternehmen
fordern ein Verbot des Lebendrupfes: Tchibo, Bettenklick.de, Otto Group (Otto
Versand, BAUR, Heine, Schwab und Witt), Kaufland, Norma, Lidl, Tegut, Spar, AGM
(C&C Abholgroßmärkte – Rewe International), Unito Versand & Dienstleistungen
GmbH (Universal, Quelle, Otto, Ackermann), Reiter Betten & Vorhänge GmbH,
Leopold Trünkel GmbH, Stritzinger Import – Export GmbH. Presserückfragen an
VIER PFOTEN: Marcus Müller, Kampagnenleiter, Tel: 0043/664-4522430. Quelle: http://www.blogspan.net/presse/wirtschaft-und-tierschutz-fordern-eu-weites-lebendrupf-verbot/mitteilung/199299/
19.01.2011: Kastration von Freigängerrkatzen. Endlich ist man auch in der NRW Landesregierung dazu gekommen, dass man die Kastration von Freigängerkatzen gesetzlich regeln muß. Siehe Meldung im Kölner Stadtanzeiger.
13.12.2010: Der Ausschuss für Anregungen und Beschwerdem im Rat der Stadt Köln lehnt Kastration von Freigängerkatzen ab. Hier der Protokollauszug der Sitzung, in der eine große Koalition aus SPD, CDU, FDP und der rechtsextremen Pro Köln die Kastration und Kennzeichnung von Freigängerkatzen ablehen. Hier klicken.
15.07.2010: Weser-Kurier: Wirtschaftskrise treibt
überfüllte Tierheime in die Insolvenz. Bremen
(ots) - Der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel, hat wegen
katastrophaler Zustände in deutschen Tierheimen im Zusammenhang mit der
Wirtschaftkrise Alarm geschlagen. "Immer weniger Menschen können aus
finanziellen Gründen ein Heimtier bei sich aufnehmen. Viele können sich das im
Moment einfach nicht mehr leisten", sagte Apel dem WESER-KURIER (Freitagausgabe).
Die Verweildauer von Tieren in Heimen sei in diesem Jahr deshalb sprunghaft
angestiegen. Erste Tierheime seien schon pleite gegangen. "Mehr Tiere
erfordern mehr Pflege und Futter - das kostet Geld und das ist nicht
vorhanden", sagte Apel. "Einige Heime mussten bereits Insolvenz
anmelden." Derzeit verhandle der Tierschutzbund mit dem Deutschen Städte-
und Gemeindetag über mögliche Hilfen. Bisher sei es noch zu keiner Einigung
gekommen. Das führe zu unhaltbaren Zuständen in den Tierheimen. "Was wir
momentan erleben, kann man nur als Katastrophe bezeichnen", sagte er.
Sämtliche 550 Tierheime, die der Tierschutzbund in Deutschland betreibe, seien
überfüllt. "Ich kenne kein Tierheim, das derzeit nicht zu kämpfen
hätte", sagte er weiter. Eine artgerechte Haltung der Tiere sei vielerorts
nicht mehr zu gewährleisten. Am schlimmsten sei die Situation in Berlin, wo
derzeit 1600 Tiere untergebracht seien. Der Ferienbeginn in zahlreichen
Bundesländern sei ein Grund für die prekäre Lage. Zu dieser Zeit würden
regelmäßig viele Haustiere ins Heim gebracht oder ausgesetzt. Dazu komme eine
schlechte Vermittlungsquote in der Urlaubszeit, weil viele Menschen verreist
seien. Neben Tierschutzaspekten sei auch die finanzielle Situation vieler
Tierheime angespannt. Quelle: http://www.presseportal.de/pm/30479/1648786/mail
01.07.2009: Tierschutz leidet unter Rezession - Hundsmiserable Krise - Tierheime
kämpfen mit Überfüllung, weil viele Halter ihre Haustiere nicht mehr
finanzieren können. Auch das Spendenaufkommen ist dramatisch zurückgegangen. BERLIN taz | Die Folgen der Wirtschafts-
und Finanzkrise bekommen auch Tierheime zu spüren: In den Einrichtungen werden
derzeit deutlich mehr Haustiere abgegeben, teilte der Deutsche Tierschutzbund
am Dienstag mit. In fast 70 Prozent der Fälle sei finanzielle Not der Halter
der Grund gewesen. Vor allem Hunde gehören zu den tierischen Opfern von
Arbeitslosigkeit und Hartz-Gesetzgebung. Die angespannte Wirtschaftssituation
hat zudem negative Auswirkungen auf die Spendenbereitschaft. Das
Spendenaufkommen ging im Vergleich zum Vorjahr um bis zu 25 Prozent zurück,
berichtete der Tierschutzbund. Für Tierheime, die sich überwiegend über Spenden
und Sponsoring finanzieren, hat das dramatische Folgen. In vielen Fällen
unterbleiben nötige Investitionen; die Heime in Dresden, Wipperfürth, Homburg
und Bremervörde stehen bereits vor der Insolvenz, weitere könnten folgen. Um
den Bedarf mittelfristig zu decken, werden 15 Millionen Euro benötigt.
Tierschutzbund-Präsident Wolfgang Apel appellierte daher an die Politik, das im
Grundgesetz festgeschriebene Staatsziel Tierschutz umzusetzen und im Rahmen der
Konjunkturprogramme Geld für die Tierheime zur Verfügung zu stellen. Tierschutz
sei eine öffentliche Aufgabe, die von den Tierschutzvereinen wahrgenommen wird.
"Das ehrenamtliche Engagement spart den öffentlichen Haushalten jährlich
mehr als eine halbe Milliarde Euro an Kosten für die Tierbetreuung",
erklärte Apel und droht: "Wenn wir jetzt nicht handeln, müssen wir die
Tiere, die wir für die Kommunen betreuen, in den Rathäusern abgeben." AFE http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/hundsmiserable-krise/
30.06.2009:
Haltung
- Tierheime in NRW überfüllt-Viele
Besitzer können sich Haltung nicht mehr leisten. Düsseldorf (ddp-nrw).
Viele Tierheime in Nordrhein-Westfalen sind derzeit am Rande ihrer Kapazitäten.
Immer häufiger werden dort Haustiere abgegeben, deren Besitzer sich in der
Wirtschaftskrise eine Tierhaltung nicht mehr leisten könnten, wie eine
ddp-Umfrage ergab. Einen regelrechten Ansturm müssen die Einrichtungen zudem
mit Beginn der Sommerferien bewältigen, wenn besonders viele Hunde, Katzen und
Kleingetier ausgesetzt oder abgegeben werden. Neben dieser Mehrbelastung müssen
die Tierschutzvereine in diesem Jahr zusätzlich mit der allgemein sinkenden
Spendenbereitschaft fertig werden. «Kurz vor Ferienbeginn bekommen wir vermehrt
Anfragen, ob wir Tiere in Pension nehmen, und wenn wir verneinen, heißt es
dann: ´Dann können Sie es gleich ganz behalten, mein Flieger geht morgen´»,
berichtet Sylvia Hemmerling, Sprecherin vom Tierheim Köln-Dellbrück. 138
Hunden, 86 Katzen und unzählige Kleintiere bevölkern bereits vor Anfang der
Sommerferien die Kölner Einrichtung, in der inzwischen Mitarbeiterbüros zu
Herbergen umgerüstet werden. Das Bielefelder Tierheim musste laut
Tierschutz-Verein in den vergangenen vier Wochen doppelt so viele Tiere
aufnehmen wie in den Wochen zuvor. 50 Hunde, 130 Katzen und 50 Kleintiere haben
dort Asyl gefunden. Die Wuppertaler Tierschützer richten bereits Notunterkünfte
ein. Die Düsseldorfer Herberge, wo 2008 insgesamt 2700 Tiere Platz fanden,
kalkuliert mit einer Zunahme von 25 Prozent in der Haupturlaubssaison zwischen
Mai und September. «Wir stellen uns wieder auf eine traurige Hochsaison ein»,
sagt Marius Tünte vom Deutschen Tierschutzbund. 70 000 Tiere werden
schätzungsweise jedes Jahr deutschlandweit in den Sommermonaten von ihren Besitzern
aufgegeben. Da helfe auch nicht, dass das «Aussetzen» laut Tierschutzgesetz
verboten und mit bis zu 25 000 Euro bestraft werden könne. Deshalb versuche der
Verein, mit der Aktion «Nimmst Du mein Tier, nehm ich dein Tier» Feriensitter
zu vermitteln. Auch sei eigens eine Urlaubshotline eingerichtet worden, um
rechtzeitig auf Einreisebestimmungen einzelner Länder hinzuweisen und andere
Ferientipps zu geben. Auffallend sei insgesamt eine Tendenz der
Unzuverlässigkeit bei Tierhaltern, ergänzt Doris Hoffe, Vorsitzende des
Tierschutzvereins Münster. So besäßen trotz der für NRW geltenden
Kennzeichnungspflicht für größere Hunde die Mehrheit der aufgegriffenen und
abgegebenen Tiere weder Mikrochip noch Tätowierung. «Man kann daraus schließen,
dass die Besitzer dann auch nicht den notwendigen Sachkundeausweis haben und
auch keine Hundesteuer zahlen.» Die Wirtschaftskrise stellt laut
Tierschutzbund-Sprecher Tünte eine doppelte Belastung für die
Vereinseinrichtungen dar. Zum einen würden immer mehr Tiere aufgrund
finanzieller Schwierigkeiten ihrer Besitzer in Heime gebracht. Bei
schätzungsweise jedem vierten Neuzugang sei dies der Fall. «Dort wo der Job
unsicher ist, werden auch Tiere vermehrt abgegeben. Das war schon 2008 im Raum
Bochum und Essen so, als das Nokia-Werk geschlossen wurde.» Zum anderen sinke
in diesen Regionen auch die Bereitschaft, Tierschutzvereinen zu spenden.
Darüber hinaus würden die Kommunen angesichts leerer Kassen voraussichtlich die
Zuschüsse runterfahren. «Wir können nur hoffen, dass die ehrenamtliche
Tätigkeit nicht nachlässt», sagt Tünte. Das Essener Albert-Schweitzer-Tierheim
etwa muss derzeit einen Spendenrückgang von rund 20 Prozent verkraften,
berichtet Leiterin Bärbel Thomassen. «Viele unserer Mitglieder und Spender
schreiben uns, dass sie ihren Job verloren haben.» Dem Verein, der
ausschließlich von solchen Zuwendungen leben würde, bliebe nichts anderes
übrig, als an die Spendenbereitschaft anderer zu appellieren. (ddp) http://www.ad-hoc-news.de/haltung-tierheime-in-nrw-ueberfuellt--/de/Politik/20311327
03.04.2009: Köln -
Hunde, Katzen und Pferde - Finanzkrise
füllt die Tierheime Die Finanzkrise kennt kein Erbarmen: Viele
Haustier-Besitzer müssen ihre Lieblinge abgeben, weil ihnen das Geld fehlt.
EXPRESS hakt nach! Von KRISTIN
SCHMIDT. Die Finanzkrise ist da. Überall. Inzwischen trifft sie auch die Tierheime.
Denn immer mehr Tierfreunde können sich ihre geliebten Hunde, Katzen oder
Pferde nicht mehr leisten – und bringen sie schweren Herzens ins Tierheim. „Wir
haben im Tierheim Zollstock seit Jahresbeginn etwa 20 neue Tiere, davon sind
allein drei von Leuten, die ihre Tiere wegen Geldknappheit abgeben mussten“,
erklärt Ruth Gosdeck. Gerade ältere Tiere, bei denen die Tierarztkosten in die
Höhe schnellen, landen im Tierheim. „Die Besitzer sagen: »Ich bin arbeitslos,
bekomme Hartz und kann die Rechnungen nicht mehr bezahlen.“ Manche scheuen sich
auch, die Wahrheit zu sagen, wenn sie ihre Tiere abgeben müssen. „Viele nennen
als Gründe Trennung oder plötzlich aufgetretene Allergien“, weiß Gerd
Kortschlag vom Tierschutzzentrum Leverkusen. „Dennoch haben wir momentan mehr
Tiere bei uns aufgenommen, als sonst. Ob es aufgrund der Wirtschaftskrise ist,
lässt sich nur mutmaßen.“ Viel schlimmer ist es bei Ruth Machelet vom Kölner
Schutzhof: „Unter der Woche bekommen wir locker fünf Notmeldungen, vor allem
von Arbeitslosen.“ Die Leute können die Pferde einfach nicht mehr halten.
„Viele Besitzer schämen sich“, weiß sie. Weil der Hof nur Platz für 30 Tiere
hat, herrscht Annahme-Stopp. Ruth Machelet gibt nun Tipps zur günstigeren
Offenlandhaltung oder unterstützt mit Futterspenden. Aber oft kann auch das
nicht mehr helfen. „Viele kommen einfach zum Schlachter.“ Quelle: http://www.express.de/nachrichten/region/koeln/finanzkrise-fuellt-die-tierheime_artikel_1235811465239.html