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 Hunde - SoKa's (So genannte Kampfhunde) I


Die zehn Bitten eines Hundes an den Menschen

von Thy Lauruger-Gasser


1. Mein Leben dauert 10-15 Jahre. Jede Trennung von Dir wird für mich Leiden bedeuten. Bedenke es, eh Du mich anschaffst.

2. Gib mir Zeit zu verstehen, was Du von mir verlangst.

3. Pflanze Vertrauen in mich - ich lebe davon.

4. Zürne mir nie lange und sperr mich zur Strafe nicht ein! Du hast Deine Freude, Dein Vergnügen - ich habe nur Dich.

5. Sprich manchmal mit mir. Wenn ich auch Deine Worte nicht ganz verstehe, so doch die Stimme, die sich an mich wendet.

6. Wisse: Wie immer an mir gehandelt wird - Ich vergesse es nie!

7. Bedenke, eh' Du mich schlägst, daß meine Kiefer mit Leichtigkeit die Knöchelchen Deiner Hand zerquetschen könnten, daß ich aber keinen Gebrauch von ihnen mache.

8. Ehe Du mich bei der Arbeit unwillig schiltst, bockig oder faul, bedenke: vielleicht plagt mich ungeeignetes Futter, vielleicht war ich zu lange der Sonne ausgesetzt oder habe ein verbrauchtes Herz.

9. Kümmere Dich um mich, wenn ich mal alt werde - auch Du wirst einmal alt sein.

10. Geh' jeden schweren Gang mit mir. Sage nie: "Ich kann sowas nicht sehen" oder "Es soll in meiner Abwesenheit geschehen." Alles ist leichter für mich mit dir.
Naomi Herbst 2008
Meinungen, Notizen und Berichte von Hunden, die zu Unrecht "Kampfhunde" genannt werden.

Ich bin Halter einer American Staffordshire Hündin, die ich 1998 mit 10 Monaten von dem Konrad Adenauer Tierheim in Köln erwarb. Laut Aussage des Tierheims hatte der Hund vorher mindestens 3 bis 4 Besitzer. Als im Sommer 2000 zwei sogenannte Kampfhunde (SoKa) in Hamburg ein Kind töteten, begann eine mediale bundesweite Hatz auf Staffordshire Terrier, Bullterrier, Pitbull und viele andere Hunde, die plötzlich alle über einen Kamm geschert zu gefährlichen Bestien wurden. Und die Politik reagierte prompt auf die von einzelnen Medien iniziierte Hetze und es wurden in allen Bundesländern Hundeveordnungen und Hundegesetze erlassen. Alles basierte darauf, dass es Hunde gab, die per Rasse gefährlich waren. Zwar gab es keinen Kynologen, Verhaltensforscher, Tierarzt oder sonstigen Fachmann, der dies stützen konnte. Aber die Politik ignorierte ganz bewusst das und in geübter Form wurde der Bevölkerung ein Horrorszenario vorgespielt über das, was alles passieren kann mit diesen, plötzlich zur Bestie gewordenen, Hunden. Und die meisten Medien spielten, sensationsheischend, mit. Seit dieser Zeit ist das Leben tausender von Hundebesitzern sehr schwer geworden. Nicht nur, dass sie mit ihren Hunden plötzlich zu einer latenten Gefahr wurden und sich Belästigungen gefallen lassen mussten, sie wurden auch von Seite des Gesetzgebers gezwungen, Führungszeugnisse beizubringen, Verhaltensteste mit ihren Hunden zu machen und in sehr vielen Kommunen eine unverhältnismäßig erhöhte Hundesteuer zu zahlen. Als Beispiel sei die Stadt Hürth bei Köln aufgeführt, die für sogenannte normale Hunde jährlich € 68 verlangt, aber für die angeblich per Dekret gefährlichen Hunde jährlich € 540. Ich habe aus der Situation meine Konsequenz gezogen aber meine Klage gegen die sogenannten Rasselisten ist vom Bundesverfassungsgericht abgelehnt worden. Denn wie bei vielen tausend Hundebesitzer ist auch mein AmStaff ein absoluter menschenfreundlicher Schmusehund, der Menschen nie und nimmer etwas zu leide tun würde, außer er oder sein Halter werden angegriffen. Denn einen sehr gut ausgeprägten Schutzinstinkt haben diese Hunde ohne das man es ihnen beibringen muss. In den USA sind diese Hunde nicht nur als die idealen Familienhunde bekannt, nein, sie gelten auch als die idealen Therapiehunde. Und es ist einfach eine Lüge, dass von diesen Hunden die meisten Beissattacken kommen würden. Genauso wie die Mär von der grösseren Beisskraft gegenüber anderen Hunden. Hier auf dieser Seite werde ich von Zeit zu Zeit neue Informationen zu diesem Thema bringen. Wenn Sie interessante Fakten haben die Sie veröffentlicht haben wollen, lassen Sie sie mir per Email  zukommen. Ich kämpfe weiterhin dafür, dass endlich diese wunderbaren Hunde als das anerkannt werden, was sie sind, die idealen Familienhunde. Bilder meiner AmStaff Hündin Naomi finden Sie im Fotoalbum und unter http://picasaweb.google.de/PeterLoewisch/Naomi# und unter http://picasaweb.google.de/PeterLoewisch/Naomi02#


Aufsätze von mir zum Thema Hunde unter Veröffentlichungen


21.02.2006/14.12.2008: Welche Auswirkung hat die Einführung von Alg II und wie z.B. in Köln die Streichung der Ermässigung der Hundesteuer für die Tierheime  und die Hundesteuer für Geringsverdienende und Alg2 Bezieher.   Es ist davon auszugehen, dass die Abgabequote von Hunden (legal sowie illegal) in Tierheime durch die Einführung von Alg II stark zugenommen hat. Auch ist anzunehmen, dass die Streichung des Sozialsatzes der Hundesteuer in Köln auch dazu geführt hat, dass sozial schwache Hundehalter sich von ihren Tieren trennen mussten. Ich möchte heraus bekommen, wie kontraproduktiv diese Maßnahme ist, denn die Kommune muss für die Unterbringung von Hunden im Tierheim zahlen, und es ist durchaus möglich, dass der zu zahlende Satz der Unterbringung die angeblichen Mehreinnahmen der Hundesteuer übersteigt. Wer hierzu Informationen hat, den bitte ich, sie mir per Email mitzuteilen.  Eine Anfrage an die Tierheime in Köln und Umgebung läuft bereits. Leider muß ich nun Ende 2008 feststellen, dass die Tierheine hierzu nicht gewillt sind, nähere Auskünfte zu geben. Zur Zeit will ich versuchen, dass in Köln die Hundehalter, die einen Köln Pass (Menschen die Alg2 beziehen und Leute, die bis zu 10% über diesem Satz verdienen) besitzen, zumindest einen ermässigten Satz der Hundesteuer zahlen müssen. Der Ausfall an Geld ist für den Kommunalhaushalt, auch bei Streichung der Hundesteuer für diesen Kreis, minimal. Die Zahlen liegen mir vor.



Tipps - Anregungen - Empfehlungen - Links - Veranstaltungen


-    Martin Rütter; Hund–Deutsch/Deutsch–Hund; Langenscheidt Verlag, München, 2009 - BESPRECHUNG

- Interessante Webseite mit Artikel und Adressen von Rechtsanwälten „Rund ums Tier“: http://www.anwalt.de/rechtstipps/hund-katze-pass_003855.html

- Mehr über Staffordshire Terrier und andere diskriminierte Listenhunde finden Sie hier.

- Endlich in Köln auch ein Verein, der sich um die angeblich so gefährlichen Hunde kümmert, nämlich Staffords, Pitbulls und Co..

- Menschen - Tiere - Werte e.V., Düsseldorf

- Staffordshirehilfe in Berlin, der Verein der mir bei der Operation von Naomi finanziell geholfen hat.

- WOB -"Kampfhunde" wie sie wirklich sind

Fünf Hunderassen und ein Hundetypus im Wesenstest nach der Niedersächsischen Gefahrtier-Verordnung vom 05.07.2000:  Faktoren, die beißende von nicht-beißenden Hunden unterscheiden. INAUGURAL-DISSERTATION zur Erlangung des Grades einer Doktorin der Veterinärmedizin (Dr. med. vet.) durch die Tierärztliche Hochschule Hannover. Vorgelegt von Sandra Bruns, Hannover 2003

- Die Gemeinde der Kampfschmuser setzt sich zusammen aus seriösen Hundehaltern  mit realistischer Zielsetzung. Hierunter versteht sich u.a. die Aufklärung der Öffentlichkeit über die sogenannten Kampfhunderassen.

- Eine Literaturstudie zu den sogenannten "Kampfhunden" aus dem Jahr 2002 an der Tierärztlichen Hochschule Hannover

- Medienspektakel um "Kampfhunde", Hochschule der Künste, Berlin, 1999 

- Hundeangriffe in Deutschland, Tierärztliche Hochschule Hannover, 2004

- Eine wunderschöne Seite über die sogenannten Kampfhunde: http://www.schuldig-geboren.de/

- Wer ist der Pitbull. Nur einer der Hunde ist ein Pitbull, die anderen sind alle reinrassige Hunde, deren Abstammung feststeht, also keine Mischlinge. http://www.pitbullsontheweb.com/petbull/findpit.html

Eine Auswahl von Filmen über die angeblichen „Kampfhunde“. Mehr davon unter You Tube.
1) Save An American Hero
  http://www.youtube.com/watch?v=OLtrqOdDxzk
2) The Great American Pit Bull Terrier  http://www.youtube.com/watch?v=cJueekvhRDI&mode=related&search=

3) Dog Fighting Is Animal Abuse!  http://www.youtube.com/watch?v=IgK7K-NzWRQ&mode=related&search=

4) Brutal PitBull Fight  http://www.youtube.com/watch?v=ciDMA007a2E&mode=related&search=

5) When Pitbulls Attack(pitbull fight)  http://www.youtube.com/watch?v=QSiSA8LsxDI&mode=related&search=

6) why search PITBULL FIGHT? PITBULL VS PITBULL AND CAMERA  http://www.youtube.com/watch?v=DNHo03wFnkY&mode=related&search=

7) PITBULL FIGHTING  http://www.youtube.com/watch?v=h-lXDBPX70k&mode=related&search=

8) Pit Bull Dogfight  http://www.youtube.com/watch?v=jY5bVRkGyp4&mode=related&search=

9) Diva Dog: Pit Bull On Wheels  http://www.youtube.com/watch?v=SRz5Y91kgnU&mode=related&search=

10) Pit Bull
  http://www.youtube.com/watch?v=mBus4GGsyb4&mode=related&search=


Aktuelle Meldungen:


01.07.2009: Tierschutz leidet unter Rezession - Hundsmiserable Krise - Tierheime kämpfen mit Überfüllung, weil viele Halter ihre Haustiere nicht mehr finanzieren können. Auch das Spendenaufkommen ist dramatisch zurückgegangen. BERLIN taz | Die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise bekommen auch Tierheime zu spüren: In den Einrichtungen werden derzeit deutlich mehr Haustiere abgegeben, teilte der Deutsche Tierschutzbund am Dienstag mit. In fast 70 Prozent der Fälle sei finanzielle Not der Halter der Grund gewesen. Vor allem Hunde gehören zu den tierischen Opfern von Arbeitslosigkeit und Hartz-Gesetzgebung. Die angespannte Wirtschaftssituation hat zudem negative Auswirkungen auf die Spendenbereitschaft. Das Spendenaufkommen ging im Vergleich zum Vorjahr um bis zu 25 Prozent zurück, berichtete der Tierschutzbund. Für Tierheime, die sich überwiegend über Spenden und Sponsoring finanzieren, hat das dramatische Folgen. In vielen Fällen unterbleiben nötige Investitionen; die Heime in Dresden, Wipperfürth, Homburg und Bremervörde stehen bereits vor der Insolvenz, weitere könnten folgen. Um den Bedarf mittelfristig zu decken, werden 15 Millionen Euro benötigt. Tierschutzbund-Präsident Wolfgang Apel appellierte daher an die Politik, das im Grundgesetz festgeschriebene Staatsziel Tierschutz umzusetzen und im Rahmen der Konjunkturprogramme Geld für die Tierheime zur Verfügung zu stellen. Tierschutz sei eine öffentliche Aufgabe, die von den Tierschutzvereinen wahrgenommen wird. "Das ehrenamtliche Engagement spart den öffentlichen Haushalten jährlich mehr als eine halbe Milliarde Euro an Kosten für die Tierbetreuung", erklärte Apel und droht: "Wenn wir jetzt nicht handeln, müssen wir die Tiere, die wir für die Kommunen betreuen, in den Rathäusern abgeben." AFE http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/hundsmiserable-krise/


30.06.2009: Haltung - Tierheime in NRW überfüllt-Viele Besitzer können sich Haltung nicht mehr leisten. Düsseldorf (ddp-nrw). Viele Tierheime in Nordrhein-Westfalen sind derzeit am Rande ihrer Kapazitäten. Immer häufiger werden dort Haustiere abgegeben, deren Besitzer sich in der Wirtschaftskrise eine Tierhaltung nicht mehr leisten könnten, wie eine ddp-Umfrage ergab. Einen regelrechten Ansturm müssen die Einrichtungen zudem mit Beginn der Sommerferien bewältigen, wenn besonders viele Hunde, Katzen und Kleingetier ausgesetzt oder abgegeben werden. Neben dieser Mehrbelastung müssen die Tierschutzvereine in diesem Jahr zusätzlich mit der allgemein sinkenden Spendenbereitschaft fertig werden. «Kurz vor Ferienbeginn bekommen wir vermehrt Anfragen, ob wir Tiere in Pension nehmen, und wenn wir verneinen, heißt es dann: ´Dann können Sie es gleich ganz behalten, mein Flieger geht morgen´», berichtet Sylvia Hemmerling, Sprecherin vom Tierheim Köln-Dellbrück. 138 Hunden, 86 Katzen und unzählige Kleintiere bevölkern bereits vor Anfang der Sommerferien die Kölner Einrichtung, in der inzwischen Mitarbeiterbüros zu Herbergen umgerüstet werden. Das Bielefelder Tierheim musste laut Tierschutz-Verein in den vergangenen vier Wochen doppelt so viele Tiere aufnehmen wie in den Wochen zuvor. 50 Hunde, 130 Katzen und 50 Kleintiere haben dort Asyl gefunden. Die Wuppertaler Tierschützer richten bereits Notunterkünfte ein. Die Düsseldorfer Herberge, wo 2008 insgesamt 2700 Tiere Platz fanden, kalkuliert mit einer Zunahme von 25 Prozent in der Haupturlaubssaison zwischen Mai und September. «Wir stellen uns wieder auf eine traurige Hochsaison ein», sagt Marius Tünte vom Deutschen Tierschutzbund. 70 000 Tiere werden schätzungsweise jedes Jahr deutschlandweit in den Sommermonaten von ihren Besitzern aufgegeben. Da helfe auch nicht, dass das «Aussetzen» laut Tierschutzgesetz verboten und mit bis zu 25 000 Euro bestraft werden könne. Deshalb versuche der Verein, mit der Aktion «Nimmst Du mein Tier, nehm ich dein Tier» Feriensitter zu vermitteln. Auch sei eigens eine Urlaubshotline eingerichtet worden, um rechtzeitig auf Einreisebestimmungen einzelner Länder hinzuweisen und andere Ferientipps zu geben. Auffallend sei insgesamt eine Tendenz der Unzuverlässigkeit bei Tierhaltern, ergänzt Doris Hoffe, Vorsitzende des Tierschutzvereins Münster. So besäßen trotz der für NRW geltenden Kennzeichnungspflicht für größere Hunde die Mehrheit der aufgegriffenen und abgegebenen Tiere weder Mikrochip noch Tätowierung. «Man kann daraus schließen, dass die Besitzer dann auch nicht den notwendigen Sachkundeausweis haben und auch keine Hundesteuer zahlen.» Die Wirtschaftskrise stellt laut Tierschutzbund-Sprecher Tünte eine doppelte Belastung für die Vereinseinrichtungen dar. Zum einen würden immer mehr Tiere aufgrund finanzieller Schwierigkeiten ihrer Besitzer in Heime gebracht. Bei schätzungsweise jedem vierten Neuzugang sei dies der Fall. «Dort wo der Job unsicher ist, werden auch Tiere vermehrt abgegeben. Das war schon 2008 im Raum Bochum und Essen so, als das Nokia-Werk geschlossen wurde.» Zum anderen sinke in diesen Regionen auch die Bereitschaft, Tierschutzvereinen zu spenden. Darüber hinaus würden die Kommunen angesichts leerer Kassen voraussichtlich die Zuschüsse runterfahren. «Wir können nur hoffen, dass die ehrenamtliche Tätigkeit nicht nachlässt», sagt Tünte. Das Essener Albert-Schweitzer-Tierheim etwa muss derzeit einen Spendenrückgang von rund 20 Prozent verkraften, berichtet Leiterin Bärbel Thomassen. «Viele unserer Mitglieder und Spender schreiben uns, dass sie ihren Job verloren haben.» Dem Verein, der ausschließlich von solchen Zuwendungen leben würde, bliebe nichts anderes übrig, als an die Spendenbereitschaft anderer zu appellieren. (ddp) http://www.ad-hoc-news.de/haltung-tierheime-in-nrw-ueberfuellt--/de/Politik/20311327


03.04.2009: Köln - Hunde, Katzen und Pferde - Finanzkrise füllt die Tierheime Die Finanzkrise kennt kein Erbarmen: Viele Haustier-Besitzer müssen ihre Lieblinge abgeben, weil ihnen das Geld fehlt. EXPRESS hakt nach! Von KRISTIN SCHMIDT. Die Finanzkrise ist da. Überall. Inzwischen trifft sie auch die Tierheime. Denn immer mehr Tierfreunde können sich ihre geliebten Hunde, Katzen oder Pferde nicht mehr leisten – und bringen sie schweren Herzens ins Tierheim. „Wir haben im Tierheim Zollstock seit Jahresbeginn etwa 20 neue Tiere, davon sind allein drei von Leuten, die ihre Tiere wegen Geldknappheit abgeben mussten“, erklärt Ruth Gosdeck. Gerade ältere Tiere, bei denen die Tierarztkosten in die Höhe schnellen, landen im Tierheim. „Die Besitzer sagen: »Ich bin arbeitslos, bekomme Hartz und kann die Rechnungen nicht mehr bezahlen.“ Manche scheuen sich auch, die Wahrheit zu sagen, wenn sie ihre Tiere abgeben müssen. „Viele nennen als Gründe Trennung oder plötzlich aufgetretene Allergien“, weiß Gerd Kortschlag vom Tierschutzzentrum Leverkusen. „Dennoch haben wir momentan mehr Tiere bei uns aufgenommen, als sonst. Ob es aufgrund der Wirtschaftskrise ist, lässt sich nur mutmaßen.“ Viel schlimmer ist es bei Ruth Machelet vom Kölner Schutzhof: „Unter der Woche bekommen wir locker fünf Notmeldungen, vor allem von Arbeitslosen.“ Die Leute können die Pferde einfach nicht mehr halten. „Viele Besitzer schämen sich“, weiß sie. Weil der Hof nur Platz für 30 Tiere hat, herrscht Annahme-Stopp. Ruth Machelet gibt nun Tipps zur günstigeren Offenlandhaltung oder unterstützt mit Futterspenden. Aber oft kann auch das nicht mehr helfen. „Viele kommen einfach zum Schlachter.“ Quelle: http://www.express.de/nachrichten/region/koeln/finanzkrise-fuellt-die-tierheime_artikel_1235811465239.html


13.03.2009: Erhöhte Hundesteuer auch bei Hartz IV Bezug. Das Verwaltungsgericht Münster urteilte: Auch Empfänger des Arbeitslosengeld II müssen für bestimmte Hunderassen die erhöhte Hundesteuer entrichten Das Verwaltungsgericht Münster urteilte heute: Auch Empfänger des Arbeitslosengeld II (ALG II) müssen für bestimmte Hunderassen die erhöhte Hundesteuer entrichten. Bei bestimmten Hunden müssen zusätzliche Steuern gezahlt werden. Diese Steuer wird auch Kampfhunde- Steuer genannt. Eine Hundebesitzerin wollte geltent machen, diese erhöhten Steuersatz der Hundesteuer nicht zu zahlen. Die Hunde- Besitzerin eines Bullterriers aus Nottuln hatte geklagt, wiel nach ihrer Ansicht nach der Hund nicht als gefährlich eingestuft werden kann, weil dieser friedliebend ist. Zudem könne die Frau, die auf Hartz IV Leistungen angewiesen ist, den zusätzlichen Steuerbetrag nicht begleichen, da der ALG II Regelsatz dafür nicht ausreiche. Doch die Richter des Verwaltungsgericht Münster (Az. 1240/05) teilten diese Ansicht nicht und begründeten das Urteil damit, dass die Einstufung des Bull-Terriers als gefährlicher Hund sei rechtens. Die Steuer werde zudem nicht nach dem Einkommen berechnet. Mit der Hundesteuer hat die Gemeinde das Ziel, in ihrem Gebiet längerfristig das Halten von sog. Kampfhunden zurückzudrängen, die nach Ansicht von einigen Experten durch ihre Züchtung typische Eigenschaften von Agressivität entwickeln. Doch ist anzumerken, dass die Haltung und Erziehung der Hunde durch den Hundehalter eine gewichtige Rolle spielt. (11.03.2009). Quelle: http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hundesteuer877208.php


01.03.2009: Ein Hundeleben mit Hartz IV - Wenn der Fressnapf leer bleibt: Tiertafel als Retter in der Not. Harburg. Wenn die Kosten steigen und die Einnahmen sinken, müssen die Bürger an allem sparen. "Und das sind leider viel zu oft Haustiere", sagt Selina Martens, Leiterin des Lüneburger Tierheims. Seit der Einführung von Hartz IV werden in ihrer Einrichtung vermehrt auch kranke oder alte Tiere abgegeben, hat sie beobachtet. Seit sich nun auch die Wirtschaftskrise bemerkbar mache, werde es für Tierhalter in prekären Situationen noch enger. Der Grund, die Tiere abzugeben, sei nicht Herzlosigkeit, sondern dass die Kosten für Futter und Tierarztbehandlungen vielfach nicht mehr aufgebracht werden können. "Tierhaltung wird zum Luxus", so Martens. Tierheime und Auffangstationen im Landkreis Harburg verzeichnen noch keinen Anstieg. "Das ist wohl mehr ein Problem in größeren Städten. Bis jetzt jedenfalls", so Doris Metternich, Leiterin des Tierheims in Buchholz. Die Mitarbeiter der Nothilfe für Polarhunde in Bienenbüttel eine Auffangstation für Schlittenhunde versuchen im Vorfeld, Hundefreunde, die einen Husky adoptieren wollen, auf den finanziellen Aufwand aufmerksam zu machen. "Wir wollen nicht, dass ein Hund aus finanziellen Gründen wieder abgegeben werden muss. Das ist schlimm für die Tiere aber auch für die Besitzer", so Heike Otter von der Nothilfe. Um Tierbesitzern in prekären Lebenssituationen zu helfen, hatte Claudia Hollm (44) aus Rathenow vor zwei Jahren die Idee, das "Tafelmodell" auch auf Tiere anzuwenden mit Erfolg. Quelle: http://www.han-online.de/HANArticlePool/0000011fb91fcafa0057006a000a00521141ee16


13.02.2009: «´Hartz IV´ ist der Hauptgrund für Abgabe von Tieren» Viele Menschen können sich die Futter- und Tierarztkosten einfach nicht mehr leisten. München (ddp-bay). Immer mehr Haustierbesitzer in Bayern müssen sich aus Kostengründen von ihren Tieren trennen. «´Hartz IV´ ist mittlerweile der Hauptgrund, wenn ein Tier im Heim abgegeben wird», sagte der Präsident des bayerischen Landesverbandes des Tierschutzbundes, Berthold Merkel, am Freitag im ddp-Interview in München. Allein bei den Hunden betrifft dies nach Merkels Schätzung 30 bis 40 Prozent der abgegebenen Tiere. Bayernweit seien das rund 1000 bis 1200 Tiere pro Jahr. Viele könnten sich die Futter- und Tierarztkosten einfach nicht mehr leisten. Besonders für Arbeitslose, Geringverdiener und auch Rentner werde es immer schwerer. «Altersarmut ist Realität», betonte Merkel. Und dies wirke sich auch auf diese Weise aus. Deshalb fordert Merkel Nachbesserungen bei den «Hartz-IV»-Regelungen. «Wenn jemand arbeitslos wird, gehen ihm oftmals Freundes- und Bekanntenkreis auch flöten», sagte der Tierschützer. Die Menschen seien dann ohnehin «schon isoliert». Haustiere hätten hier eine nicht zu unterschätzende soziale und pädagogische Funktion. Merkel hofft, dass eine Möglichkeit geschaffen wird, «auf Antrag und mit Augenmaß» Ausnahmeregelungen für geringverdienende Tierbesitzer zu finden, etwa durch eine Befreiung von der Hundesteuer. Die abgegebenen Tiere seien schließlich auch eine finanzielle Belastung für die Kommunen. Mindestens vier Wochen müssten sie im Tierheim versorgt werden, bevor sie an einen neuen Besitzer vermitteln werden könnten. Und alte Tiere oder solche, die «jahrelang mit ihrem Besitzer in einer Symbiose gelebt haben», seien bekanntermaßen schwer zu vermitteln. Merkel hofft, dass der Gesetzgeber hier eine Lösung findet und Haustiere zukünftig als soziale Komponente betrachtet. (ddp). Quelle: http://www.ad-hoc-news.de/hartz-iv-ist-der-hauptgrund-fuer-abgabe-von-tieren--/de/Wirtschaft-Boerse/Arbeit-Soziales/20046746


21.01.2009: Tierhaltung in Wohnung und Haus aus Rechtsprechungs-Sicht. Ob gemietet oder Eigentum: Tiere daheim können problematisch sein. ImmobilienNews Das News-Portal von ImmobilienScout24 Autor: Boris Borchert. Bei Katzen und Hunden hat der Vermieter das letzte Wort © by ImmobilienScout24. Es müssen nicht 1600 Kanarienvögel sein, wie kürzlich in einer Berliner Mietwohnung aufgefunden, um Ärger mit den Nachbarn oder dem Vermieter zu erhalten. So ist das Verbot, einen Kampfhund in der Wohnung zu halten, von Hauseigentümergemeinschaften nach Ansicht des Kammergerichtes Berlin unabhängig davon gültig, dass es in der Wissenschaft den Ausdruck Kampfhund nicht gibt. Vielmehr richtet sich die Interpretation dann danach, was die Hauseigentümer unter einem Kampfhund verstehen (KG Berlin 24 W 38/03). Der Bundesgerichtshof hat im Jahre 2007 zwar eine Entscheidung des Landgerichts Coburg insoweit bestätigt, wonach eine generelle Klausel, die eine Tierhaltung versagt unwirksam ist, da sie auch Kleintiere wie Goldfische und Hamster erfasst. Der BGH ist allerdings nicht der Ansicht des Landgerichtes gefolgt, dass dadurch auch eine Hunde- oder Katzenhaltung bei Verwendung der Klausel erlaubt sei. Der Bundesgerichtshof hat stattdessen entschieden, dass eine Hunde- und Katzenhaltung wegen der nicht ganz auszuschließenden Gefahr der Gefährdung oder Belästigung von Mitbewohnern oder Nachbarn bei Mehrfamilienhäusern nicht zum vertragsmäßigen Gebrauch der Mietsache gehört. Dementsprechend kann der Vermieter gegen eine Hunde- oder Katzenhaltung sein Veto einlegen. Nicht nur Mieter können wegen Tierbesitzes Ärger bekommen. So hat das Landgericht Coburg (11 O 660/07) kürzlich erläutert, dass ein Hundehalter selbst dann haften kann, wenn sein Hund im Hof angekettet ist. Dies kann nach Ansicht des Gerichtes der Fall sein, wenn der Hund aus früherer Beobachtung zu Beißattacken neigt. Ein Klassiker im Nachbarschaftsstreit ist auch nächtliches Hundegebell. So hat das Landgericht Schweinfurth zwar entscheiden, dass man einem Hund keine Bellzeiten vorschreiben kann, da der Hund diese nicht versteht. Allerdings ist bei andauerndem Hundegebell, welches den Nachbarn schwer in seinem Ruhebedürfnis stört, für Abhilfe zu sorgen und der Hund im Zweifelsfall abzuschaffen. URL: http://www.immobilienscout24.de/news/recht/10831.html


09.12.2008: Neid auf vier Pfoten - Hunde verweigern die Zusammenarbeit, wenn sie sich benachteiligt fühlen Hunde können Neid empfinden, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen. In Experimenten mit den Tieren fanden Wissenschaftler um Friederike Range von der Universität Wien nun heraus, dass die Tiere sensibel auf ungleiche Belohnung reagieren können. Bisher waren solche über reinen Futterneid hinausgehenden Neid- und Eifersuchtsgefühle nur von Primaten bekannt. Bei den Experimenten saßen jeweils zwei Hunde nebeneinander, die gelernt hatten, fremden Personen die Pfote zu reichen. Einer der beiden nahm dabei die Rolle des Versuchstiers ein, während der zweite Hund als Kontrolltier diente. Folgten die Tiere den Anweisungen, die Pfote zu geben, bekamen sie als Belohnung entweder eine Wurst oder ein kleines Stück Brot. Um Aufregung für die Tiere zu vermeiden, stand der Besitzer hinter ihnen, so dass sie ihr Herrchen wahrnehmen konnten. Während der Untersuchungen vermieden die Forscher jeden Blickkontakt mit den Hunden, um die Ergebnisse nicht zu beeinflussen. Die Wissenschaftler untersuchten das Neidempfinden der Vierbeiner, indem sie den Kontrollhund fütterten, ohne dass dieser eine Aufgabe erfüllen musste, während das Versuchstier trotz gehobener Tatze leer ausging. In einer zweiten Versuchsanordnung mussten zwar beide Hunde ihre Pfoten heben, belohnt wurde jedoch nur der Kontrollhund. Unabhängig davon, ob der Partnerhund den Befehl befolgte und danach gefüttert wurde oder ob er auch ohne Tätigkeit belohnt wurde, beobachtete der Versuchshund die Futtergabe an den Kontrollhund argwöhnisch. Nach einigen Versuchen mit ungerechter Verteilung der Belohnung verweigerten die benachteiligten Hunde die Mitarbeit und waren offenbar aufgrund der unfairen Behandlung beleidigt. Ob der Kontrollhund dabei mit einer wohlschmeckenden Wurst oder nur mit Brot bevorzugt wurde, war irrelevant für den Versuchshund, die Ablehnungsreaktion war stets dieselbe. Bisher waren solche Reaktionen nur bei Primaten wie Schimpansen oder Kapuzineräffchen bekannt. Frühere Untersuchungen mit Affen hatten gezeigt, dass diese sehr sensibel auf ungerechte Belohnung bei der Bewältigung identischer Aufgaben reagieren können. Im Gegensatz zu Hunden spielt bei Affen die Qualität der Belohnung jedoch durchaus eine Rolle: Je unterschiedlicher die einseitige Belohnung ausgefallen war, umso heftiger äußerte sich die Verstimmung der Tiere. Der nun bei den Hunden festgestellte Neidbegriff ist ein evolutionärer Vorläufer der bei Affen vorhandenen Emotion, erläutern die Forscher. Friederike Range (Universität Wien) et al.: PNAS, Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1073/pnas.0810957105. ddp/wissenschaft.de – Stefan Pröll. © wissenschaft.de, Konradin Relations GmbH 2006. Quelle: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/298191


25. Dezember 2007: TIERTAFEL HAMBURG - Hartz IV für den Hund: Von Timo Gramer. Fressen, Flohkuren, Streicheleinheiten: Die Hamburger Tiertafel hilft denen, die selbst nicht viel übrig haben - und noch weniger für ihre Haustiere. Der Andrang ist riesig. Hamburg - "Ich würde lieber selbst verhungern, bevor meinem kleinen Simba der Magen knurrt", behauptet Gabriele Dieckmann und streichelt ihrem fünfjährigen Labrador traurig über den Kopf. Wie jeden Mittwochnachmittag stellen sich Simba und Frauchen in die langen Schlange vor der Hamburger Tiertafel. Die 48-Jährige ist arbeitslos und eine von mehr als 142.000 Hartz-IV-Empfängern in der Hansestadt. Ohne die kostenlosen Rationen könnte sie ihren geliebten Vierbeiner nicht über die Runden bringen: "Das Zeug gegen Flöhe kostet 34 Euro, eine Wurmtablette 22 Euro. Ganz zu schweigen von dem Futter, das mein Simba braucht. Eigentlich kann ich mir mit 345 Euro im Monat gar kein Haustier leisten." Oftmals droht Bedürftigen mit der finanziellen auch die soziale Verarmung. Viele der mehr als 300 in der Schlange Wartenden leben allein und haben in ihrem Haustier den einzigen echten Partner im Leben. Damit sie ihre treuen Vierbeiner auch weiterhin an ihrer Seite haben können, öffnete die Hamburger Tiertafel vor rund drei Monaten ihre Pforten. "Der Bedarf in Hamburg ist sehr groß, denn hier in der Großstadt leben besonders viele Menschen, die ihre Tiere nicht mehr ausreichend versorgen können", erläutert Claudia Hollm, Gründerin des derzeit in sechs deutschen Städten aktiven Vereins "Tiertafel Deutschland", die Motivation für ihr tierisches Projekt. In der Hansestadt ist Bettina Elze, 41, für die Tiertafel zuständig. Gemeinsam mit ihrem sechsköpfigen Team kümmert sich die Reiseverkehrskauffrau ehrenamtlich um Hund, Katze und Co. "70 Prozent unserer Klientel lebt von Hartz IV. Wir machen sie und ihre Tiere für einen kurzen Moment glücklich." Während im Treppenhaus Gabriele Dieckmann und ihr Hund Simba ausharren, arbeitet das Team der Tiertafel im Keller unter Hochdruck: "Zwei große Hunde, drei Katzen und ein Meerschweinchen", ruft Helferin Elze hektisch ihren Kollegen zu. "Uff", stöhnt Ulla Müller-Schlichting, "da müssen wir für die aber ein besonders großes Paket schnüren!" Von Diätfutter über Katzenstreu bis hin zu Leckereien gegen Nierenleiden - die Auswahl für das schnurrende und kläffende Klientel scheint unerschöpflich. Zudem beraten die Mitarbeiter der Tiertafel bei medizinischen Fragen und stellen bei Bedarf einen kostenlosen Kontakt zu Tierärzten her. "Meine Katzen essen doch gar kein Hühnchen", klagt eine ältere Frau, als ihr Bettina Elze drei Dosen Futter über die Ausgabetheke reichen will. "Nun gut, dann gibt es eben Thunfisch", entgegnet Elze - und tauscht die Packungen aus. "Viele unserer Kunden hatten doch schon vor ihrer Arbeitslosigkeit ein Haustier. Hier geht es nicht um Hundepensionen oder luxuriöse Tier-Ressorts - wir wollen doch bloß mit Hilfe privater Spenden gewährleisten, dass die Menschen ihre geliebten Tiere behalten können", so Elze. Gabriele Dieckmann ist am Ende ihrer Kräfte. Mehr als zwei Stunden hat sie mit Hund Simba gewartet, nun packt sie Dosen und Trockenfutter in ihren Plastikbeutel: "Das reicht immer so drei Tage für meinen Kleinen", sagt die 48-Jährige zu den Mitarbeitern der Tiertafel. "Nächste Woche stehen Simba und ich garantiert wieder bei Ihnen in der Schlange." Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,524857,00.html


12.12.2007: Erfolg für Biologin - Wienerin erforscht Hunde-Intelligenz: Auf der Wiener Universität konnte jetzt bewiesen werden, dass Hunde nicht nur gut schnüffeln und auf Befehle gehorchen können. Biologin Friederike Range brachte auch ihrem Border Collie bei, Fotos am Bildschirm zu unterscheiden. Hunde sind nicht nur der sogenannte „beste Freund des Menschen“, sie agieren zum Teil auch so wie ihr Frauerl oder Herrl. Jetzt konnten Forscher der Wiener Universität Wien beweisen, dass Hunde Inhalte auf Fotos, dargestellt an Bildschirmen, nicht nur erkennen, sondern sie auch danach sortieren können. Das Training. Die Biologin Friederike Range und ihre Kollegen trainierten die Hunde vor Computer-Bildschirmen mit Touchscreen-Funktion (das heißt, Bilder können mit Druck auf die Mattscheibe ausgewählt werden). Den Tieren wurden am Beginn der Aufgabenstellung gleichzeitig Fotos von Hunden sowie von diversen Landschaften präsentiert. Wenn die Vierbeiner mit ihrer Schnauze auf das abgebildete Hundebild stupsten, wurden sie von den Forschern jeweils mit einem Leckerli belohnt. Die Beweisführung. Nach diesem Anlernen ging es dann komplizierter für die Hunde weiter. Ihnen wurden 40 neue Fotos ihrer Artgenossen und andere Landschaftsbilder gezeigt. Und die Sensation: Die Übungs-Hunde wählten nur mehr die Hundeaufnahmen aus. Die Testreihe wurde öfters mit anderen Fotos wiederholt – immer die gleiche ­Reaktion. Für die Forscher steht damit fest: Die Hunde konnten ihr während des Trainings erworbenes Wissen auf neue optische Reize übertragen – sie können die Bilder klar unterscheiden. Quelle: http://www.oe24.at/zeitung/wissen/article182000.ece


05.11.2007: „Nicht die Rasse macht einen Hund gefährlich“.
Nicht die Rasse macht einen Hund gefährlich - das sagt Romana Spitschu, Tierverhaltenstherapeutin aus Heinsheim. Im Gespräch mit Adrian Hoffmann erklärt sie, wer bei einem Kampfhunde-Unfall wie dem vor wenigen Wochen in Treschklingen verantwortlich ist und weshalb sie einen Hund-Führerschein viel sinnvoller halten würde als alles andere. Weiter unter http://www.stimme.de/nachrichten/kraichgau/art1943,1126756


16.10.2007: Warum Logik für Hunde manchmal unlogisch ist. Menschen beeinflussen das Verhalten der Tiere stärker als die eigenen Schlussfolgerungen. Hunde lassen sich bei ihren Entscheidungen stärker vom Menschen leiten als von ihren eigenen logischen Schlussfolgerungen. Das schließen zumindest ungarische Forscher aus einer Reihe von Experimenten. Obwohl die Hunde durchaus in der Lage sind, korrekte logische Schlüsse aus den ihnen bekannten Informationen zu ziehen, entscheiden sie sich für die falsche Alternative, wenn diese offensichtlich vom Menschen bevorzugt wird. Hunde interpretieren menschliches Verhalten. Für ihre Untersuchungen testeten die Forscher insgesamt 35 Hunde, darunter sowohl reinrassige Tiere als auch Mischlinge. Im ersten Experiment sollten die Hunde ihr Lieblingsspielzeug, einen Ball, finden, der unter einem von zwei identischen Blumentöpfen verborgen war. Während des Tests wurden die Töpfe vor dem Versuchstier in unterschiedlichen Kombinationen und unterschiedlichen Reihenfolgen angehoben, jedoch immer so, dass der der Hund Informationen darüber bekam, ob sich der Ball unter dem jeweiligen Versteck befand oder nicht. In einigen Versuchen schaute der Versuchsleiter zusätzlich dreimal zwischen einem der Verstecke und dem Hund hin und her. Fand der Hund den Ball, durfte er zur Belohnung für einige Sekunden damit spielen. Das zweite Experiment wurde genauso durchgeführt wie das erste, allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Die Blumentöpfe wurden von einen Nebenraum aus mit Hilfe von dünnen Nylonfäden angehoben, so dass der Hund diesmal bei seiner Entscheidung nicht von einem Menschen beeinflusst werden konnte. Das Ergebnis: War kein Mensch im Raum, verließ sich der Hund auf die Logik. Sah er beispielsweise, dass sich unter einem der beiden Töpfe kein Ball befand, wählte er folgerichtig das andere Versteck. War hingegen der Versuchsleiter anwesend, veränderte das Tier sein Verhalten drastisch. So entschied es sich immer für den Topf, an dem der Mensch das größere Interesse gezeigt hatte – unabhängig davon, ob der Ball darunter lag oder nicht. Das zeige zweierlei, schreiben die Forscher: Der Versuch demonstriere einerseits, wie gut Hunde das menschliche Verhalten beobachten und es interpretieren können. Andererseits deute er darauf hin, dass sich die Tiere nicht deswegen hin und wieder unlogisch verhalten, weil sie nicht intelligent genug sind, sondern deswegen, weil es für sie Priorität hat, dem Menschen zu gefallen – und das habe sich während der gemeinsamen Evolution von Hund und Mensch möglicherweise als vorteilhafter herausgestellt, so die Wissenschaftler. Ágnes Erdőhegyi (Eötvös-Loránd-Universität in Budapest) et al.: Animal Behaviour, Band 74, Seite 725. ddp/wissenschaft.de – Tobias Becker © wissenschaft.de, Konradin Relations GmbH 2006. http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/284632.html


16.10.2007: Hunde, die bellen, beißen nicht. Wenn ein Hund zubeißt, sind immer zwei beteiligt: Hund und Opfer. Viele Menschen haben Angst vor Hunden - und Hunde? Diese sind Rudeltiere und folgen ganz bestimmten Regeln. Doch diese Regeln sind den wenigsten Menschen vertraut. Gibt es mögliche Therapien, Auswege für beide Seiten? Was sind die Ursachen, wenn ein Hund zubeißt? Experte Dr. Ronald Lindner klärt auf: Kommunikation Hund – Mensch. Hunde verstehen sich kommunikativ in der Tat relativ gut mit Menschen und dies trotz vielfältiger Interpretations- und Kommunikationsfehler auf Seiten der Menschen. Über Jahrtausende hinweg bevorzugte der Mensch diejenigen Tiere, die am besten mit ihm kommunizieren konnten. Dennoch sind immer noch Missverständnisse zwischen Hund und Mensch an der Tagesordnung, da die Menschen nicht akzeptieren können (und wollen), dass wir die "Sprache" der Hunde lernen müssen, um sie besser verstehen (und beeinflussen) zu können und nicht umgekehrt. Hunde und Menschen "sprechen" verschiedene Sprachen. Anders als wir Menschen verständigen sich Hunde non verbal (ohne Worte), besitzen dafür jedoch ein multifaktorielles System der verschiedensten Kommunikationsformen (taktil, olfaktorisch, optisch, akustisch). Sie verfügen über ein ausgeprägtes Ausdrucksverhalten (Fähigkeit zur Gestaltwahrnehmung), welches zur Kommunikation von uns Menschen genutzt werden sollte. Nur der adäquate Umgang mit Hunden durch Kennen, Beachten und Nutzen ihrer angeborenen Ausdrucksformen macht eine Verständigung möglich und trägt zur Vermeidung der Vermenschlichung unserer Hunde bei. Fazit: Hunde können nur die Kommandos ausführen, die ihnen der Mensch vorher beigebracht beziehungsweise antrainiert hat! Kommunikation - wie funktioniert sie? Hunde haben eine besondere Fähigkeit, sich nicht nur über vielfältige Einzelmerkmale (sehen, riechen, hören, fühlen) zu verständigen, sondern diese in bestimmten Kombinationen einzusetzen. Menschen, die mit ihren Hunden ganzheitlich kommunizieren, in dem sie Gestik, Mimik, Lautstärke und Klang der Stimme so anpassen beziehungsweise kombinieren, dass sie vom Hund optimal verstanden werden, erlangen so viel schneller und häufiger die Aufmerksamkeit ihrer Tiere. Nur über das geänderte Verhalten des Hundes können wir erfahren, ob und wie unsere Signale bei diesem angekommen sind. Die Kommunikation mit Hunden setzt Wissen über die "Hundesprache" voraus, da Hunde Menschenverhalten nach "hundlichen" Maßstäben interpretieren und sich Menschen und Hunden gegenüber im Prinzip gleich verhalten. Natürlich ist dies abhängig davon, ob und in wieweit der Hund den Umgang mit Menschen seit frühester Welpenzeit als etwas Positives erleben konnte. Ein Beispiel: Ein lachender Mensch, der sich zum Hund herunterbeugt und ihm tief in die Augen schaut, ist für einen gut sozialisierten Hund, der frühzeitig diese menschliche Geste als nicht bedrohlich kennen lernen konnte, eine freundliche Erscheinung. Im Normalfall jedoch bedeutet dieses Verhalten aus Hundesicht eine Bedrohung, die Lefzen zeigt, drohfixiert und Distanzverringerung vollführt. Aus dieser Situation kann es zu einem Angstverhalten beim Hund kommen. Wenn dieses nun wiederum falsch interpretiert wird, indem man als Mensch weiter die Distanz zum Hund verringert und der Hund nicht ausweichen kann, wird er (aus der Angst heraus) zunächst Drohverhalten (Lefzen heben, Nasenrückenrunzeln, Knurren, Bellen) gegenüber dem Menschen zeigen. Wenn auch dies vom Menschen nicht als eindeutiges Signal "...bis hierhin und nicht weiter!" verstanden und akzeptiert wird, kann es schnell zur Eskalation der Angstaggression kommen - der Hund beißt zu. Niemand wird in der menschlichen Gesellschaft verlangen können, dass ein Mensch ohne Lernmöglichkeiten sofort eine Fremdsprache beherrscht. Da es nicht möglich ist, dass Hunde "deutsch" oder eine andere verbale Sprache lernen, sollten wir uns bemühen, die "Hundesprache" und das Verhalten unserer Vierbeiner zu studieren. Die wichtigsten "Vokabeln" der Hundesprache und die häufigsten Missverständnisse zwischen Hund und Mensch: Angstgesicht: Augen groß, große Pupillen, Blick häufig nicht fokussiert, Maulspalte und Lefzen lang nach hinten gezogen, Ohren hinter den Kopf an den Nacken gelegt. Unterordnungsgesicht: Es sieht, bis auf die Pupillen, so aus wie das Angstgesicht. Spielgesicht: Übertriebenes Zeigen von allen möglichen Gesichtsformen im schnellen Wechsel und ohne dass sie im Kontext zusammenpassen. Entspanntes Gesicht: Ohren, Lefzen, Augen und Kopfhaut entspannt in der rassetypischen Grundstellung. Imponiergesicht: Ohren nach vorn gerichtet, Augen fokussieren, Pupillen klein, Kopfhaut angespannt, Lefzen gespannt, Maulspalte kurz. Drohgesicht (unsicher): Angstgesicht; zusätzlich möglich: Nasenrückenrunzeln, geöffnete Maulspalte mit mehr oder weniger entblößten Zähnen. Drohgesicht (sicher): Imponiergesicht; zusätzlich möglich: Nasenrückenrunzeln, geöffnete Maulspalte mit mehr oder weniger entblößten Zähnen. Klappen der Kiefer. Unsicherheit/Angst: Körper zusammengeschoben und leicht nach hinten gedrückt, eingeknickte Gliedmaßen ("kleine Gestalt"), Schwanz unter den Bauch gezogen, Hals eingezogen.  Sicher/Imponieren: Körper groß gemacht und leicht nach vorn geschoben, Beine steif durchgedrückt, Schwanz hoch getragen. Neutral: Körper und Schwanz in rassetypischer Grundstellung. Spiel: Übertriebene Bewegungen und schneller Wechsel von diversen Körperstellungen ohne "Ernstbezug". Typisch ist die "Vorderkörpertiefstellung". Bindungsfördernd und wichtig für eine tiergerechte Kommunikation zwischen Mensch und Hund sind Streicheleinheiten im Bereich des Kopfes und Körpers, was die Bindung festigt und soziale Sicherheit gibt. Das Anstupsen des Menschen mit der Nase, das ins Maul nehmen von Händen, der Einsatz von Zunge beziehungsweise das Knabbern mit den Zähnen kann eine Aufforderung zum Spiel, zu Streicheleinheiten oder einfachem Kontakt sein. Aber nicht jeder Hund ist sozial sicher und angstfrei erzogen worden und empfindet den Kontakt mit Menschen und die Berührung durch Hände als etwas Positives! So ist Schlagen als physisches Strafen im Verhaltensrepertoire der Hunde nicht vorhanden, weshalb Hunde dieses menschliche Fehlverhalten nicht nachvollziehen können. Das Ergebnis sind handscheue Hunde, die aus Unsicherheit und Angst vor menschlichen Kontakten zu sogenannten "Angstbeißern" werden! Des Weiteren gibt es zahlreiche mögliche Missverständnisse in der taktilen Kommunikation zwischen Hund und Mensch. So kann ein Kopf- oder Pfoteauflegen als Imponiergeste, ein Wegdrängen oder Anrempeln als "Bodycheck" missverstanden werden und zur Konfrontation führen. Fazit: Nicht jeder Hund sollte gleich und sofort bedrängt und angefasst werden. http://www.mdr.de/hier-ab-vier/fiffiundco/4923601.html


13.10.2007: Die lächelnde Schnauze. Von Elke Bodderas. Von wegen Wolfserbe: Nicht nur das Lachen hat der Hund vom Menschen gelernt - auch die Art zu kommunizieren und zu fühlen. Im Hund menschelt es mehr als gedacht. Die Begegnung zwischen Hund und Wolf endet immer in einer Katastrophe. Eine Kette von Missverständnissen, die rasch eskaliert und meist darin gipfelt, dass einer von beiden sich schleunigst aus dem Staub macht, meistens der Wolf. Hund und Wolf sind einander unheimlich geworden, das Verhältnis so zerrüttet wie im Märchen die Beziehung zwischen Wolf und Mensch. Der Grund: Im heutigen Hund menschelt es mächtig, viel mehr, als Verhaltensforscher es bei Hasso und Co. für möglich hielten. Über Jahrtausende der Zweisamkeit hat sich der beste Freund des Menschen seinem Herrchen angenähert. Lange galt der Hund als verweichlichter Isegrim, in seiner Ausdruckskraft ein degenerierter Ex-Wolf, dem ein Drittel der Hirnmasse weggezüchtet wurde und der überdies in Abhängigkeit seines Herrchens zum kläffenden Trottel verkrüppelte. Inzwischen wissen Forscher: Der Hund ist nicht dumm. Er ist nur dem Menschen viel ähnlicher als angenommen. Der Verhaltensforscher Brian Hare vom Leipziger Max Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie fasst das so zusammen: "Wir sind sicher, das im Verlauf der Domestizierung viele sozial-kognitiven Fähigkeiten der Hunde mit denen des Menschen verschmolzen sind." Das fängt an bei der Kommunikation. "Ein Wolf verständigt sich mit über 60 verschiedenen Mienen", sagt Dorit Feddersen-Petersen, Verhaltensforscherin am Kieler Institut für Haustierkunde, "der Schoßhund hat nur noch vier bis fünf. Stattdessen hat er sich darauf verlegt, sich über die Stimme auszudrücken." Die meisten Belllaute zählen Verhaltensforscher beim Bullterrier: Belegt sind zwölf verschiedene Arten, mit denen er seinen Willen kundtun kann - die Skala reicht vom halblauten Hecheln, über Bellen, Jaulen bis hin zum Vibrationsknurren. Das Bellen ist für Norbert Sachser, Verhaltensbiologe aus Münster, eine typisch menschliche Adaption: "Wer in der Natur zu laut ist, wird gefressen." In Gegenwart des Menschen ist es umgekehrt: Wer Futter will, muss sich bemerkbar machen. "Der Hund kann Dinge, von denen man lange geglaubt hat, dass nur Menschen sie beherrschen", sagt Harvard-Anthroplogin Juliane Kaminski. Kein Lebewesen versteht es so gut wie der Hund, Mimik und Gestik des Menschen zu lesen. Dass Hunde uns sogar besser verstehen als unsere nächsten biologischen Verwandten, belegt eine Studie mit verstecktem Futter. Schimpansen, domestizierte Wölfe und Hunde traten gegeneinander an. Sie sollten verstecktes Futter finden, das der Versuchsleiter mit Blicken, Gesten oder einem Holzstück anzeigte. Fazit: Von elf Schimpansen und Hunden gelangten neun Hunde und nur zwei Affen ans Ziel. Die Hunde schnitten auch besser ab als Wölfe, obwohl die vom Menschen aufgezogen waren. Den Wölfen wurde das Diktat ihres Instinktes zum Verhängnis: Ein Blick ins Gesicht eines Artgenossen bedeutet blanke Aggression. Dass ein Wolf dem Menschen prüfend-suchend ins Gesicht schaut, ist daher ebenso märchenhaft, wie Isegrim Auge in Auge mit einem Jäger. Anders der Hund: Über Jahrtausende der Zweisamkeit hat er es sich zur Gewohnheit gemacht, die Stimmung des Menschen vom Gesicht abzulesen. "Wenn es darum geht, menschliches Verhalten zu deuten, kommt kein Tier an die Fähigkeiten von Hunden heran", sagt Kaminski. Wölfen lassen sich solche kommunikativen Fähigkeiten auch nicht antrainieren - das zeigten Versuche mit Wolfswelpen der Universität Budapest. Die Jungtiere sollten lernen, über den Menschen an ihre Fressnäpfe zu kommen. Auch nach Wochen war bei den Wölfen der Groschen nicht gefallen, während die Hunde nur auf ihre Bezugspersonen fixiert waren: "Die Wölfe verstehen den Menschen nicht als Schlüssel zum Futter", schreiben die Forscher, "sie sehen nur das Fleisch." Vom Menschen hat der Hund auch das Lächeln gelernt. Unter Wölfen ist es ein Zeichen von Aggression, die Zähne zu blecken. "Der Haushund hat sich inzwischen so an den Menschen angepasst, dass das Zähnezeigen ein Begrüßungssignal ist", sagt der schwedische Verhaltensforscher Erik Zimer. "Der Hund hat vom Menschen das Lachen gelernt." Die symbiotische Beziehung zwischen Homo sapiens und seinem besten Freund schlägt sich auch im Erbgut nieder. Das zeigten jetzt Forscher der University of Texas. Verblüfft stellten sie fest: Was beim Menschen die Gesichtszüge bildet, den Mund breit zieht oder die Nase streckt - das bringt auch das Gesicht des Hundes in Form. Der Schoßhund steht dem Pekinesen ins Gesicht geschrieben, ebenso wie der Wolf dem Schäferhund. Warum beim einen die Schnauze zur Stupsnase geschrumpft ist, während der andere noch immer den Wolf im Gesicht trägt, erklären die Forscher anhand spezieller Abschnitte im Erbgut - die sich in ähnlicher Form auch beim Herrchen wiederfinden. Mensch und Hund verfügen über eine extrem hohe Rate an Dopplungs-Sequenzen, so genannte Tandem-Repeats, eine Seltenheit im Tierreich. "Ich war verblüfft über die hohe Mutationsrate der Tandem-Repeats, die wir in den Genen der Hunde fanden", sagt John Fondon. Die Wissenschaftler hatten sich das Erbgut von 100 Hunderassen vorgeknöpft und untersuchten es auf Dopplungen hin. Während sich das Wolfsgesicht über Jahrtausende hinweg kaum veränderte, hat die Hundeschnauze viele Formgebende Schritte hinter sich. In welche Richtung - das haben offenbar maßgeblich Sequenz und Häufigkeit jener Tandem-Sequenzen bestimmt, so die Forschers: "Sie vergrößern und verkleinern jene Körperteile, die nicht die Evolution beeinflusst." Die DNA besteht aus einer langen Kette von nur vier Bausteinen, symbolisiert durch die Buchstaben A, T, C und G. Diese oder eine andere Abfolge kann sich Hunderte Male ohne Unterbrechung wiederholen: ATCG-ATCG-ATCG-... und so weiter. Verblüfft stellten die Forscher fest: Diese Erbgutdopplungen finden sich ähnlich auch beim Menschen. Auch in ihren Gefühlsäußerungen sind die Hunde dem Menschen viel näher als ihren Vorfahren. "Hunde kenne Freude, Angst, Nervosität und ein schlechtes Gewissen", sagt die Biologin Friederike Range von der Universität Wien, "sie wissen genau, welches Verhalten bestraft wird und reagieren ängstlich in Erwartung der Folgen." Der Hund hat sich auf sein Herrchen eingestellt, nicht umgekehrt. So war das von Anfang an. Die meisten Wissenschaftler sind der Ansicht, dass der Mensch vor 14 000 Jahren eine weniger aktive Rolle bei der Zähmung des Wolfs spielte, als er sich selbst lange zuschrieb. Denn der Wolf hat sich quasi selbst domestiziert. Die Wölfe suchten offenbar von sich aus die Gemeinschaft des Menschen. Warum? Sie bettelten bei Tisch. http://www.welt.de/welt_print/article1261771/Die_laechelnde_Schnauze.html


29.08.2007: Hunde sind klüger als wir denken – BILD. © OTS. (live-PR.com) - Was Hundebesitzer immer schon wussten, ist nun auch wissenschaftlich bewiesen: Hunde sind klüger als wir denken. Sie unterscheiden zwischen dem Ziel einer Handlung und der Handlung an sich Hunde können zwischen sinnlosem und zielgerichteten Verhalten unterscheiden und ihr eigenes Verhalten danach ausrichten, zeigt eine Studie der Kognitionsbiologin Dr. Friederike Range (Dept. für Neurobiologie und Kognitionsforschung, Universität Wien) in der jüngsten Ausgabe des österreichischen Hunde-Fachmagazines WUFF (September/2007, S. 28 ff). Erstaunlicherweise gleichen die Ergebnisse der neuen Studie über Wahrnehmung und selektives Verhalten von Hunden denen einer Studie an Kindern, die 2002 vom Kinderpsychologen György Gergely veröffentlicht wurde. Gergely wies nach, dass Kleinkinder nicht wahllos das Verhalten einer anderen Person nachahmen, sondern sehr wohl bereits deren Ziele beurteilen bzw. einschätzen und ihr Verhalten danach richten. Die Imitation ist eine wichtige Form des Erlernens komplexer Verhaltensmuster in kurzer Zeit, die bisher nur Menschen zugeschrieben wurde. Die im Tiermagazin WUFF im Detail präsentierte und mit Fotos illustrierte Studie von Dr. Friederike Range zeigt überraschender Weise, dass auch Hunde ein solches Verhalten aufweisen: Sie imitieren ein Verhalten nämlich nur dann, wenn es ihnen sinnvoll erscheint. Der Herausgeber des Hundefachmagazins WUFF, der Mediziner Dr. Hans Mosser, sagt dazu: "Die Studie beweist, dass Hunde zwischen dem Ziel einer Handlung und der Handlung an sich unterscheiden, also ein selektives Wahrnehmungsvermögen haben, wie es bisher nur Menschen zugeschrieben wurde. Diese Ergebnisse korrelieren mit anderen wissenschaftlichen Erkenntnissen, nach denen Hunde zwischen unterschiedlichen Strategien bewusst auswählen. Voraussetzung für die Entwicklung solcher Fähigkeiten sind natürlich die artgerechte Aufzucht und Erziehung des besten Freundes des Menschen. Mit der regelmäßigen Veröffentlichung neuester Erkenntnisse zum Thema Hund will das Hundemagazin WUFF einen Beitrag leisten für ein schöneres Leben der Hundehalter mit ihren Hunden", so WUFF-Herausgeber Dr. Hans Mosser. Ref.: "Hundemagazin WUFF", Ausgabe September 2007, S. 28 ff.


26.08.2007: Auswertung der Berichte über die im Jahr 2006 in Nordrhein-Westfalen behördlich erfassten Hunde. http://www.munlv.nrw.de/verbraucherschutz/pdf/auswert_hundebericht_2006.pdf
Auswertung der Berichte über die im Jahr 2006 in Nordrhein-Westfalen behördlich erfassten Hunde
Seit dem 1. Januar 2003 ist dass Hundesgesetz für das Land NRW (LHundG NRW) in Kraft. Das Gesetz legt für die Haltung gefährlicher, näher bestimmter und großer Hunde besondere Pflichten und für den Umgang mit diesen Hunden Verhaltungsanforderungen fest. Das LHundG NRW soll zu einem Rückgang der Beißvorfälle in NRW führen und die Hundehalterinnen und Hundehalter zu einem sachkundigen und verantwortungsvolleren Umgang mit ihren Hunden motivieren. Da sich die Erkenntnisse über die Gefährlichkeit von Hunden und bestimmten Hunderassen verändern, hat der Gesetzesgeber angeordnet, die Auswirkungen des Landeshundegesetzes NRW nach einem Erfahrungszeitraum von fünf Jahren zu überprüfen. Auch das Bundesverfassungsgericht hat in seiner „Kampfhunde-Entscheidung“ vom 16. März 2004 den an Rassekataloge anknüpfenden Bundesgesetzgeber verpflichtet, die weitere Entwicklung und insbesondere das Beißverhalten von Hunden zu beobachten, zu überprüfen und zu bewerten. Um eine entsprechende Überprüfung und Bewertung des LHundG NRW vorzubereiten, wurden die für den Vollzug zuständigen Kommunen gebeten, kalenderjährlich bestimmte Informationen im Zusammenhang mit dem Vollzug des LHundG NRW zu erfassen und zu berichten. Die Berichte wurden von den Bezirksregierungen zusammengefasst und dem MUNLV übermittelt. Das Datenmaterial erstreckt sich auf die behördlich erfassten, im LHundG NRW geregelten Hunde, differenziert nach deren Gefährdungspotenzial. Erfasst wurden amtlich gemeldete Beißvorfälle, positive und negative Entscheidungen über die Befreiung von der Anlein- und Maulkorbpflicht sowie straf- und bußgeldrechtliche Verstöße.


26.08.2007: Die Rangliste der aggressivsten Hunde. Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat aus Anlass des Gefahrhundegesetzes einen "Bericht zur Statistik über gefährliche Hunde" erstellt. Dabei zählten auch Fälle, in  den etwa Schafe gehetzt oder andere Tiere angegriffen wurden. Berücksichtigt wurden Vorfälle zwischen dem 1.Mai 2005 und 30.April 2006. Bezogen auf die polizeilich gemeldeten Vorfälle in Schleswig-Holstein ergibt sich folgende Reihenfolge: 1. Deutscher Schäferhund: 53 Vorfälle, 19 Menschen gebissen und verletzt, davon drei Kinder. 2. Mischling ohne Rassezuordnung: 37 Vorfälle, 10 Menschen gebissen und verletzt, davon ein Kind. 3. Deutscher Schäferhund Mischling: 35 Vorfälle, 15 Menschen gebissen und verletzt, davon zwei Kinder 4. Rottweiler: 29 Vorfälle, 11 Menschen gebissen und verletzt, davon drei Kinder 5. American Staffordshire Terrier: 26 Vorfälle, keine Menschen gebissen. Diese Reihenfolge sagt jedoch nichts über die Gefährlichkeit aus - denn: Hunderassen werden umso gefährlicher beurteilt, je höher die Zahl der Beißattacken im Verhältnis zur Hunde-Population sind, je schlimmer die Verletzungen sind und je mehr sich ein Hund als aggressiv erwiesen hat. Als besonders gefährlich und auf Platz 1 findet sich daher der Jack Russel Terrier (26 Tiere in Schleswig-Holstein) und auf Platz2 American Staffordshire Terrier (203 Tiere). Der Deutsche Schäferhund (mehr als 21 000 Tiere) nimmt hingegen bei der Gefährlichkeit nur Platz 25 ein. (blu)
http://www.shz.de/index.php?MID=30&TEMPLATEID=60&LIVETICKER=1&RUBRIKID=890&REDID=1395130&LIVETICKER=1


26.08.2007: Hunde imitieren Verhaltensweisen nur dann, wenn sie für sie effektiv sind. Bello beweist Köpfchen.  Des Menschen liebster vierbeiniger Begleiter ist noch klüger, als viele bisher dachten: Denn wie österreichische Forscher herausfanden, ahmen Hunde eine beobachtete Tätigkeit keineswegs unüberlegt nach, sondern passen ihr Verhalten an die jeweiligen Bedingungen an. In diversen Verhaltenstests kam das Wissenschaftlerteam um Friederike Range von der Universität Wien zu dem Ergebnis, dass Hunde in der Lage sind, die wichtigsten Informationen einer Situation zu erkennen und zu bewerten. Das heißt, "Bello" kopiert eine von seiner gewohnten Handlungsweise abweichende Tätigkeit nur dann, wenn es die jeweiligen Umstände erfordern. Diese so genannte selektive Imitation galt bisher als eine Fähigkeit, die einzigartig für den Menschen und schon bei Kleinkindern zu beobachten ist. Untersucht wurde diese Fähigkeit anhand einer mit Futter gefüllten Box. Üblicherweise benutzen Hunde das Maul, um die Kiste zu öffnen und an das Futter zu gelangen. Die Box konnte aber auch geöffnet werden, indem man an einer Trapezschaukel zieht. Die Wissenschaftler trainierten nun eine zweijährige Border-Collie-Hündin so, dass sie die Trapezschaukel mit der Pfote bewegte und die Kiste öffnete. Die anderen Hunde beobachteten die Hündin dabei und ahmten die neue Methode nach, um an das Futter zu kommen. Hatte die Collie-Hündin jedoch einen Ball im Maul, benutzten die anderen Hunde nicht mehr ihre Pfote, sondern wieder ihr Maul, so wie es ihnen "natürlich" und unter den Umständen als angebracht erschien. Hunde imitieren demnach nicht blind das Verhalten ihrer Artgenossen, sondern beurteilen, ob es einen Sinn ergibt, schließen die Forscher: Im ersten Test sprach nichts dagegen, das neue, ungewohnte und unbequemere Vorgehen auszuprobieren, und die Vierbeiner imitierten das Verhalten, die Box mit der Pfote zu öffnen. Im zweiten Fall erkannten die Hunde aber, dass sich die neue Methode nur für die Hündin in ihrer speziellen Situation eignete und verzichteten auf die umständliche Nachahmung. Dieses Verhalten der selektiven Imitation gehört zu den wichtigen sozialen Kompetenzen des Menschen. Die neue Studie zeige nun Parallelen zwischen Hunden und Kleinkindern. Hunde seien in diesem Fall dem Menschen sogar ähnlicher als Schimpansen, sagen die Wiener Wissenschaftler. Die Affen würden in ähnlichen Tests immer die einfachste Methode wählen und Ungewohntes nicht kopieren. Die lange, intensive Beziehung zwischen Mensch und Hund könnte eine mögliche Ursache für dieses Phänomen sein, vermuten die Forscher. Ob die Hunde dieses selektive Verhalten auch nach einer längeren Zeitspanne noch zeigen, sollen weitere Untersuchungen klären. Quellen: "Selective Imitation in Domestic Dogs" in Current Biology 2007 17: 868-872 © August 2007-Deutsches Grünes Kreuz e.V. Quelle: http://www.ratgeberbox.de/ratgeber/artikel/artikel_819457.html?print=ye


31.07.2007: Steuerzahlerbund fordert: Weg mit der Hundesteuer. Fachmann: Der Verwaltungsaufwand ist viel zu hoch — Lenkungsfunktion der Abgabe wird ebenfalls bezweifelt. Rochlitz (fp). Mittelsachsen. Die erheblichen Unterschiede bei der Hundesteuer verursacht nicht nur bei Tierliebhabern für erhebliches Kopfschütteln. Knut Schreiter vom Bund der Steuerzahler in Chemnitz: „Die Hundesteuer ist eine so genannte Bagatellsteuer und gehört einfach abgeschafft.“ Bislang wurden schon acht dieser Steuern abgeschafft, darunter die Tee- , Zucker- und Salzsteuer (alle 1993). Schreiter begründet die radikale Forderung damit, dass der Verwaltungsaufwand viel zu hoch sei. Außerdem bezweifelt er die Lenkungsfunktion der Steuer.
Quelle: http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/LOKALES/ROCHLITZ/980882.html


25.07.2007: Wie viel ist mir mein Hund Wert? POLIXEA-Kommunal erklärt wieso es überhaupt eine Hundesteuer gibt. Der Hund ist des Deutschen liebstes Haustier, Freund in allen Lebenslagen, Beschützer und ein ziemlicher Kostenbringer. Nicht nur, dass Hasso ordentlich gefüttert werden muss. Auch die Hundesteuer schlägt zu Buche. Je nach Wohnort kann sie bis zu 150 Euro pro Jahr betragen. Immer wieder klagen Hundehalter, weil sie dafür von den Kommunen wenig zurückbekommen. Nicht jede Stadt stellt z.B. Hundetoiletten bereit. Die Halter sind jedoch oft der Meinung, für ihre Steuer gebühre ihnen eine Gegenleistung. POLIXEA Kommunal erklärt die Hintergründe. Die Deutsche Geschichte ist auch eine Geschichte der Hundesteuer. Bereits im Jahre 1500 gab es ein sogenanntes „Hundekorn“. Durch eine Kornabgabe konnten sich die Bauern von der Hundegestellungspflicht im Rahmen von Jagdfrontdiensten freikaufen. Im Jahre 1810 wurde zum ersten Mal die heutige Hundesteuer erhoben. Damals galt es als Luxus, ein Tier zum eigenen Vergnügen zu besitzen. Daher war die Hundesteuer auch eine Luxussteuer. Innerhalb der EU gibt heute es immer weniger Länder die überhaupt noch eine Hundesteuer erheben. Frankreich zum Beispiel hat sie im Jahre 1979 abgeschafft, England 1990. Zudem sind die Hundesteuern in Deutschland im letzten Jahr, im Gegensatz zu allen anderen europäischen Ländern, gestiegen. Ein Umstand, der bei bundesrepublikanischen Hundehaltern für Unmut sorgt. Laut Gesetz wird durch die Hundesteuer, die Hundehaltung besteuert. Die Hundesteuer ist eine Aufwandssteuer, d.h. sie wird für den Aufwand erhoben, den der Hundehalter für eine artgerechte Tierhaltung tagtäglich aufbringen muss. Dadurch soll sichergestellt werden, dass ein Halter sich sein Tier auch leisten, insbesondere ordentlich ernähren und pflegen kann. Zusätzlich soll durch die Hundesteuer die Zahl der Hunde in einer Stadt begrenzt werden. Entgegen der allgemeinen Annahme wird die Hundesteuer nicht wegen der Kosten erhoben, die anfallen, um den Kot der Tiere zu beseitigen. Diese werden über die Gebührenhaushalte (z.B. Abfall) abgeglichen. Trotzdem gibt es für die Kommunen keinen Zwang Hundetoiletten aufzustellen, denn eine Steuer verlangt nie eine Gegenleistung. Das Aufstellen von Hundetoiletten erfolgt immer auf freiwilliger Basis und ist ein Dienst am Bürger. Allein in Hamburg verursachen 40000 Vierbeiner übrigens täglich zwölf Tonnen entsorgungsbedürftiges Material. Erhoben wird die Steuer von der Kommune. Daher variieren die Höhe der Hundesteuer von Stadt zu Stadt. So viel muss ihnen ihr Hund in den einzelnen Kommunen Wert sein: Saarbrücken: 85,92€, München: 76,80€, Stuttgart: 108€, Wiesbaden: 75€, Leipzig: 96€, Dortmund: 144€, Köln: 141€, Essen: 141,12€, Hannover: 120€, Schwerin: 76,50€. http://www.polixea-kommunal.de/index.php?module=Pagesetter&func=viewpub&tid=86&pid=82&meid=171


19.07.2007 (dpa): Kein Problem mit Kampfhunden. Zahl der gemeldeten Tiere stagniert / Wesenstest ist Pflicht / Verstärkte Kontrollen. WIESBADEN - Von Patrick Körber Obwohl der Eindruck im Straßenbild ein anderer sein mag: Die Zahl der Kampfhunde in Wiesbaden stagniert. 220 sind derzeit gemeldet, heißt es seitens der Stadt. Sie alle haben die Wesensprüfung bestanden. Die Bisse waren tödlich. Zwei Kampfhunde fielen auf einem Hamburger Schulhof über einen sechsjährigen Jungen her. Ohne ersichtlichen Grund zerfleischten sie seinen Hals und Kopf. Der Junge starb vor Ort an seinen Verletzungen. Der Halter hatte seine Tiere nicht bändigen können. Der Fall hatte im Jahr 2000 deutschlandweit für großes Entsetzen gesorgt. Es war und blieb nicht der einzige folgenschwere Zwischenfall mit Kampfhunden. Getragen von der Welle der Empörung reagierten Länder und Kommunen – wie auch Hessen. So führte das Bundesland eine sogenannte Kampfhunde-Verordnung ein, die von elf Hunderassen einen Wesenstest verlangt und Auflagen für die Hundehalter vorsieht. Hunde, die den Wesenstest nicht bestehen, können auf Anordnung der Behörden eingeschläfert werden. Fast 400 gefährliche Hunde wurden daraufhin im Jahr 2000 in Hessen eingeschläfert. Vielleicht liegt es an der gesetzlichen Regelung, dass die Zahl der in Wiesbaden gemeldeten Kampfhunde stagniert. 220 Kampfhunde, die den Wesenstest bestanden haben, seien in der Stadt angemeldet, berichtet Rathaus-Sprecher Siggi Schneider. In letzter Zeit seien die Kontrollen des Ordnungsamtes verstärkt worden, die Hunde darauf überprüft worden, ob sie ordnungsgemäß angemeldet sind. Bei den Kontrollen sei kein "illegaler" Hund aufgefallen, so Schneider. Die als potenziell gefährlich eingestuften Hunderassen müssen einen Chip im Fell tragen, der Auskunft über ihre Identität gibt. Als gefährliche Hunde hat der Gesetzgeber folgende Rassen eingestuft: Pitbull-Terrier, American Staffordshire-Terrier, Staffordshire-Bullterrier, Bullterrier, American Bulldog, Dogo Argentino, Fila Brasileiro, Kangal (Karabash), kaukasischer Owtscharka, Mastiff und Mastino Napoletano. Etwa zehn Hundebisse (alle Rassen) würden dem Ordnungsamt jährlich gemeldet. Die Zahl sei in den vergangenen Jahren weitgehend gleich geblieben. Es seien aber in der Regel keine Kampfhunde, die als bissig auffielen, so der Rathaus-Sprecher. Die gemeldeten Hunde müssten sich wie Kampfhunde auch einem Wesenstest unterziehen. Wer seinen Kampfhund nicht bei der Stadt anmeldet, muss mit einem Bußgeld von bis zu 5000 Euro rechnen. Wer seinen Kampfhund, der den Wesenstest nicht bestanden hat, nicht an die maximal zwei Meter lange Leine nimmt, kann mit einem Bußgeld von 25 Euro belegt werden. Leinenzwang gilt übrigens für alle Hunde an Brücken, Unterführungen und Rampen. Bußgeld droht Für jeden Hund sind die Halter steuerpflichtig, so kostet der erste Hund - gleich zu welcher Rasse er gehört - 75,60 Euro, jeder weitere Hund 151,20 Euro. Die Stadt Frankfurt hatte die Hundesteuer für Kampfhunde auf fast 1000 Euro pro Jahr erhöht, um den Besitzern das Halten der Tiere zu verleiden. Allerdings hatte das Verwaltungsgericht Kassel diese Regelung nach Klagen von Hundehaltern wieder kassiert. Trotz der gleichen Hundesteuer müssen Kampfhundebesitzer mehr Geld hinblättern, denn der Wesenstest für einen Kampfhund kostet rund 150 Euro. Die Sachkundeprüfung, der sich der Hundehalter unterziehen muss, kostet weitere 50 Euro. Diese Tests, die Experten durchführen, müssen alle zwei Jahre wiederholt werden. Quelle: http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=2901622


04.05.2007: Hartz IV vor Tierliebe. Einstein, © Sozialticker 2007 - Alle Rechte vorbehalten - Vermehrt müssen sich Leistungsberechtigte nach dem SGB II oder SGB XII ( ALG II oder Sozialgeld ) anhören, ob ihnen eine Tierhaltung zugesagt werden kann, weil die Regelsätze keine Regelungen zur Tierhaltung beinhalten und so dieses Geld vom eigentlichen Verwendungszweck, dem des “Überlebens des Leistungsbeziehers” somit nicht zur Verfügung steht. Wie Medien zu gerne in jüngster Zeit berichten, gönnen sich Leistungsbezieher selber nicht einmal das Nötigste, nur damit es den “Liebsten” an nichts mangelt. Tierarzt, Untersuchungen, Nahrung und vielerorts immer noch die Hundesteuer, von denen nur wenige Städte und Gemeinden die sozial Schwachen befreien. Ist somit Tierhaltung eher eine Last für Leistungsbezieher? Für diese Menschen nicht, das machte die berührende Reportage des ZDF 37 -Grad “Frauchens letzter Cent”, mehr als deutlich. Die Tiere geben Wärme inmitten einer als kalt empfundenen Gesellschaft. Sie strukturieren den Alltag, sind der einzige Grund für das langzeitarbeitslose Herrchen, morgens überhaupt aufzustehen. Wenigstens für den Vierbeiner kann man sorgen, wenn man schon zum Sorgenkind des Sozialstaates geworden ist. Und von denen wird man selbst dann noch angehimmelt, wenn alle längst auf einen herabgucken. Außerdem sollte nicht vergessen werden, dass so manche Tierhaltung bereits vor Leistungsbezug eingegangen wurde und es der christlichen Nächstenliebe entsprechen sollte, einmal eingegangene Verpflichtungen auch fortzuführen. Gerade von politischen Vertretern, die ein - christlich - im Parteilogo symbolisch vor sich her tragen, hätte man hier bei den Regelsätzen etwas mehr Feingefühl erwarten können. Sollte der Leistungsbezug auch gleichzeitig die Abschiebung der Tiere in Tierheime oder schlimmer noch die Einschläferung Konsequenz verfehlter politischer Überlegungen sein? Dieser Ausdruck ist Bestandteil der Internetinformationen von "Der Sozialticker e.V." auf: http://www.sozialticker.com. URL für diesen Ausdruck: http://www.sozialticker.com/hartz-iv-vor-tierliebe_20070504.html


01.02.2007: Tierheim Die Sozialgesetze lassen Zuschüsse nicht mehr zu. Hunde kriegen kein Hartz IV. Hinter fast jedem zweiten Haustier, das im Lüneburger Heim abgegeben wird, steht ein Fall von Arbeitslosigkeit. Die Besitzer können das Futter nicht mehr bezahlen. Von Carolin George (Lüneburg). Ein paar Tage hielt es die Lüneburger Familie mit dem Tier aus, das sie nach dem Vorbild im Kinderfilm "Stuart Little" gekauft hatte: eine Ratte. Dann brachten sie den Nager ins Lüneburger Tierheim - die Realität hatte mit dem Film dann wohl doch zu wenig zu tun. Mehr als 1400 Tiere fanden im vergangenen Jahr ein vorübergehendes Zuhause an der Bockelmannstraße. Und es werden immer mehr. Ein Grund dafür ist Hartz IV. Bekamen Sozialhilfeempfänger früher noch einen Zuschuss für Tierhaltung, gibt es diese Extras heute nicht mehr. Wer Arbeitslosengeld II bekommt, erhält eine Überweisung auf sein Konto, mit der alles abgedeckt ist. "Einzelleistungen wie nach dem Sozialhilfegesetz gibt es nicht mehr", bestätigt Lüneburgs Arge-Leiter Rolf Sixt. Die Folge: Immer mehr Langzeitarbeitslose und ehemalige Sozialhilfeempfänger müssen ihre Tiere abgeben. Als Selina Martens von der neuen Regelung hörte, schwante der Geschäftsführerin des Lüneburger Tierheims zwar schon etwas, aber "dass es so schlimm wird, habe ich nicht geahnt". 40 bis 50 Prozent der Hunde und Katzen werden mittlerweile zu ihr gebracht, weil die Halter sie sich schlichtweg nicht mehr leisten können..Oder weil sie wegen der Hartz-IV-Bestimmungen ihre Wohnung wechseln müssen und mit einem Vierbeiner keine neue finden. "Bevor man selbst auf der Straße steht, muss eben das Tier dran glauben", sagt Martens. Einmal allerdings konnte die 42-Jährige so eine Geschichte noch zum Happy End führen: Der Vermieter sah nach einigen Telefonaten ein, dass ein Tierheim kein angemessenes Zuhause für einen 14-jährigen Hund ist und ließ den haarigen Gefährten schließlich doch mit einziehen. Doch solche Fälle sind die Ausnahme. Die anderen sind einfach nur "bitter", sagt Selina Martens. "Die Spirale geht nach oben", sagt die gelernte Tierpflegerin, denn "Hartz-IV-Empfänger leben am Limit". Die 40 bis 60 Euro monatlich für einen Hund für Futter, Tierarzt, Impfungen und Wurmkuren sprengen bei den geringen Einkommen irgendwann jedes Portemonnaie. Seit rund 30 Jahren gibt es die Anlaufstelle für verwaiste Haustiere, fast die Hälfte des Jahresetats von 250 000 Euro muss der Tierschutzverein an Spenden zusammensammeln. Hart am Limit wirtschaftete das Tierheim 2006, denn laut dem Vereinsvorsitzenden Thomas Becker hatte "die Bereitschaft und das Vermögen der Menschen zu spenden deutlich abgenommen". Mit einem neuen Konzept suchen Becker und Martens daher neue Spender: Ab fünf Euro monatlich können Privatleute und Firmen Patenschaften für einzelne Zwinger übernehmen. Weitere Informationen dazu gibt Tierheimchefin Selina Martens unter 04131/8 24 24..Geöffnet ist die Einrichtung an der Bockelmannstraße 3 montags, dienstags, donnerstags und freitags von 14.30 bis 16.30 Uhr sowie sonnabends in der Zeit von 13.30 bis 16.30 Uhr.(Erschienen am 31. Januar 2007, Hamburger Abendblatt)


16.01.2007: Hartz IV reicht nicht fürs Tier. Viele Hartz-IV-Empfänger sind nach Beobachtung des Berliner Tierheims gezwungen, ihre Hunde und Katzen abzugeben, weil sie sich deren Unterhalt nicht mehr leisten können. Der Sprecher des Tierheims, Marcel Gäding, bestätigte gestern einen entsprechenden Pressebericht. "Von den 15.000 Tieren, die jährlich zu uns kommen, wird etwa ein Fünftel aus wirtschaftlichen Gründen abgegeben. Das geschieht oft mit Tränen in den Augen", so Gäding. Schuld sind offenbar die hohen Unterhaltskosten, die für Hunde und Katzen anfallen. Laut Gäding kostet allein das Futter für einen Hund im Monat 50 bis 80 Euro. Dazu kommen Tierarztkosten und die jährliche Hundesteuer von 120 Euro. Im vergangenen Jahr hatte der Berliner Tierschutzverein von der Politik gefordert, die Hundesteuer für Hartz-IV-Empfänger auszusetzen. (taz Berlin lokal vom 16.1.2007, S. 22)


22.11.2006: Haustierbesitzer leben gesünder. Liebe Leserin, lieber Leser, ich freue mich jeden Abend, wenn es sich mein Kater neben mir auf der Couch bequem macht und sich wohlig schnurrend streicheln lässt. Sofort hebt sich meine Stimmung und aller Stress fällt von mir ab. Vor diesem Hintergrund war ich nicht überrascht als ich gelesen habe, dass eine vom Bundesministerium für Forschung in Auftrag gegebene Studie zu dem Schluss kommt, dass Haustierbesitzer gesünder leben. Bei Menschen, die kein Haustier besitzen, liegt die Zahl der Arztbesuche um fast 20 % höher als bei Tierfreunden. Vielleicht ist dies ein Anlass für Sie, sich auch nach einem Haustier als "Therapeuten“ umzusehen. Bei welchen Krankheiten Sie am meisten von einem treuen tierischen Freund profitieren und was Sie bei seiner Anschaffung bedenken sollten, hat mein Kollege Dr. Ulrich Fricke, Chefredakteur von "Länger und gesünder Leben", in diesem Beitrag für Sie zusammengefasst. 21,5 Millionen Haushalte in Deutschland halten Haustiere - nicht ohne Grund: Tiere vermitteln emotionale Nähe und Wärme. Sie akzeptieren "ihren“ Menschen mit all seinen Schwächen und Gebrechen. Einsamen, depressiven oder älteren Menschen tut deshalb die Gesellschaft von Tieren besonders gut. Es gibt aber noch mehr positive Einflüsse: Die Bedürfnisse der Tiere strukturieren den Alltag. Ein Hund etwa will neben seinem Futter auch mehrmals täglich an die frische Luft. Das kann sich äußerst positiv auf Ihr Schlafverhalten auswirken und die Beweglichkeit fördern. Wenn Sie also ein Tier besitzen, haben Sie auf jeden Fall auch eine sinnvolle Aufgabe. Und Menschen, die ein Tier zu betreuen haben, sorgen in der Regel auch besser für sich selbst. Das kommt wiederum Ihrer Gesundheit zugute. Es ist überraschend, wie viele dieser positiven Wirkungen mittlerweile sogar in wissenschaftlichen Studien untersucht wurden. Diese positiven "Tierwirkungen" sind wissenschaftlich erwiesen: - weniger Arztbesuche, - geringerer Medikamentenverbrauch bei chronischen Krankheiten, - Senkung des Blutdrucks, - günstigere Cholesterin- und Blutfettwerte, - größere sportliche Aktivität, - stärkeres Selbstbewusstsein, - weniger Aggressionen und Depressionen bei Alzheimer-Patienten, - mehr soziale Kontakte. Was letztlich für diese Effekte verantwortlich ist, bleibt allerdings noch zu klären. Ganz wichtig scheint in jedem Fall, dass das Beobachten von Tieren, das Streicheln und der Körperkontakt den Abbau von Aggressionen unterstützen sowie bei der Stressbewältigung helfen. Inzwischen werden Tiere sogar schon ganz gezielt als Therapeuten eingesetzt. Zum einen sind dies die bekannten Therapien mit Pferden und Delfinen, die im Umgang mit behinderten, verhaltensauffälligen Kindern und Menschen mit psychischen Problemen gute Resultate erzielen. Doch auch Altenheime, Reha-Einrichtungen oder psychiatrische Fachkrankenhäuser zeigen sich immer offener. Viele arbeiten mit privaten Tierhaltern zusammen, die ihre Gefährten in den Dienst der Gesundheit von Mitmenschen stellen. Wenn Sie diesen Service als Patient für sich nutzen oder als Tierhalter selbst ein Tier "vermitteln“ möchten, können Sie sich z. B. an den Verein "Tiere helfen Menschen“ wenden. Quelle: Newsletter, 22.11.2006, Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, Herausgeber: Dr. Harald Feldkamp (v.i.s.d.p), Chief Content Managerin: Sabine Olthof, Theodor-Heuss-Str. 2-4, D-53177 Bonn, Tel.: 02 28 - 9 55 05 55, Fax: 02 28 - 36 96 001, E-Mail: redaktion@vnr.de


23.10.2006: Linkspartei: Weniger Hundesteuer für Lübeck-Pass-Inhaber. Die Hundesteuer von 126 Euro im Jahr, die auch rückwirkend gezahlt werden muss, empfindet die Linkspartei Lübeck als unnötige Belastung für sozial Benachteiligte. Den vollständigen Text finden Sie hier: http://www.HL-live.de/aktuell/text.php?id=26274


11.08.2006: Hunde helfen Langzeitarbeitslosen. Was braucht ein Langzeitarbeitsloser, damit es ihm gut geht? Das Beste wäre wohl ein Job. Gibt es diesen nicht, dann sollten sich Hartz-IV-Empfänger laut einer Studie einen Hund anschaffen. Die Pilotstudie des Forschungskreises "Heimtiere in der Gesellschaft" ( anklicken für die Langfassung und die Zusammenfassung der Studie) stellte der Vorsitzende Professor Reinhold Bergler auf einem Wissenschaftskongress zur "Mensch-Heimtier-Beziehung" in Ismaning bei München vor. Untersucht wurden die sozialen Verhältnisse von 32 Langzeitarbeitslosen, die Hälfte davon hatte einen Hund. Hundelose Hartz-IV-Empfänger verwahrlosten eher. Während die Forscher bei Arbeitslosen ohne Hund oft äußere Verwahrlosung registrierten, verkrafteten Hundebesitzer die Arbeitslosigkeit viel besser. Sie standen morgens früh auf, führten ihren Hund Gassi, trafen dabei andere Hundebesitzer und nutzten die freie Zeit, um sich mehr ihrem Haustier zu widmen. Hundelose Hartz-IV-Empfänger dagegen schliefen viel, griffen öfter zur Flasche, verbrachten viele Stunden vor dem Fernseher und hatten viel weniger Kontakt zu anderen Menschen. "Ein Hund strukturiert den Tagesablauf und erhält soziale Kontakte", fasste Bergler die Ergebnisse seiner Studie zusammen. Er will seine Forschungen zu Hunden und Arbeitslosen unbedingt fortführen. Sollte sich bestätigen, dass Hunde vor Alkoholsucht schützen, wäre ein Kostenfaktor im Gesundheitswesen ausgemerzt, meint Bergler. Der Wissenschaftler fordert auch Familien zum Halten von Haustieren auf: "In eine gesunde Familie gehört ein Haustier, dann funktioniert vieles." Beispielsweise könne das Tier in Krisensituationen hilfreich sein. "Kinder mit Tieren können sich besser in andere hineinversetzen". Auch sein Kollege Professor Kurt Kotrschal von der Universität Wien sieht Haustiere als wichtige Begleiter des Menschen und appelliert an Eltern, ihren Kindern den Zugang zu Tieren zu ermöglichen. "Kinder mit Tieren können sich besser in andere hineinversetzen und haben darum in der Gesellschaft die Nase vorn". Für seinen Kollegen Bergler ist es auch wichtig, dass Kinder über Tiere lernen, Verantwortung zu übernehmen und die Stärken und Schwächen eines Lebewesens kennen zu lernen. "Wenn man mit dem Haustier zum Tierarzt geht, sollte man die Kinder immer mitnehmen", fordert er deshalb. Weil ein Hund viel Auslauf und Beschäftigung braucht, ist er nach Berglers Meinung für Arbeitslose ideal. Bei Kindern aber muss man sich nach Ansicht der Experten gut überlegen, ob und welches Haustier man anschafft. "Man sollte mehrere Wochenenden mit dem Kind ins Tierheim gehen und es Tierbücher lesen lassen, um zu sehen, ob es wirklich ein Tier will", rät Bergler. Für kleinere Kinder empfehlen die Wissenschaftler auch kleinere Tiere, wie Meerschweine oder Katzen. "Hamster sind nachtaktive Tiere und deshalb nicht als Haustiere zum Spielen geeignet. Das ist Tierquälerei", meint Bergler. Kotrschal hat einen besonderen Tipp: "Zahme Ratten sind toll. Das sind sehr soziale Tiere." Hunde für Kinder ungeeignet. Hunde würden die beiden Experten für Kinder weniger empfehlen. Nur wenn ein Hund gut in eine Familie eingebettet sei, könnten Kinder mit ihm umgehen. "Ein Hund muss untergeordnet werden. Wer nicht bereit ist, seinen Hund auch mal in den Hintern zu treten, sollte sich keinen anschaffen", meint Kotrschal. Heimtierbesitzer sollten sich in Ratgebern über ihre Tiere kundig machen und die Ratschläge zur Tierhaltung auch beachten und einhalten, fordern die Experten. Dabei seien die Eltern auch immer Vorbild für die Kinder. Kotrschal sieht als ein positives Ergebnis seiner Arbeit und der seiner Kollegen, dass Tiere in Altenheimen vor 30 Jahren noch unvorstellbar gewesen seien. Inzwischen hätten 70 Prozent der deutschen Pflegeheime Tiere zu Therapiezwecken. Auch Bergler ist überzeugt, dass er und seine Kollegen den hohen Stellenwert von Haustieren aufzeigen können. Er kann zudem nur jedem raten, sich ein Tier zuzulegen: "Ein Haustier ist eine Quelle ständiger Alltagsfreuden, die negative Erlebnisse überwiegen." Maria Marquart/AP. www.mensch-heimtier.de


16.06.2006: Wichtiges Urteil zum Thema Kampfhundsteuer:  Hier mal ein paar Zitate: „Die Festsetzung der Hundesteuer für das Jahr 2002 beruht auf keiner gültigen Rechtsgrundlage. Denn die Hundesteuersatzung der Stadt Düsseldorf vom 21.9.02, auf die die Bescheide gestützt ist, ist – zumindest – soweit es die Aufnahme der Rasse “Kuvasz” in die Rasseliste der Anlage 2 in §2 Abs. 3 HS betrifft, kein gültiges Ortsrecht. Eine hinreichende tatsächliche Grundlage für die Aufnahme der Rasse “Kuvasz” in die Anlage 2 zur LHV NRW und damit für deren Übernahme in die Hundesteuersatzung ist nicht vorhanden. Denn die Erkenntnisse, die den Verordnungsgeber zur Aufnahme der Rasse “Kuvasz” in die LHV NRW bewogen haben, vermögen diese Entscheidung im Vergleich zu anderen, nicht von der Liste erfassten Hunderassen nicht zu tragen. Grundlegende Kriterien, die die Einordnung der verschiedenen Rassen in die Rasseliste der Anlage 2 zur LHV NRW an hand ihrer besonderen Eigenschaften ermöglicht hätten, hat der Verordnungsgeber bei Erlass der LHV NRW soweit ersichtlich nicht aufgestellt. Ausweislich der Antwort des Beklagten vom 21. März 2006 auf die Anfrage des Senats vom 9. März 2006 gibt es keine Unterlagen  über Erhebungen zur Gefährlichkeit der in den Anlagen 1 und 2 zur LHV NRW erfassten Hunderassen. Die Einordnung erfolgte lediglich unter Berücksichtigung der Beschreibung der einzelnen Hunderassen, wie sie in einer Broschüre des MUNLV NRW zur LHV NRW niedergelegt sind....“ Hier das komplette Urteil. Übernommen von MTW, Düsseldorf.


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