Aktuelle Meldungen:13.03.2009: Erhöhte
Hundesteuer auch bei Hartz IV Bezug. Das Verwaltungsgericht Münster urteilte: Auch Empfänger des
Arbeitslosengeld II müssen für bestimmte Hunderassen die erhöhte Hundesteuer
entrichten Das Verwaltungsgericht Münster urteilte heute: Auch Empfänger
des Arbeitslosengeld II (ALG II) müssen für bestimmte Hunderassen die erhöhte
Hundesteuer entrichten. Bei bestimmten Hunden müssen zusätzliche Steuern
gezahlt werden. Diese Steuer wird auch Kampfhunde- Steuer genannt. Eine
Hundebesitzerin wollte geltent machen, diese erhöhten Steuersatz der
Hundesteuer nicht zu zahlen. Die Hunde- Besitzerin eines Bullterriers aus
Nottuln hatte geklagt, wiel nach ihrer Ansicht nach der Hund nicht als
gefährlich eingestuft werden kann, weil dieser friedliebend ist. Zudem könne
die Frau, die auf Hartz IV Leistungen angewiesen ist, den zusätzlichen
Steuerbetrag nicht begleichen, da der ALG II Regelsatz dafür nicht ausreiche. Doch
die Richter des Verwaltungsgericht Münster (Az.
1240/05) teilten diese Ansicht nicht und begründeten das Urteil damit, dass
die Einstufung des Bull-Terriers als gefährlicher Hund sei rechtens. Die Steuer
werde zudem nicht nach dem Einkommen berechnet. Mit der Hundesteuer hat die
Gemeinde das Ziel, in ihrem Gebiet längerfristig das Halten von sog.
Kampfhunden zurückzudrängen, die nach Ansicht von einigen Experten durch ihre
Züchtung typische Eigenschaften von Agressivität entwickeln. Doch ist
anzumerken, dass die Haltung und Erziehung der Hunde durch den Hundehalter eine
gewichtige Rolle spielt. (11.03.2009). Quelle: http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hundesteuer877208.php
01.03.2009: Ein Hundeleben mit Hartz IV - Wenn der Fressnapf leer bleibt: Tiertafel als
Retter in der Not. Harburg. Wenn die Kosten steigen und die Einnahmen
sinken, müssen die Bürger an allem sparen. "Und das sind leider viel zu
oft Haustiere", sagt Selina Martens, Leiterin des Lüneburger Tierheims.
Seit der Einführung von Hartz IV werden in ihrer Einrichtung vermehrt auch
kranke oder alte Tiere abgegeben, hat sie beobachtet. Seit sich nun auch die
Wirtschaftskrise bemerkbar mache, werde es für Tierhalter in prekären
Situationen noch enger. Der Grund, die Tiere abzugeben, sei nicht
Herzlosigkeit, sondern dass die Kosten für Futter und Tierarztbehandlungen
vielfach nicht mehr aufgebracht werden können. "Tierhaltung wird zum
Luxus", so Martens. Tierheime und Auffangstationen im Landkreis Harburg verzeichnen noch keinen
Anstieg. "Das ist wohl mehr ein Problem in größeren Städten. Bis jetzt
jedenfalls", so Doris Metternich, Leiterin des Tierheims in Buchholz. Die
Mitarbeiter der Nothilfe für Polarhunde in Bienenbüttel eine Auffangstation für
Schlittenhunde versuchen im Vorfeld, Hundefreunde, die einen Husky adoptieren
wollen, auf den finanziellen Aufwand aufmerksam zu machen. "Wir wollen
nicht, dass ein Hund aus finanziellen Gründen wieder abgegeben werden muss. Das
ist schlimm für die Tiere aber auch für die Besitzer", so Heike Otter von
der Nothilfe. Um Tierbesitzern in prekären Lebenssituationen zu helfen, hatte
Claudia Hollm (44) aus Rathenow vor zwei Jahren die Idee, das
"Tafelmodell" auch auf Tiere anzuwenden mit Erfolg. Quelle: http://www.han-online.de/HANArticlePool/0000011fb91fcafa0057006a000a00521141ee16
13.02.2009: «´Hartz IV´ ist der Hauptgrund
für Abgabe von Tieren» Viele Menschen können sich die Futter- und Tierarztkosten
einfach nicht mehr leisten. München (ddp-bay). Immer mehr Haustierbesitzer in Bayern müssen sich
aus Kostengründen von ihren Tieren trennen. «´Hartz IV´ ist mittlerweile der
Hauptgrund, wenn ein Tier im Heim abgegeben wird», sagte der Präsident des bayerischen
Landesverbandes des Tierschutzbundes, Berthold Merkel, am Freitag im
ddp-Interview in München. Allein bei den Hunden betrifft dies nach Merkels
Schätzung 30 bis 40 Prozent der abgegebenen Tiere. Bayernweit seien das rund
1000 bis 1200 Tiere pro Jahr. Viele
könnten sich die Futter- und Tierarztkosten einfach nicht mehr leisten.
Besonders für Arbeitslose, Geringverdiener und auch Rentner werde es immer
schwerer. «Altersarmut ist Realität», betonte Merkel. Und dies wirke sich auch
auf diese Weise aus. Deshalb fordert
Merkel Nachbesserungen bei den «Hartz-IV»-Regelungen. «Wenn jemand arbeitslos
wird, gehen ihm oftmals Freundes- und Bekanntenkreis auch flöten», sagte der
Tierschützer. Die Menschen seien dann ohnehin «schon isoliert». Haustiere
hätten hier eine nicht zu unterschätzende soziale und pädagogische Funktion. Merkel hofft, dass eine Möglichkeit
geschaffen wird, «auf Antrag und mit Augenmaß» Ausnahmeregelungen für
geringverdienende Tierbesitzer zu finden, etwa durch eine Befreiung von der
Hundesteuer. Die abgegebenen Tiere seien schließlich auch eine finanzielle
Belastung für die Kommunen. Mindestens
vier Wochen müssten sie im Tierheim versorgt werden, bevor sie an einen neuen
Besitzer vermitteln werden könnten. Und alte Tiere oder solche, die «jahrelang
mit ihrem Besitzer in einer Symbiose gelebt haben», seien bekanntermaßen schwer
zu vermitteln. Merkel hofft, dass der Gesetzgeber hier eine Lösung findet und
Haustiere zukünftig als soziale Komponente betrachtet. (ddp). Quelle: http://www.ad-hoc-news.de/hartz-iv-ist-der-hauptgrund-fuer-abgabe-von-tieren--/de/Wirtschaft-Boerse/Arbeit-Soziales/20046746
21.01.2009: Tierhaltung
in Wohnung und Haus aus Rechtsprechungs-Sicht. Ob gemietet oder
Eigentum: Tiere daheim können problematisch sein. ImmobilienNews
Das News-Portal von ImmobilienScout24 Autor: Boris Borchert. Bei Katzen und
Hunden hat der Vermieter das letzte Wort © by ImmobilienScout24. Es müssen nicht
1600 Kanarienvögel sein, wie kürzlich in einer Berliner Mietwohnung
aufgefunden, um Ärger mit den Nachbarn oder dem Vermieter zu erhalten. So ist
das Verbot, einen Kampfhund in der Wohnung zu halten, von
Hauseigentümergemeinschaften nach Ansicht des Kammergerichtes Berlin unabhängig
davon gültig, dass es in der Wissenschaft den Ausdruck Kampfhund nicht gibt.
Vielmehr richtet sich die Interpretation dann danach, was die Hauseigentümer
unter einem Kampfhund verstehen (KG Berlin 24 W 38/03). Der Bundesgerichtshof
hat im Jahre 2007 zwar eine Entscheidung des Landgerichts Coburg insoweit
bestätigt, wonach eine generelle Klausel, die eine Tierhaltung versagt
unwirksam ist, da sie auch Kleintiere wie Goldfische und Hamster erfasst. Der
BGH ist allerdings nicht der Ansicht des Landgerichtes gefolgt, dass dadurch
auch eine Hunde- oder Katzenhaltung bei Verwendung der Klausel erlaubt sei. Der
Bundesgerichtshof hat stattdessen entschieden, dass eine Hunde- und
Katzenhaltung wegen der nicht ganz auszuschließenden Gefahr der Gefährdung oder
Belästigung von Mitbewohnern oder Nachbarn bei Mehrfamilienhäusern nicht zum
vertragsmäßigen Gebrauch der Mietsache gehört. Dementsprechend kann der
Vermieter gegen eine Hunde- oder Katzenhaltung sein Veto einlegen. Nicht nur
Mieter können wegen Tierbesitzes Ärger bekommen. So hat das Landgericht Coburg
(11 O 660/07) kürzlich erläutert, dass ein Hundehalter selbst dann haften kann,
wenn sein Hund im Hof angekettet ist. Dies kann nach Ansicht des Gerichtes der
Fall sein, wenn der Hund aus früherer Beobachtung zu Beißattacken neigt. Ein
Klassiker im Nachbarschaftsstreit ist auch nächtliches Hundegebell. So hat das
Landgericht Schweinfurth zwar entscheiden, dass man einem Hund keine Bellzeiten
vorschreiben kann, da der Hund diese nicht versteht. Allerdings ist bei
andauerndem Hundegebell, welches den Nachbarn schwer in seinem Ruhebedürfnis
stört, für Abhilfe zu sorgen und der Hund im Zweifelsfall abzuschaffen. URL: http://www.immobilienscout24.de/news/recht/10831.html
09.12.2008: Neid auf vier Pfoten - Hunde verweigern die
Zusammenarbeit, wenn sie sich benachteiligt fühlen Hunde können Neid empfinden,
wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen. In Experimenten mit den Tieren fanden
Wissenschaftler um Friederike Range von der Universität Wien nun heraus, dass
die Tiere sensibel auf ungleiche Belohnung reagieren können. Bisher waren
solche über reinen Futterneid hinausgehenden Neid- und Eifersuchtsgefühle nur
von Primaten bekannt. Bei den Experimenten saßen jeweils zwei Hunde
nebeneinander, die gelernt hatten, fremden Personen die Pfote zu reichen. Einer
der beiden nahm dabei die Rolle des Versuchstiers ein, während der zweite Hund
als Kontrolltier diente. Folgten die Tiere den Anweisungen, die Pfote zu geben,
bekamen sie als Belohnung entweder eine Wurst oder ein kleines Stück Brot. Um
Aufregung für die Tiere zu vermeiden, stand der Besitzer hinter ihnen, so dass
sie ihr Herrchen wahrnehmen konnten. Während der Untersuchungen vermieden die
Forscher jeden Blickkontakt mit den Hunden, um die Ergebnisse nicht zu
beeinflussen. Die Wissenschaftler untersuchten das Neidempfinden der
Vierbeiner, indem sie den Kontrollhund fütterten, ohne dass dieser eine Aufgabe
erfüllen musste, während das Versuchstier trotz gehobener Tatze leer ausging.
In einer zweiten Versuchsanordnung mussten zwar beide Hunde ihre Pfoten heben,
belohnt wurde jedoch nur der Kontrollhund. Unabhängig davon, ob der Partnerhund
den Befehl befolgte und danach gefüttert wurde oder ob er auch ohne Tätigkeit
belohnt wurde, beobachtete der Versuchshund die Futtergabe an den Kontrollhund
argwöhnisch. Nach einigen Versuchen mit ungerechter Verteilung der Belohnung
verweigerten die benachteiligten Hunde die Mitarbeit und waren offenbar
aufgrund der unfairen Behandlung beleidigt. Ob der Kontrollhund dabei mit einer
wohlschmeckenden Wurst oder nur mit Brot bevorzugt wurde, war irrelevant für
den Versuchshund, die Ablehnungsreaktion war stets dieselbe. Bisher waren
solche Reaktionen nur bei Primaten wie Schimpansen oder Kapuzineräffchen
bekannt. Frühere Untersuchungen mit Affen hatten gezeigt, dass diese sehr
sensibel auf ungerechte Belohnung bei der Bewältigung identischer Aufgaben
reagieren können. Im Gegensatz zu Hunden spielt bei Affen die Qualität der
Belohnung jedoch durchaus eine Rolle: Je unterschiedlicher die einseitige
Belohnung ausgefallen war, umso heftiger äußerte sich die Verstimmung der
Tiere. Der nun bei den Hunden festgestellte Neidbegriff ist ein evolutionärer
Vorläufer der bei Affen vorhandenen Emotion, erläutern die Forscher. Friederike Range (Universität Wien) et al.: PNAS,
Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1073/pnas.0810957105. ddp/wissenschaft.de
– Stefan Pröll. © wissenschaft.de, Konradin Relations GmbH
2006. Quelle: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/298191
25. Dezember 2007: TIERTAFEL HAMBURG - Hartz IV für den Hund: Von Timo Gramer.
Fressen, Flohkuren, Streicheleinheiten: Die Hamburger Tiertafel hilft
denen, die selbst nicht viel übrig haben - und noch weniger für ihre
Haustiere. Der Andrang ist riesig. Hamburg - "Ich würde lieber
selbst verhungern, bevor meinem kleinen Simba der Magen knurrt",
behauptet Gabriele Dieckmann und streichelt ihrem fünfjährigen Labrador
traurig über den Kopf. Wie jeden Mittwochnachmittag stellen sich Simba
und Frauchen in die langen Schlange vor der Hamburger Tiertafel. Die
48-Jährige ist arbeitslos und eine von mehr als 142.000 Hartz-IV-Empfängern
in der Hansestadt. Ohne die kostenlosen Rationen könnte sie ihren
geliebten Vierbeiner nicht über die Runden bringen: "Das Zeug gegen
Flöhe kostet 34 Euro, eine Wurmtablette 22 Euro. Ganz zu schweigen von
dem Futter, das mein Simba braucht. Eigentlich kann ich mir mit 345
Euro im Monat gar kein Haustier leisten." Oftmals droht
Bedürftigen mit der finanziellen auch die soziale Verarmung. Viele der
mehr als 300 in der Schlange Wartenden leben allein und haben in ihrem
Haustier den einzigen echten Partner im Leben. Damit sie ihre treuen
Vierbeiner auch weiterhin an ihrer Seite haben können, öffnete die
Hamburger Tiertafel vor rund drei Monaten ihre Pforten. "Der
Bedarf in Hamburg ist sehr groß, denn hier in der Großstadt leben
besonders viele Menschen, die ihre Tiere nicht mehr ausreichend
versorgen können", erläutert Claudia Hollm, Gründerin des derzeit in
sechs deutschen Städten aktiven Vereins "Tiertafel Deutschland", die
Motivation für ihr tierisches Projekt. In der Hansestadt ist
Bettina Elze, 41, für die Tiertafel zuständig. Gemeinsam mit ihrem
sechsköpfigen Team kümmert sich die Reiseverkehrskauffrau ehrenamtlich
um Hund, Katze und Co. "70 Prozent unserer Klientel lebt von Hartz IV.
Wir machen sie und ihre Tiere für einen kurzen Moment glücklich." Während
im Treppenhaus Gabriele Dieckmann und ihr Hund Simba ausharren,
arbeitet das Team der Tiertafel im Keller unter Hochdruck: "Zwei große
Hunde, drei Katzen und ein Meerschweinchen", ruft Helferin Elze
hektisch ihren Kollegen zu. "Uff", stöhnt Ulla Müller-Schlichting, "da
müssen wir für die aber ein besonders großes Paket schnüren!" Von
Diätfutter über Katzenstreu bis hin zu Leckereien gegen Nierenleiden -
die Auswahl für das schnurrende und kläffende Klientel scheint
unerschöpflich. Zudem beraten die Mitarbeiter der Tiertafel bei
medizinischen Fragen und stellen bei Bedarf einen kostenlosen Kontakt
zu Tierärzten her. "Meine Katzen essen doch gar kein Hühnchen",
klagt eine ältere Frau, als ihr Bettina Elze drei Dosen Futter über die
Ausgabetheke reichen will. "Nun gut, dann gibt es eben Thunfisch",
entgegnet Elze - und tauscht die Packungen aus. "Viele unserer Kunden hatten doch schon vor ihrer Arbeitslosigkeit ein Haustier. Hier geht es nicht um Hundepensionen oder luxuriöse Tier-Ressorts
- wir wollen doch bloß mit Hilfe privater Spenden gewährleisten, dass
die Menschen ihre geliebten Tiere behalten können", so Elze. Gabriele
Dieckmann ist am Ende ihrer Kräfte. Mehr als zwei Stunden hat sie mit
Hund Simba gewartet, nun packt sie Dosen und Trockenfutter in ihren
Plastikbeutel: "Das reicht immer so drei Tage für meinen Kleinen", sagt
die 48-Jährige zu den Mitarbeitern der Tiertafel. "Nächste Woche stehen
Simba und ich garantiert wieder bei Ihnen in der Schlange." Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,524857,00.html
12.12.2007: Erfolg für Biologin - Wienerin erforscht Hunde-Intelligenz: Auf
der Wiener Universität konnte jetzt bewiesen werden, dass Hunde nicht
nur gut schnüffeln und auf Befehle gehorchen können. Biologin
Friederike Range brachte auch ihrem Border Collie bei, Fotos am
Bildschirm zu unterscheiden. Hunde sind nicht nur der sogenannte „beste
Freund des Menschen“, sie agieren zum Teil auch so wie ihr Frauerl oder
Herrl. Jetzt konnten Forscher der Wiener Universität Wien beweisen,
dass Hunde Inhalte auf Fotos, dargestellt an Bildschirmen, nicht nur
erkennen, sondern sie auch danach sortieren können. Das Training.
Die Biologin Friederike Range und ihre Kollegen trainierten die Hunde
vor Computer-Bildschirmen mit Touchscreen-Funktion (das heißt, Bilder
können mit Druck auf die Mattscheibe ausgewählt werden). Den Tieren
wurden am Beginn der Aufgabenstellung gleichzeitig Fotos von Hunden
sowie von diversen Landschaften präsentiert. Wenn die Vierbeiner mit
ihrer Schnauze auf das abgebildete Hundebild stupsten, wurden sie von
den Forschern jeweils mit einem Leckerli belohnt. Die Beweisführung.
Nach diesem Anlernen ging es dann komplizierter für die Hunde weiter.
Ihnen wurden 40 neue Fotos ihrer Artgenossen und andere
Landschaftsbilder gezeigt. Und die Sensation: Die Übungs-Hunde wählten
nur mehr die Hundeaufnahmen aus. Die Testreihe wurde öfters mit anderen
Fotos wiederholt – immer die gleiche Reaktion. Für die Forscher steht
damit fest: Die Hunde konnten ihr während des Trainings erworbenes
Wissen auf neue optische Reize übertragen – sie können die Bilder klar
unterscheiden. Quelle: http://www.oe24.at/zeitung/wissen/article182000.ece
05.11.2007: „Nicht die Rasse macht einen Hund gefährlich“. Nicht
die Rasse macht einen Hund gefährlich - das sagt Romana Spitschu,
Tierverhaltenstherapeutin aus Heinsheim. Im Gespräch mit Adrian
Hoffmann erklärt sie, wer bei einem Kampfhunde-Unfall wie dem vor
wenigen Wochen in Treschklingen verantwortlich ist und weshalb sie
einen Hund-Führerschein viel sinnvoller halten würde als alles andere.
Weiter unter http://www.stimme.de/nachrichten/kraichgau/art1943,1126756
16.10.2007: Warum Logik für Hunde manchmal unlogisch ist. Menschen
beeinflussen das Verhalten der Tiere stärker als die eigenen
Schlussfolgerungen. Hunde lassen sich bei ihren Entscheidungen stärker
vom Menschen leiten als von ihren eigenen logischen Schlussfolgerungen.
Das schließen zumindest ungarische Forscher aus einer Reihe von
Experimenten. Obwohl die Hunde durchaus in der Lage sind, korrekte
logische Schlüsse aus den ihnen bekannten Informationen zu ziehen,
entscheiden sie sich für die falsche Alternative, wenn diese
offensichtlich vom Menschen bevorzugt wird. Hunde
interpretieren menschliches Verhalten. Für ihre Untersuchungen testeten
die Forscher insgesamt 35 Hunde, darunter sowohl reinrassige Tiere als
auch Mischlinge. Im ersten Experiment sollten die Hunde ihr
Lieblingsspielzeug, einen Ball, finden, der unter einem von zwei
identischen Blumentöpfen verborgen war. Während des Tests wurden die
Töpfe vor dem Versuchstier in unterschiedlichen Kombinationen und
unterschiedlichen Reihenfolgen angehoben, jedoch immer so, dass der der
Hund Informationen darüber bekam, ob sich der Ball unter dem jeweiligen
Versteck befand oder nicht. In einigen Versuchen schaute der
Versuchsleiter zusätzlich dreimal zwischen einem der Verstecke und dem
Hund hin und her. Fand der Hund den Ball, durfte er zur Belohnung für
einige Sekunden damit spielen. Das zweite Experiment wurde genauso
durchgeführt wie das erste, allerdings mit einem entscheidenden
Unterschied: Die Blumentöpfe wurden von einen Nebenraum aus mit Hilfe
von dünnen Nylonfäden angehoben, so dass der Hund diesmal bei seiner
Entscheidung nicht von einem Menschen beeinflusst werden konnte. Das
Ergebnis: War kein Mensch im Raum, verließ sich der Hund auf die Logik.
Sah er beispielsweise, dass sich unter einem der beiden Töpfe kein Ball
befand, wählte er folgerichtig das andere Versteck. War hingegen der
Versuchsleiter anwesend, veränderte das Tier sein Verhalten drastisch.
So entschied es sich immer für den Topf, an dem der Mensch das größere
Interesse gezeigt hatte – unabhängig davon, ob der Ball darunter lag
oder nicht. Das zeige zweierlei, schreiben die Forscher: Der Versuch
demonstriere einerseits, wie gut Hunde das menschliche Verhalten
beobachten und es interpretieren können. Andererseits deute er darauf
hin, dass sich die Tiere nicht deswegen hin und wieder unlogisch
verhalten, weil sie nicht intelligent genug sind, sondern deswegen,
weil es für sie Priorität hat, dem Menschen zu gefallen – und das habe
sich während der gemeinsamen Evolution von Hund und Mensch
möglicherweise als vorteilhafter herausgestellt, so die
Wissenschaftler. Ágnes Erdőhegyi (Eötvös-Loránd-Universität in
Budapest) et al.: Animal Behaviour, Band 74, Seite 725. ddp/wissenschaft.de – Tobias Becker © wissenschaft.de, Konradin Relations GmbH 2006. http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/284632.html
16.10.2007: Hunde, die bellen, beißen nicht. Wenn
ein Hund zubeißt, sind immer zwei beteiligt: Hund und Opfer. Viele
Menschen haben Angst vor Hunden - und Hunde? Diese sind Rudeltiere und
folgen ganz bestimmten Regeln. Doch diese Regeln sind den wenigsten
Menschen vertraut. Gibt es mögliche Therapien, Auswege für beide
Seiten? Was sind die Ursachen, wenn ein Hund zubeißt? Experte Dr.
Ronald Lindner klärt auf: Kommunikation Hund – Mensch.
Hunde verstehen sich kommunikativ in der Tat relativ gut mit Menschen
und dies trotz vielfältiger Interpretations- und Kommunikationsfehler
auf Seiten der Menschen. Über Jahrtausende hinweg bevorzugte der Mensch
diejenigen Tiere, die am besten mit ihm kommunizieren konnten. Dennoch
sind immer noch Missverständnisse zwischen Hund und Mensch an der
Tagesordnung, da die Menschen nicht akzeptieren können (und wollen),
dass wir die "Sprache" der Hunde lernen müssen, um sie besser verstehen
(und beeinflussen) zu können und nicht umgekehrt. Hunde und Menschen
"sprechen" verschiedene Sprachen. Anders als wir Menschen verständigen
sich Hunde non verbal (ohne Worte), besitzen dafür jedoch ein
multifaktorielles System der verschiedensten Kommunikationsformen
(taktil, olfaktorisch, optisch, akustisch). Sie verfügen über ein
ausgeprägtes Ausdrucksverhalten (Fähigkeit zur Gestaltwahrnehmung),
welches zur Kommunikation von uns Menschen genutzt werden sollte. Nur
der adäquate Umgang mit Hunden durch Kennen, Beachten und Nutzen ihrer
angeborenen Ausdrucksformen macht eine Verständigung möglich und trägt
zur Vermeidung der Vermenschlichung unserer Hunde bei. Fazit: Hunde
können nur die Kommandos ausführen, die ihnen der Mensch vorher
beigebracht beziehungsweise antrainiert hat! Kommunikation - wie funktioniert sie?
Hunde haben eine besondere Fähigkeit, sich nicht nur über vielfältige
Einzelmerkmale (sehen, riechen, hören, fühlen) zu verständigen, sondern
diese in bestimmten Kombinationen einzusetzen. Menschen, die mit ihren
Hunden ganzheitlich kommunizieren, in dem sie Gestik, Mimik, Lautstärke
und Klang der Stimme so anpassen beziehungsweise kombinieren, dass sie
vom Hund optimal verstanden werden, erlangen so viel schneller und
häufiger die Aufmerksamkeit ihrer Tiere. Nur über das geänderte
Verhalten des Hundes können wir erfahren, ob und wie unsere Signale bei
diesem angekommen sind. Die Kommunikation mit Hunden setzt Wissen über
die "Hundesprache" voraus, da Hunde Menschenverhalten nach "hundlichen"
Maßstäben interpretieren und sich Menschen und Hunden gegenüber im
Prinzip gleich verhalten. Natürlich ist dies abhängig davon, ob und in
wieweit der Hund den Umgang mit Menschen seit frühester Welpenzeit als
etwas Positives erleben konnte. Ein Beispiel: Ein lachender Mensch, der
sich zum Hund herunterbeugt und ihm tief in die Augen schaut, ist für
einen gut sozialisierten Hund, der frühzeitig diese menschliche Geste
als nicht bedrohlich kennen lernen konnte, eine freundliche
Erscheinung. Im Normalfall jedoch bedeutet dieses Verhalten aus
Hundesicht eine Bedrohung, die Lefzen zeigt, drohfixiert und
Distanzverringerung vollführt. Aus dieser Situation kann es zu einem
Angstverhalten beim Hund kommen. Wenn dieses nun wiederum falsch
interpretiert wird, indem man als Mensch weiter die Distanz zum Hund
verringert und der Hund nicht ausweichen kann, wird er (aus der Angst
heraus) zunächst Drohverhalten (Lefzen heben, Nasenrückenrunzeln,
Knurren, Bellen) gegenüber dem Menschen zeigen. Wenn auch dies vom
Menschen nicht als eindeutiges Signal "...bis hierhin und nicht
weiter!" verstanden und akzeptiert wird, kann es schnell zur Eskalation
der Angstaggression kommen - der Hund beißt zu. Niemand wird in der
menschlichen Gesellschaft verlangen können, dass ein Mensch ohne
Lernmöglichkeiten sofort eine Fremdsprache beherrscht. Da es nicht
möglich ist, dass Hunde "deutsch" oder eine andere verbale Sprache
lernen, sollten wir uns bemühen, die "Hundesprache" und das Verhalten
unserer Vierbeiner zu studieren. Die wichtigsten "Vokabeln" der Hundesprache und die häufigsten Missverständnisse zwischen Hund und Mensch: Angstgesicht:
Augen groß, große Pupillen, Blick häufig nicht fokussiert, Maulspalte
und Lefzen lang nach hinten gezogen, Ohren hinter den Kopf an den
Nacken gelegt. Unterordnungsgesicht: Es sieht, bis auf die Pupillen, so aus wie das Angstgesicht. Spielgesicht: Übertriebenes Zeigen von allen möglichen Gesichtsformen im schnellen Wechsel und ohne dass sie im Kontext zusammenpassen. Entspanntes Gesicht: Ohren, Lefzen, Augen und Kopfhaut entspannt in der rassetypischen Grundstellung. Imponiergesicht: Ohren nach vorn gerichtet, Augen fokussieren, Pupillen klein, Kopfhaut angespannt, Lefzen gespannt, Maulspalte kurz. Drohgesicht (unsicher): Angstgesicht; zusätzlich möglich: Nasenrückenrunzeln, geöffnete Maulspalte mit mehr oder weniger entblößten Zähnen. Drohgesicht (sicher):
Imponiergesicht; zusätzlich möglich: Nasenrückenrunzeln, geöffnete
Maulspalte mit mehr oder weniger entblößten Zähnen. Klappen der Kiefer.
Unsicherheit/Angst: Körper zusammengeschoben und leicht nach
hinten gedrückt, eingeknickte Gliedmaßen ("kleine Gestalt"), Schwanz
unter den Bauch gezogen, Hals eingezogen. Sicher/Imponieren: Körper groß gemacht und leicht nach vorn geschoben, Beine steif durchgedrückt, Schwanz hoch getragen. Neutral: Körper und Schwanz in rassetypischer Grundstellung. Spiel:
Übertriebene Bewegungen und schneller Wechsel von diversen
Körperstellungen ohne "Ernstbezug". Typisch ist die
"Vorderkörpertiefstellung". Bindungsfördernd und wichtig für eine
tiergerechte Kommunikation zwischen Mensch und Hund sind
Streicheleinheiten im Bereich des Kopfes und Körpers, was die Bindung
festigt und soziale Sicherheit gibt. Das Anstupsen des Menschen mit der
Nase, das ins Maul nehmen von Händen, der Einsatz von Zunge
beziehungsweise das Knabbern mit den Zähnen kann eine Aufforderung zum
Spiel, zu Streicheleinheiten oder einfachem Kontakt sein. Aber nicht
jeder Hund ist sozial sicher und angstfrei erzogen worden und empfindet
den Kontakt mit Menschen und die Berührung durch Hände als etwas
Positives! So ist Schlagen als physisches Strafen im
Verhaltensrepertoire der Hunde nicht vorhanden, weshalb Hunde dieses
menschliche Fehlverhalten nicht nachvollziehen können. Das Ergebnis
sind handscheue Hunde, die aus Unsicherheit und Angst vor menschlichen
Kontakten zu sogenannten "Angstbeißern" werden! Des Weiteren gibt es
zahlreiche mögliche Missverständnisse in der taktilen Kommunikation
zwischen Hund und Mensch. So kann ein Kopf- oder Pfoteauflegen als
Imponiergeste, ein Wegdrängen oder Anrempeln als "Bodycheck"
missverstanden werden und zur Konfrontation führen. Fazit: Nicht jeder
Hund sollte gleich und sofort bedrängt und angefasst werden. http://www.mdr.de/hier-ab-vier/fiffiundco/4923601.html
13.10.2007: Die lächelnde Schnauze. Von
Elke Bodderas. Von wegen Wolfserbe: Nicht nur das Lachen hat der Hund
vom Menschen gelernt - auch die Art zu kommunizieren und zu fühlen. Im
Hund menschelt es mehr als gedacht. Die Begegnung zwischen Hund und
Wolf endet immer in einer Katastrophe. Eine Kette von
Missverständnissen, die rasch eskaliert und meist darin gipfelt, dass
einer von beiden sich schleunigst aus dem Staub macht, meistens der
Wolf. Hund und Wolf sind einander unheimlich geworden, das Verhältnis
so zerrüttet wie im Märchen die Beziehung zwischen Wolf und Mensch. Der
Grund: Im heutigen Hund menschelt es mächtig, viel mehr, als
Verhaltensforscher es bei Hasso und Co. für möglich hielten. Über
Jahrtausende der Zweisamkeit hat sich der beste Freund des Menschen
seinem Herrchen angenähert. Lange galt der Hund als verweichlichter
Isegrim, in seiner Ausdruckskraft ein degenerierter Ex-Wolf, dem ein
Drittel der Hirnmasse weggezüchtet wurde und der überdies in
Abhängigkeit seines Herrchens zum kläffenden Trottel verkrüppelte.
Inzwischen wissen Forscher: Der Hund ist nicht dumm. Er ist nur dem
Menschen viel ähnlicher als angenommen. Der Verhaltensforscher Brian
Hare vom Leipziger Max Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie
fasst das so zusammen: "Wir sind sicher, das im Verlauf der
Domestizierung viele sozial-kognitiven Fähigkeiten der Hunde mit denen
des Menschen verschmolzen sind." Das fängt an bei der Kommunikation.
"Ein Wolf verständigt sich mit über 60 verschiedenen Mienen", sagt
Dorit Feddersen-Petersen, Verhaltensforscherin am Kieler Institut für
Haustierkunde, "der Schoßhund hat nur noch vier bis fünf. Stattdessen
hat er sich darauf verlegt, sich über die Stimme auszudrücken." Die
meisten Belllaute zählen Verhaltensforscher beim Bullterrier: Belegt
sind zwölf verschiedene Arten, mit denen er seinen Willen kundtun kann
- die Skala reicht vom halblauten Hecheln, über Bellen, Jaulen bis hin
zum Vibrationsknurren. Das Bellen ist für Norbert Sachser,
Verhaltensbiologe aus Münster, eine typisch menschliche Adaption: "Wer
in der Natur zu laut ist, wird gefressen." In Gegenwart des Menschen
ist es umgekehrt: Wer Futter will, muss sich bemerkbar machen. "Der
Hund kann Dinge, von denen man lange geglaubt hat, dass nur Menschen
sie beherrschen", sagt Harvard-Anthroplogin Juliane Kaminski. Kein
Lebewesen versteht es so gut wie der Hund, Mimik und Gestik des
Menschen zu lesen. Dass Hunde uns sogar besser verstehen als unsere
nächsten biologischen Verwandten, belegt eine Studie mit verstecktem
Futter. Schimpansen, domestizierte Wölfe und Hunde traten gegeneinander
an. Sie sollten verstecktes Futter finden, das der Versuchsleiter mit
Blicken, Gesten oder einem Holzstück anzeigte. Fazit: Von elf
Schimpansen und Hunden gelangten neun Hunde und nur zwei Affen ans
Ziel. Die Hunde schnitten auch besser ab als Wölfe, obwohl die vom
Menschen aufgezogen waren. Den Wölfen wurde das Diktat ihres Instinktes
zum Verhängnis: Ein Blick ins Gesicht eines Artgenossen bedeutet blanke
Aggression. Dass ein Wolf dem Menschen prüfend-suchend ins Gesicht
schaut, ist daher ebenso märchenhaft, wie Isegrim Auge in Auge mit
einem Jäger. Anders der Hund: Über Jahrtausende der Zweisamkeit hat er
es sich zur Gewohnheit gemacht, die Stimmung des Menschen vom Gesicht
abzulesen. "Wenn es darum geht, menschliches Verhalten zu deuten, kommt
kein Tier an die Fähigkeiten von Hunden heran", sagt Kaminski. Wölfen
lassen sich solche kommunikativen Fähigkeiten auch nicht antrainieren -
das zeigten Versuche mit Wolfswelpen der Universität Budapest. Die
Jungtiere sollten lernen, über den Menschen an ihre Fressnäpfe zu
kommen. Auch nach Wochen war bei den Wölfen der Groschen nicht
gefallen, während die Hunde nur auf ihre Bezugspersonen fixiert waren:
"Die Wölfe verstehen den Menschen nicht als Schlüssel zum Futter",
schreiben die Forscher, "sie sehen nur das Fleisch." Vom Menschen hat
der Hund auch das Lächeln gelernt. Unter Wölfen ist es ein Zeichen von
Aggression, die Zähne zu blecken. "Der Haushund hat sich inzwischen so
an den Menschen angepasst, dass das Zähnezeigen ein Begrüßungssignal
ist", sagt der schwedische Verhaltensforscher Erik Zimer. "Der Hund hat
vom Menschen das Lachen gelernt." Die symbiotische Beziehung zwischen Homo sapiens und
seinem besten Freund schlägt sich auch im Erbgut nieder. Das zeigten
jetzt Forscher der University of Texas. Verblüfft stellten sie fest:
Was beim Menschen die Gesichtszüge bildet, den Mund breit zieht oder
die Nase streckt - das bringt auch das Gesicht des Hundes in Form. Der
Schoßhund steht dem Pekinesen ins Gesicht geschrieben, ebenso wie der
Wolf dem Schäferhund. Warum beim einen die Schnauze zur Stupsnase
geschrumpft ist, während der andere noch immer den Wolf im Gesicht
trägt, erklären die Forscher anhand spezieller Abschnitte im Erbgut -
die sich in ähnlicher Form auch beim Herrchen wiederfinden. Mensch und
Hund verfügen über eine extrem hohe Rate an Dopplungs-Sequenzen, so
genannte Tandem-Repeats, eine Seltenheit im Tierreich. "Ich war
verblüfft über die hohe Mutationsrate der Tandem-Repeats, die wir in
den Genen der Hunde fanden", sagt John Fondon. Die Wissenschaftler
hatten sich das Erbgut von 100 Hunderassen vorgeknöpft und untersuchten
es auf Dopplungen hin. Während sich das Wolfsgesicht über Jahrtausende
hinweg kaum veränderte, hat die Hundeschnauze viele Formgebende
Schritte hinter sich. In welche Richtung - das haben offenbar
maßgeblich Sequenz und Häufigkeit jener Tandem-Sequenzen bestimmt, so
die Forschers: "Sie vergrößern und verkleinern jene Körperteile, die
nicht die Evolution beeinflusst." Die DNA besteht aus einer langen
Kette von nur vier Bausteinen, symbolisiert durch die Buchstaben A, T,
C und G. Diese oder eine andere Abfolge kann sich Hunderte Male ohne
Unterbrechung wiederholen: ATCG-ATCG-ATCG-... und so weiter. Verblüfft
stellten die Forscher fest: Diese Erbgutdopplungen finden sich ähnlich
auch beim Menschen. Auch in ihren Gefühlsäußerungen sind die Hunde dem
Menschen viel näher als ihren Vorfahren. "Hunde kenne Freude, Angst,
Nervosität und ein schlechtes Gewissen", sagt die Biologin Friederike
Range von der Universität Wien, "sie wissen genau, welches Verhalten
bestraft wird und reagieren ängstlich in Erwartung der Folgen." Der
Hund hat sich auf sein Herrchen eingestellt, nicht umgekehrt. So war
das von Anfang an. Die meisten Wissenschaftler sind der Ansicht, dass
der Mensch vor 14 000 Jahren eine weniger aktive Rolle bei der Zähmung
des Wolfs spielte, als er sich selbst lange zuschrieb. Denn der Wolf
hat sich quasi selbst domestiziert. Die Wölfe suchten offenbar von sich
aus die Gemeinschaft des Menschen. Warum? Sie bettelten bei Tisch. http://www.welt.de/welt_print/article1261771/Die_laechelnde_Schnauze.html
29.08.2007: Hunde sind klüger als wir denken – BILD. © OTS. (live-PR.com) - Was
Hundebesitzer immer schon wussten, ist nun auch wissenschaftlich
bewiesen: Hunde sind klüger als wir denken. Sie unterscheiden zwischen
dem Ziel einer Handlung und der Handlung an sich Hunde können
zwischen sinnlosem und zielgerichteten Verhalten unterscheiden und ihr
eigenes Verhalten danach ausrichten, zeigt eine Studie der
Kognitionsbiologin Dr. Friederike Range (Dept. für Neurobiologie und
Kognitionsforschung, Universität Wien) in der jüngsten Ausgabe des
österreichischen Hunde-Fachmagazines WUFF (September/2007, S. 28 ff).
Erstaunlicherweise gleichen die Ergebnisse der neuen Studie über
Wahrnehmung und selektives Verhalten von Hunden denen einer Studie an
Kindern, die 2002 vom Kinderpsychologen György Gergely veröffentlicht
wurde. Gergely wies nach, dass Kleinkinder nicht wahllos das Verhalten
einer anderen Person nachahmen, sondern sehr wohl bereits deren Ziele
beurteilen bzw. einschätzen und ihr Verhalten danach richten. Die
Imitation ist eine wichtige Form des Erlernens komplexer
Verhaltensmuster in kurzer Zeit, die bisher nur Menschen zugeschrieben
wurde. Die im Tiermagazin WUFF im Detail präsentierte und mit Fotos
illustrierte Studie von Dr. Friederike Range zeigt überraschender
Weise, dass auch Hunde ein solches Verhalten aufweisen: Sie imitieren
ein Verhalten nämlich nur dann, wenn es ihnen sinnvoll erscheint. Der
Herausgeber des Hundefachmagazins WUFF, der Mediziner Dr. Hans Mosser,
sagt dazu: "Die Studie beweist, dass Hunde zwischen dem Ziel einer
Handlung und der Handlung an sich unterscheiden, also ein selektives
Wahrnehmungsvermögen haben, wie es bisher nur Menschen zugeschrieben
wurde. Diese Ergebnisse korrelieren mit anderen wissenschaftlichen
Erkenntnissen, nach denen Hunde zwischen unterschiedlichen Strategien
bewusst auswählen. Voraussetzung für die Entwicklung solcher
Fähigkeiten sind natürlich die artgerechte Aufzucht und Erziehung des
besten Freundes des Menschen. Mit der regelmäßigen Veröffentlichung
neuester Erkenntnisse zum Thema Hund will das Hundemagazin WUFF einen
Beitrag leisten für ein schöneres Leben der Hundehalter mit ihren
Hunden", so WUFF-Herausgeber Dr. Hans Mosser. Ref.: "Hundemagazin
WUFF", Ausgabe September 2007, S. 28 ff.
26.08.2007: Auswertung der Berichte über die im Jahr 2006 in Nordrhein-Westfalen behördlich erfassten Hunde. http://www.munlv.nrw.de/verbraucherschutz/pdf/auswert_hundebericht_2006.pdf
Auswertung der Berichte über die im Jahr 2006 in Nordrhein-Westfalen behördlich erfassten Hunde
Seit dem 1. Januar 2003 ist dass Hundesgesetz für das Land NRW (LHundG
NRW) in Kraft. Das Gesetz legt für die Haltung gefährlicher, näher
bestimmter und großer Hunde besondere Pflichten und für den Umgang mit
diesen Hunden Verhaltungsanforderungen fest. Das LHundG NRW soll zu
einem Rückgang der Beißvorfälle in NRW führen und die Hundehalterinnen
und Hundehalter zu einem sachkundigen und verantwortungsvolleren Umgang
mit ihren Hunden motivieren. Da sich die Erkenntnisse über die
Gefährlichkeit von Hunden und bestimmten Hunderassen verändern, hat der
Gesetzesgeber angeordnet, die Auswirkungen des Landeshundegesetzes NRW
nach einem Erfahrungszeitraum von fünf Jahren zu überprüfen. Auch
das Bundesverfassungsgericht hat in seiner „Kampfhunde-Entscheidung“
vom 16. März 2004 den an Rassekataloge anknüpfenden Bundesgesetzgeber
verpflichtet, die weitere Entwicklung und insbesondere das
Beißverhalten von Hunden zu beobachten, zu überprüfen und zu bewerten.
Um eine entsprechende Überprüfung und Bewertung des LHundG NRW
vorzubereiten, wurden die für den Vollzug zuständigen Kommunen gebeten,
kalenderjährlich bestimmte Informationen im Zusammenhang mit dem
Vollzug des LHundG NRW zu erfassen und zu berichten. Die Berichte
wurden von den Bezirksregierungen zusammengefasst und dem MUNLV
übermittelt. Das Datenmaterial erstreckt sich auf die behördlich
erfassten, im LHundG NRW geregelten Hunde, differenziert nach deren
Gefährdungspotenzial. Erfasst wurden amtlich gemeldete Beißvorfälle,
positive und negative Entscheidungen über die Befreiung von der Anlein-
und Maulkorbpflicht sowie straf- und bußgeldrechtliche Verstöße.
26.08.2007: Die Rangliste der aggressivsten Hunde.
Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat aus Anlass des
Gefahrhundegesetzes einen "Bericht zur Statistik über gefährliche
Hunde" erstellt. Dabei zählten auch Fälle, in den etwa Schafe gehetzt
oder andere Tiere angegriffen wurden. Berücksichtigt wurden Vorfälle
zwischen dem 1.Mai 2005 und 30.April 2006. Bezogen auf die polizeilich
gemeldeten Vorfälle in Schleswig-Holstein ergibt sich folgende
Reihenfolge: 1. Deutscher Schäferhund: 53 Vorfälle, 19 Menschen gebissen und verletzt, davon drei Kinder. 2. Mischling ohne Rassezuordnung: 37 Vorfälle, 10 Menschen gebissen und verletzt, davon ein Kind. 3. Deutscher Schäferhund Mischling: 35 Vorfälle, 15 Menschen gebissen und verletzt, davon zwei Kinder 4. Rottweiler: 29 Vorfälle, 11 Menschen gebissen und verletzt, davon drei Kinder 5. American Staffordshire Terrier:
26 Vorfälle, keine Menschen gebissen. Diese Reihenfolge sagt jedoch
nichts über die Gefährlichkeit aus - denn: Hunderassen werden umso
gefährlicher beurteilt, je höher die Zahl der Beißattacken im
Verhältnis zur Hunde-Population sind, je schlimmer die Verletzungen
sind und je mehr sich ein Hund als aggressiv erwiesen hat. Als
besonders gefährlich und auf Platz 1 findet sich daher der Jack Russel
Terrier (26 Tiere in Schleswig-Holstein) und auf Platz2 American
Staffordshire Terrier (203 Tiere). Der Deutsche Schäferhund (mehr als
21 000 Tiere) nimmt hingegen bei der Gefährlichkeit nur Platz 25 ein.
(blu) http://www.shz.de/index.php?MID=30&TEMPLATEID=60&LIVETICKER=1&RUBRIKID=890&REDID=1395130&LIVETICKER=1
26.08.2007: Hunde imitieren Verhaltensweisen nur dann, wenn sie für sie effektiv sind. Bello beweist Köpfchen. Des
Menschen liebster vierbeiniger Begleiter ist noch klüger, als viele
bisher dachten: Denn wie österreichische Forscher herausfanden, ahmen
Hunde eine beobachtete Tätigkeit keineswegs unüberlegt nach, sondern
passen ihr Verhalten an die jeweiligen Bedingungen an. In diversen
Verhaltenstests kam das Wissenschaftlerteam um Friederike Range von der
Universität Wien zu dem Ergebnis, dass Hunde in der Lage sind, die
wichtigsten Informationen einer Situation zu erkennen und zu bewerten.
Das heißt, "Bello" kopiert eine von seiner gewohnten Handlungsweise
abweichende Tätigkeit nur dann, wenn es die jeweiligen Umstände
erfordern. Diese so genannte selektive Imitation galt bisher als eine
Fähigkeit, die einzigartig für den Menschen und schon bei Kleinkindern
zu beobachten ist. Untersucht wurde diese Fähigkeit anhand einer mit
Futter gefüllten Box. Üblicherweise benutzen Hunde das Maul, um die
Kiste zu öffnen und an das Futter zu gelangen. Die Box konnte aber auch
geöffnet werden, indem man an einer Trapezschaukel zieht. Die
Wissenschaftler trainierten nun eine zweijährige Border-Collie-Hündin
so, dass sie die Trapezschaukel mit der Pfote bewegte und die Kiste
öffnete. Die anderen Hunde beobachteten die Hündin dabei und ahmten die
neue Methode nach, um an das Futter zu kommen. Hatte die Collie-Hündin
jedoch einen Ball im Maul, benutzten die anderen Hunde nicht mehr ihre
Pfote, sondern wieder ihr Maul, so wie es ihnen "natürlich" und unter
den Umständen als angebracht erschien. Hunde imitieren demnach nicht
blind das Verhalten ihrer Artgenossen, sondern beurteilen, ob es einen
Sinn ergibt, schließen die Forscher: Im ersten Test sprach nichts
dagegen, das neue, ungewohnte und unbequemere Vorgehen auszuprobieren,
und die Vierbeiner imitierten das Verhalten, die Box mit der Pfote zu
öffnen. Im zweiten Fall erkannten die Hunde aber, dass sich die neue
Methode nur für die Hündin in ihrer speziellen Situation eignete und
verzichteten auf die umständliche Nachahmung. Dieses Verhalten der
selektiven Imitation gehört zu den wichtigen sozialen Kompetenzen des
Menschen. Die neue Studie zeige nun Parallelen zwischen Hunden und
Kleinkindern. Hunde seien in diesem Fall dem Menschen sogar ähnlicher
als Schimpansen, sagen die Wiener Wissenschaftler. Die Affen würden in
ähnlichen Tests immer die einfachste Methode wählen und Ungewohntes
nicht kopieren. Die lange, intensive Beziehung zwischen Mensch und Hund
könnte eine mögliche Ursache für dieses Phänomen sein, vermuten die
Forscher. Ob die Hunde dieses selektive Verhalten auch nach einer
längeren Zeitspanne noch zeigen, sollen weitere Untersuchungen klären.
Quellen: "Selective Imitation in Domestic Dogs" in Current Biology 2007
17: 868-872 © August 2007-Deutsches Grünes Kreuz e.V. Quelle: http://www.ratgeberbox.de/ratgeber/artikel/artikel_819457.html?print=ye
31.07.2007: Steuerzahlerbund fordert: Weg mit der Hundesteuer. Fachmann:
Der Verwaltungsaufwand ist viel zu hoch — Lenkungsfunktion der Abgabe
wird ebenfalls bezweifelt. Rochlitz (fp). Mittelsachsen. Die
erheblichen Unterschiede bei der Hundesteuer verursacht nicht nur bei
Tierliebhabern für erhebliches Kopfschütteln. Knut Schreiter vom Bund
der Steuerzahler in Chemnitz: „Die Hundesteuer ist eine so genannte
Bagatellsteuer und gehört einfach abgeschafft.“ Bislang wurden schon
acht dieser Steuern abgeschafft, darunter die Tee- , Zucker- und
Salzsteuer (alle 1993). Schreiter begründet die radikale Forderung
damit, dass der Verwaltungsaufwand viel zu hoch sei. Außerdem
bezweifelt er die Lenkungsfunktion der Steuer.
Quelle: http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/LOKALES/ROCHLITZ/980882.html
25.07.2007: Wie viel ist mir mein Hund Wert? POLIXEA-Kommunal erklärt wieso es überhaupt eine Hundesteuer gibt. Der
Hund ist des Deutschen liebstes Haustier, Freund in allen Lebenslagen,
Beschützer und ein ziemlicher Kostenbringer. Nicht nur, dass Hasso
ordentlich gefüttert werden muss. Auch die Hundesteuer schlägt zu
Buche. Je nach Wohnort kann sie bis zu 150 Euro pro Jahr betragen.
Immer wieder klagen Hundehalter, weil sie dafür von den Kommunen wenig
zurückbekommen. Nicht jede Stadt stellt z.B. Hundetoiletten bereit. Die
Halter sind jedoch oft der Meinung, für ihre Steuer gebühre ihnen eine
Gegenleistung. POLIXEA Kommunal erklärt die Hintergründe. Die Deutsche
Geschichte ist auch eine Geschichte der Hundesteuer. Bereits im Jahre
1500 gab es ein sogenanntes „Hundekorn“. Durch eine Kornabgabe konnten
sich die Bauern von der Hundegestellungspflicht im Rahmen von
Jagdfrontdiensten freikaufen. Im Jahre 1810 wurde zum ersten Mal die
heutige Hundesteuer erhoben. Damals galt es als Luxus, ein Tier zum
eigenen Vergnügen zu besitzen. Daher war die Hundesteuer auch eine
Luxussteuer. Innerhalb der EU gibt heute es immer weniger Länder die
überhaupt noch eine Hundesteuer erheben. Frankreich zum Beispiel hat
sie im Jahre 1979 abgeschafft, England 1990. Zudem sind die
Hundesteuern in Deutschland im letzten Jahr, im Gegensatz zu allen
anderen europäischen Ländern, gestiegen. Ein Umstand, der bei
bundesrepublikanischen Hundehaltern für Unmut sorgt. Laut Gesetz wird
durch die Hundesteuer, die Hundehaltung besteuert. Die Hundesteuer ist
eine Aufwandssteuer, d.h. sie wird für den Aufwand erhoben, den der
Hundehalter für eine artgerechte Tierhaltung tagtäglich aufbringen
muss. Dadurch soll sichergestellt werden, dass ein Halter sich sein
Tier auch leisten, insbesondere ordentlich ernähren und pflegen kann.
Zusätzlich soll durch die Hundesteuer die Zahl der Hunde in einer Stadt
begrenzt werden. Entgegen der allgemeinen Annahme wird die Hundesteuer
nicht wegen der Kosten erhoben, die anfallen, um den Kot der Tiere zu
beseitigen. Diese werden über die Gebührenhaushalte (z.B. Abfall)
abgeglichen. Trotzdem gibt es für die Kommunen keinen Zwang
Hundetoiletten aufzustellen, denn eine Steuer verlangt nie eine
Gegenleistung. Das Aufstellen von Hundetoiletten erfolgt immer auf
freiwilliger Basis und ist ein Dienst am Bürger. Allein in Hamburg
verursachen 40000 Vierbeiner übrigens täglich zwölf Tonnen
entsorgungsbedürftiges Material. Erhoben wird die Steuer von der
Kommune. Daher variieren die Höhe der Hundesteuer von Stadt zu Stadt.
So viel muss ihnen ihr Hund in den einzelnen Kommunen Wert sein:
Saarbrücken: 85,92€, München: 76,80€, Stuttgart: 108€, Wiesbaden: 75€,
Leipzig: 96€, Dortmund: 144€, Köln: 141€, Essen: 141,12€, Hannover:
120€, Schwerin: 76,50€. http://www.polixea-kommunal.de/index.php?module=Pagesetter&func=viewpub&tid=86&pid=82&meid=171
19.07.2007
(dpa): Kein Problem mit Kampfhunden. Zahl der gemeldeten Tiere
stagniert / Wesenstest ist Pflicht / Verstärkte Kontrollen. WIESBADEN - Von Patrick Körber Obwohl
der Eindruck im Straßenbild ein anderer sein mag: Die Zahl der
Kampfhunde in Wiesbaden stagniert. 220 sind derzeit gemeldet, heißt es
seitens der Stadt. Sie alle haben die Wesensprüfung bestanden. Die
Bisse waren tödlich. Zwei Kampfhunde fielen auf einem Hamburger
Schulhof über einen sechsjährigen Jungen her. Ohne ersichtlichen Grund
zerfleischten sie seinen Hals und Kopf. Der Junge starb vor Ort an
seinen Verletzungen. Der Halter hatte seine Tiere nicht bändigen
können. Der Fall hatte im Jahr 2000 deutschlandweit für großes
Entsetzen gesorgt. Es war und blieb nicht der einzige folgenschwere
Zwischenfall mit Kampfhunden. Getragen von der Welle der Empörung
reagierten Länder und Kommunen – wie auch Hessen. So führte das
Bundesland eine sogenannte Kampfhunde-Verordnung ein, die von elf
Hunderassen einen Wesenstest verlangt und Auflagen für die Hundehalter
vorsieht. Hunde, die den Wesenstest nicht bestehen, können auf
Anordnung der Behörden eingeschläfert werden. Fast 400 gefährliche
Hunde wurden daraufhin im Jahr 2000 in Hessen eingeschläfert.
Vielleicht liegt es an der gesetzlichen Regelung, dass die Zahl der in
Wiesbaden gemeldeten Kampfhunde stagniert. 220 Kampfhunde, die den
Wesenstest bestanden haben, seien in der Stadt angemeldet, berichtet
Rathaus-Sprecher Siggi Schneider. In letzter Zeit seien die Kontrollen
des Ordnungsamtes verstärkt worden, die Hunde darauf überprüft worden,
ob sie ordnungsgemäß angemeldet sind. Bei den Kontrollen sei kein
"illegaler" Hund aufgefallen, so Schneider. Die als potenziell
gefährlich eingestuften Hunderassen müssen einen Chip im Fell tragen,
der Auskunft über ihre Identität gibt. Als gefährliche Hunde hat der
Gesetzgeber folgende Rassen eingestuft: Pitbull-Terrier, American
Staffordshire-Terrier, Staffordshire-Bullterrier, Bullterrier, American
Bulldog, Dogo Argentino, Fila Brasileiro, Kangal (Karabash),
kaukasischer Owtscharka, Mastiff und Mastino Napoletano. Etwa zehn
Hundebisse (alle Rassen) würden dem Ordnungsamt jährlich gemeldet. Die
Zahl sei in den vergangenen Jahren weitgehend gleich geblieben. Es seien aber in der Regel keine Kampfhunde, die als bissig auffielen, so der Rathaus-Sprecher.
Die gemeldeten Hunde müssten sich wie Kampfhunde auch einem Wesenstest
unterziehen. Wer seinen Kampfhund nicht bei der Stadt anmeldet, muss
mit einem Bußgeld von bis zu 5000 Euro rechnen. Wer seinen Kampfhund,
der den Wesenstest nicht bestanden hat, nicht an die maximal zwei Meter
lange Leine nimmt, kann mit einem Bußgeld von 25 Euro belegt werden.
Leinenzwang gilt übrigens für alle Hunde an Brücken, Unterführungen und
Rampen. Bußgeld droht Für jeden Hund sind die Halter steuerpflichtig,
so kostet der erste Hund - gleich zu welcher Rasse er gehört - 75,60
Euro, jeder weitere Hund 151,20 Euro. Die Stadt Frankfurt hatte die
Hundesteuer für Kampfhunde auf fast 1000 Euro pro Jahr erhöht, um den
Besitzern das Halten der Tiere zu verleiden. Allerdings hatte das
Verwaltungsgericht Kassel diese Regelung nach Klagen von Hundehaltern
wieder kassiert. Trotz der gleichen Hundesteuer müssen
Kampfhundebesitzer mehr Geld hinblättern, denn der Wesenstest für einen
Kampfhund kostet rund 150 Euro. Die Sachkundeprüfung, der sich der
Hundehalter unterziehen muss, kostet weitere 50 Euro. Diese Tests, die
Experten durchführen, müssen alle zwei Jahre wiederholt werden. Quelle:
http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=2901622
04.05.2007: Hartz IV vor Tierliebe. Einstein,
© Sozialticker 2007 - Alle Rechte vorbehalten - Vermehrt müssen sich
Leistungsberechtigte nach dem SGB II oder SGB XII ( ALG II oder
Sozialgeld ) anhören, ob ihnen eine Tierhaltung zugesagt werden kann,
weil die Regelsätze keine Regelungen zur Tierhaltung beinhalten und so
dieses Geld vom eigentlichen Verwendungszweck, dem des “Überlebens des
Leistungsbeziehers” somit nicht zur Verfügung steht. Wie Medien zu
gerne in jüngster Zeit berichten, gönnen sich Leistungsbezieher selber
nicht einmal das Nötigste, nur damit es den “Liebsten” an nichts
mangelt. Tierarzt, Untersuchungen, Nahrung und vielerorts immer noch
die Hundesteuer, von denen nur wenige Städte und Gemeinden die sozial
Schwachen befreien. Ist somit Tierhaltung eher eine Last für Leistungsbezieher? Für
diese Menschen nicht, das machte die berührende Reportage des ZDF 37
-Grad “Frauchens letzter Cent”, mehr als deutlich. Die Tiere geben
Wärme inmitten einer als kalt empfundenen Gesellschaft. Sie
strukturieren den Alltag, sind der einzige Grund für das
langzeitarbeitslose Herrchen, morgens überhaupt aufzustehen. Wenigstens
für den Vierbeiner kann man sorgen, wenn man schon zum Sorgenkind des
Sozialstaates geworden ist. Und von denen wird man selbst dann noch
angehimmelt, wenn alle längst auf einen herabgucken. Außerdem sollte
nicht vergessen werden, dass so manche Tierhaltung bereits vor
Leistungsbezug eingegangen wurde und es der christlichen Nächstenliebe
entsprechen sollte, einmal eingegangene Verpflichtungen auch
fortzuführen. Gerade von politischen Vertretern, die ein -
christlich - im Parteilogo symbolisch vor sich her tragen, hätte man
hier bei den Regelsätzen etwas mehr Feingefühl erwarten können. Sollte
der Leistungsbezug auch gleichzeitig die Abschiebung der Tiere in
Tierheime oder schlimmer noch die Einschläferung Konsequenz verfehlter
politischer Überlegungen sein? Dieser Ausdruck ist Bestandteil der Internetinformationen von "Der Sozialticker e.V." auf: http://www.sozialticker.com. URL für diesen Ausdruck: http://www.sozialticker.com/hartz-iv-vor-tierliebe_20070504.html
01.02.2007:
Tierheim Die Sozialgesetze lassen Zuschüsse nicht mehr zu. Hunde
kriegen kein Hartz IV. Hinter fast jedem zweiten Haustier, das im
Lüneburger Heim abgegeben wird, steht ein Fall von Arbeitslosigkeit.
Die Besitzer können das Futter nicht mehr bezahlen. Von Carolin George (Lüneburg).
Ein paar Tage hielt es die Lüneburger Familie mit dem Tier aus, das sie
nach dem Vorbild im Kinderfilm "Stuart Little" gekauft hatte: eine
Ratte. Dann brachten sie den Nager ins Lüneburger Tierheim - die
Realität hatte mit dem Film dann wohl doch zu wenig zu tun. Mehr als
1400 Tiere fanden im vergangenen Jahr ein vorübergehendes Zuhause an
der Bockelmannstraße. Und es werden immer mehr. Ein Grund dafür ist
Hartz IV. Bekamen Sozialhilfeempfänger früher noch einen Zuschuss für
Tierhaltung, gibt es diese Extras heute nicht mehr. Wer
Arbeitslosengeld II bekommt, erhält eine Überweisung auf sein Konto,
mit der alles abgedeckt ist. "Einzelleistungen wie nach dem
Sozialhilfegesetz gibt es nicht mehr", bestätigt Lüneburgs Arge-Leiter
Rolf Sixt. Die Folge: Immer mehr Langzeitarbeitslose und ehemalige
Sozialhilfeempfänger müssen ihre Tiere abgeben. Als Selina Martens von
der neuen Regelung hörte, schwante der Geschäftsführerin des Lüneburger
Tierheims zwar schon etwas, aber "dass es so schlimm wird, habe ich
nicht geahnt". 40 bis 50 Prozent der Hunde und Katzen werden
mittlerweile zu ihr gebracht, weil die Halter sie sich schlichtweg
nicht mehr leisten können..Oder weil sie wegen der
Hartz-IV-Bestimmungen ihre Wohnung wechseln müssen und mit einem
Vierbeiner keine neue finden. "Bevor man selbst auf der Straße steht,
muss eben das Tier dran glauben", sagt Martens. Einmal allerdings
konnte die 42-Jährige so eine Geschichte noch zum Happy End führen: Der
Vermieter sah nach einigen Telefonaten ein, dass ein Tierheim kein
angemessenes Zuhause für einen 14-jährigen Hund ist und ließ den
haarigen Gefährten schließlich doch mit einziehen. Doch solche Fälle
sind die Ausnahme. Die anderen sind einfach nur "bitter", sagt Selina
Martens. "Die Spirale geht nach oben", sagt die gelernte Tierpflegerin,
denn "Hartz-IV-Empfänger leben am Limit". Die 40 bis 60 Euro monatlich
für einen Hund für Futter, Tierarzt, Impfungen und Wurmkuren sprengen
bei den geringen Einkommen irgendwann jedes Portemonnaie. Seit rund 30
Jahren gibt es die Anlaufstelle für verwaiste Haustiere, fast die
Hälfte des Jahresetats von 250 000 Euro muss der Tierschutzverein an
Spenden zusammensammeln. Hart am Limit wirtschaftete das Tierheim 2006,
denn laut dem Vereinsvorsitzenden Thomas Becker hatte "die Bereitschaft
und das Vermögen der Menschen zu spenden deutlich abgenommen". Mit
einem neuen Konzept suchen Becker und Martens daher neue Spender: Ab
fünf Euro monatlich können Privatleute und Firmen Patenschaften für
einzelne Zwinger übernehmen. Weitere Informationen dazu gibt
Tierheimchefin Selina Martens unter 04131/8 24 24..Geöffnet ist die
Einrichtung an der Bockelmannstraße 3 montags, dienstags, donnerstags
und freitags von 14.30 bis 16.30 Uhr sowie sonnabends in der Zeit von
13.30 bis 16.30 Uhr.(Erschienen am 31. Januar 2007, Hamburger Abendblatt)
16.01.2007: Hartz IV reicht nicht fürs Tier. Viele
Hartz-IV-Empfänger sind nach Beobachtung des Berliner Tierheims
gezwungen, ihre Hunde und Katzen abzugeben, weil sie sich deren
Unterhalt nicht mehr leisten können. Der Sprecher des Tierheims, Marcel
Gäding, bestätigte gestern einen entsprechenden Pressebericht. "Von den
15.000 Tieren, die jährlich zu uns kommen, wird etwa ein Fünftel aus
wirtschaftlichen Gründen abgegeben. Das geschieht oft mit Tränen in den
Augen", so Gäding. Schuld sind offenbar die hohen Unterhaltskosten, die
für Hunde und Katzen anfallen. Laut Gäding kostet allein das Futter für
einen Hund im Monat 50 bis 80 Euro. Dazu kommen Tierarztkosten und die
jährliche Hundesteuer von 120 Euro. Im vergangenen Jahr hatte der
Berliner Tierschutzverein von der Politik gefordert, die Hundesteuer
für Hartz-IV-Empfänger auszusetzen. (taz Berlin lokal vom 16.1.2007, S.
22)
22.11.2006: Haustierbesitzer leben gesünder. Liebe
Leserin, lieber Leser, ich freue mich jeden Abend, wenn es sich mein
Kater neben mir auf der Couch bequem macht und sich wohlig schnurrend
streicheln lässt. Sofort hebt sich meine Stimmung und aller Stress
fällt von mir ab. Vor diesem Hintergrund war ich nicht überrascht als
ich gelesen habe, dass eine vom Bundesministerium für Forschung in
Auftrag gegebene Studie zu dem Schluss kommt, dass Haustierbesitzer
gesünder leben. Bei Menschen, die kein Haustier besitzen, liegt die
Zahl der Arztbesuche um fast 20 % höher als bei Tierfreunden.
Vielleicht ist dies ein Anlass für Sie, sich auch nach einem Haustier
als "Therapeuten“ umzusehen. Bei welchen Krankheiten Sie am meisten von
einem treuen tierischen Freund profitieren und was Sie bei seiner
Anschaffung bedenken sollten, hat mein Kollege Dr. Ulrich Fricke,
Chefredakteur von "Länger und gesünder Leben",
in diesem Beitrag für Sie zusammengefasst. 21,5 Millionen Haushalte in
Deutschland halten Haustiere - nicht ohne Grund: Tiere vermitteln
emotionale Nähe und Wärme. Sie akzeptieren "ihren“ Menschen mit all
seinen Schwächen und Gebrechen. Einsamen, depressiven oder älteren
Menschen tut deshalb die Gesellschaft von Tieren besonders gut. Es gibt
aber noch mehr positive Einflüsse: Die Bedürfnisse der Tiere
strukturieren den Alltag. Ein Hund etwa will neben seinem Futter auch
mehrmals täglich an die frische Luft. Das kann sich äußerst positiv auf
Ihr Schlafverhalten auswirken und die Beweglichkeit fördern. Wenn Sie
also ein Tier besitzen, haben Sie auf jeden Fall auch eine sinnvolle
Aufgabe. Und Menschen, die ein Tier zu betreuen haben, sorgen in der
Regel auch besser für sich selbst. Das kommt wiederum Ihrer Gesundheit
zugute. Es ist überraschend, wie viele dieser positiven Wirkungen
mittlerweile sogar in wissenschaftlichen Studien untersucht wurden. Diese positiven "Tierwirkungen" sind wissenschaftlich erwiesen:
- weniger Arztbesuche, - geringerer Medikamentenverbrauch bei
chronischen Krankheiten, - Senkung des Blutdrucks, - günstigere
Cholesterin- und Blutfettwerte, - größere sportliche Aktivität, -
stärkeres Selbstbewusstsein, - weniger Aggressionen und Depressionen
bei Alzheimer-Patienten, - mehr soziale Kontakte. Was letztlich für
diese Effekte verantwortlich ist, bleibt allerdings noch zu klären.
Ganz wichtig scheint in jedem Fall, dass das Beobachten von Tieren, das
Streicheln und der Körperkontakt den Abbau von Aggressionen
unterstützen sowie bei der Stressbewältigung helfen. Inzwischen werden
Tiere sogar schon ganz gezielt als Therapeuten eingesetzt. Zum einen
sind dies die bekannten Therapien mit Pferden und Delfinen, die im
Umgang mit behinderten, verhaltensauffälligen Kindern und Menschen mit
psychischen Problemen gute Resultate erzielen. Doch auch Altenheime,
Reha-Einrichtungen oder psychiatrische Fachkrankenhäuser zeigen sich
immer offener. Viele arbeiten mit privaten Tierhaltern zusammen, die
ihre Gefährten in den Dienst der Gesundheit von Mitmenschen stellen.
Wenn Sie diesen Service als Patient für sich nutzen oder als Tierhalter
selbst ein Tier "vermitteln“ möchten, können Sie sich z. B. an den
Verein "Tiere helfen Menschen“ wenden. Quelle: Newsletter,
22.11.2006, Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, Herausgeber: Dr.
Harald Feldkamp (v.i.s.d.p), Chief Content Managerin: Sabine Olthof,
Theodor-Heuss-Str. 2-4, D-53177 Bonn, Tel.: 02 28 - 9 55 05 55, Fax: 02
28 - 36 96 001, E-Mail: redaktion@vnr.de
23.10.2006: Linkspartei: Weniger Hundesteuer für Lübeck-Pass-Inhaber.
Die Hundesteuer von 126 Euro im Jahr, die auch rückwirkend gezahlt
werden muss, empfindet die Linkspartei Lübeck als unnötige Belastung
für sozial Benachteiligte. Den vollständigen Text finden Sie hier: http://www.HL-live.de/aktuell/text.php?id=26274
11.08.2006: Hunde helfen Langzeitarbeitslosen. Was
braucht ein Langzeitarbeitsloser, damit es ihm gut geht? Das Beste wäre
wohl ein Job. Gibt es diesen nicht, dann sollten sich
Hartz-IV-Empfänger laut einer Studie einen Hund anschaffen. Die Pilotstudie des Forschungskreises "Heimtiere in der Gesellschaft" ( anklicken für die Langfassung und die Zusammenfassung
der Studie) stellte der Vorsitzende Professor Reinhold Bergler auf
einem Wissenschaftskongress zur "Mensch-Heimtier-Beziehung" in Ismaning
bei München vor. Untersucht wurden die sozialen Verhältnisse von 32
Langzeitarbeitslosen, die Hälfte davon hatte einen Hund. Hundelose Hartz-IV-Empfänger verwahrlosten eher. Während
die Forscher bei Arbeitslosen ohne Hund oft äußere Verwahrlosung
registrierten, verkrafteten Hundebesitzer die Arbeitslosigkeit viel
besser. Sie standen morgens früh auf, führten ihren Hund Gassi, trafen
dabei andere Hundebesitzer und nutzten die freie Zeit, um sich mehr
ihrem Haustier zu widmen. Hundelose Hartz-IV-Empfänger dagegen
schliefen viel, griffen öfter zur Flasche, verbrachten viele Stunden
vor dem Fernseher und hatten viel weniger Kontakt zu anderen Menschen.
"Ein Hund strukturiert den Tagesablauf und erhält soziale Kontakte",
fasste Bergler die Ergebnisse seiner Studie zusammen. Er will seine
Forschungen zu Hunden und Arbeitslosen unbedingt fortführen. Sollte
sich bestätigen, dass Hunde vor Alkoholsucht schützen, wäre ein
Kostenfaktor im Gesundheitswesen ausgemerzt, meint Bergler. Der
Wissenschaftler fordert auch Familien zum Halten von Haustieren auf:
"In eine gesunde Familie gehört ein Haustier, dann funktioniert
vieles." Beispielsweise könne das Tier in Krisensituationen hilfreich
sein. "Kinder mit Tieren können sich besser in andere hineinversetzen". Auch
sein Kollege Professor Kurt Kotrschal von der Universität Wien sieht
Haustiere als wichtige Begleiter des Menschen und appelliert an Eltern,
ihren Kindern den Zugang zu Tieren zu ermöglichen. "Kinder mit Tieren
können sich besser in andere hineinversetzen und haben darum in der
Gesellschaft die Nase vorn". Für seinen Kollegen Bergler ist es auch
wichtig, dass Kinder über Tiere lernen, Verantwortung zu übernehmen und
die Stärken und Schwächen eines Lebewesens kennen zu lernen. "Wenn man
mit dem Haustier zum Tierarzt geht, sollte man die Kinder immer
mitnehmen", fordert er deshalb. Weil ein Hund viel Auslauf und
Beschäftigung braucht, ist er nach Berglers Meinung für Arbeitslose
ideal. Bei Kindern aber muss man sich nach Ansicht der Experten gut
überlegen, ob und welches Haustier man anschafft. "Man sollte mehrere
Wochenenden mit dem Kind ins Tierheim gehen und es Tierbücher lesen
lassen, um zu sehen, ob es wirklich ein Tier will", rät Bergler. Für
kleinere Kinder empfehlen die Wissenschaftler auch kleinere Tiere, wie
Meerschweine oder Katzen. "Hamster sind nachtaktive Tiere und deshalb
nicht als Haustiere zum Spielen geeignet. Das ist Tierquälerei", meint
Bergler. Kotrschal hat einen besonderen Tipp: "Zahme Ratten sind toll.
Das sind sehr soziale Tiere." Hunde für Kinder ungeeignet.
Hunde würden die beiden Experten für Kinder weniger empfehlen. Nur wenn
ein Hund gut in eine Familie eingebettet sei, könnten Kinder mit ihm
umgehen. "Ein Hund muss untergeordnet werden. Wer nicht bereit ist,
seinen Hund auch mal in den Hintern zu treten, sollte sich keinen
anschaffen", meint Kotrschal. Heimtierbesitzer sollten sich in
Ratgebern über ihre Tiere kundig machen und die Ratschläge zur
Tierhaltung auch beachten und einhalten, fordern die Experten. Dabei
seien die Eltern auch immer Vorbild für die Kinder. Kotrschal sieht als
ein positives Ergebnis seiner Arbeit und der seiner Kollegen, dass
Tiere in Altenheimen vor 30 Jahren noch unvorstellbar gewesen seien.
Inzwischen hätten 70 Prozent der deutschen Pflegeheime Tiere zu
Therapiezwecken. Auch Bergler ist überzeugt, dass er und seine Kollegen
den hohen Stellenwert von Haustieren aufzeigen können. Er kann zudem
nur jedem raten, sich ein Tier zuzulegen: "Ein Haustier ist eine Quelle
ständiger Alltagsfreuden, die negative Erlebnisse überwiegen." Maria
Marquart/AP. www.mensch-heimtier.de
16.06.2006: Wichtiges Urteil zum Thema Kampfhundsteuer:
Hier mal ein paar Zitate: „Die Festsetzung der Hundesteuer für das Jahr
2002 beruht auf keiner gültigen Rechtsgrundlage. Denn die
Hundesteuersatzung der Stadt Düsseldorf vom 21.9.02, auf die die
Bescheide gestützt ist, ist – zumindest – soweit es die Aufnahme der
Rasse “Kuvasz” in die Rasseliste der Anlage 2 in §2 Abs. 3 HS betrifft,
kein gültiges Ortsrecht. Eine hinreichende tatsächliche Grundlage für
die Aufnahme der Rasse “Kuvasz” in die Anlage 2 zur LHV NRW und damit
für deren Übernahme in die Hundesteuersatzung ist nicht vorhanden. Denn
die Erkenntnisse, die den Verordnungsgeber zur Aufnahme der Rasse
“Kuvasz” in die LHV NRW bewogen haben, vermögen diese Entscheidung im
Vergleich zu anderen, nicht von der Liste erfassten Hunderassen nicht
zu tragen. Grundlegende Kriterien, die die Einordnung der verschiedenen
Rassen in die Rasseliste der Anlage 2 zur LHV NRW an hand ihrer
besonderen Eigenschaften ermöglicht hätten, hat der Verordnungsgeber
bei Erlass der LHV NRW soweit ersichtlich nicht aufgestellt.
Ausweislich der Antwort des Beklagten vom 21. März 2006 auf die Anfrage
des Senats vom 9. März 2006 gibt es keine Unterlagen über Erhebungen
zur Gefährlichkeit der in den Anlagen 1 und 2 zur LHV NRW erfassten
Hunderassen. Die Einordnung erfolgte lediglich unter Berücksichtigung
der Beschreibung der einzelnen Hunderassen, wie sie in einer Broschüre
des MUNLV NRW zur LHV NRW niedergelegt sind....“ Hier das komplette Urteil. Übernommen von MTW, Düsseldorf.