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Das Leben ist eine Komödie für jene, die denken, eine Tragödie für jene, die fühlen  (Oskar Wilde)

Wer das Denken nicht attackieren kann, attackiert den Denkenden (Andre Heller)


 

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Mein Name ist Peter - Christian Löwisch.


Ich arbeite seit vielen Jahren als Journalist für die verschiedensten Medien, insbesondere für Printmedien. Meine Themen, die unter Leistungen näher aufgeführt sind, beschäftigen sich mit Rassismus, Rechtsextremismus, soziale Minderheiten, Drogen und auch seit Sommer 2000 mit den sogenannten Kampfhunden (SoKa). Neben der journalistischen Arbeit bin ich im Bereich Weiterbildung tätig. Die Themen, zu denen ich Seminare veranstalte oder Vorträge halte, sind unter Leistungen und  Seminare aufgeführt.  Zur Zeit arbeite ich als freier Journalist, biete Themen und Artikel den Print- und Nonprintmedien an, halte Seminare ab und stehe für Vorträge zur Verfügung. Jeder Arbeit von mir gehen umfangreiche Recherchen voraus. Mein Motto ist, daß ich über nichts schreibe, worüber ich nicht genauestes recherchiert habe.


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Aktuelle Information:


!! WICHTIG !!  -  NEU – NEU - NEU - NEU  -  !! WICHTIG !!

Als bewählter Bezirksvertreter in  der BV 1 Innenstadt habe einen monatlich tagenden Bürgerstammtisch eingerichtet. Anträge und Anfragen, Termine und Ort der diversen Bürgerstammtische sind auf der Seite Kommunalpolitik zu finden. Dort finden Sie auch die Links zur Ratsfraktion und die Partei Die.Linke Köln.


 Aktuelles     (siehe auch unter Aktuelle Kommentare)



15.07.2010: Weser-Kurier: Wirtschaftskrise treibt überfüllte Tierheime in die Insolvenz. Bremen (ots) - Der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel, hat wegen katastrophaler Zustände in deutschen Tierheimen im Zusammenhang mit der Wirtschaftkrise Alarm geschlagen. "Immer weniger Menschen können aus finanziellen Gründen ein Heimtier bei sich aufnehmen. Viele können sich das im Moment einfach nicht mehr leisten", sagte Apel dem WESER-KURIER (Freitagausgabe). Die Verweildauer von Tieren in Heimen sei in diesem Jahr deshalb sprunghaft angestiegen. Erste Tierheime seien schon pleite gegangen. "Mehr Tiere erfordern mehr Pflege und Futter - das kostet Geld und das ist nicht vorhanden", sagte Apel. "Einige Heime mussten bereits Insolvenz anmelden." Derzeit verhandle der Tierschutzbund mit dem Deutschen Städte- und Gemeindetag über mögliche Hilfen. Bisher sei es noch zu keiner Einigung gekommen. Das führe zu unhaltbaren Zuständen in den Tierheimen. "Was wir momentan erleben, kann man nur als Katastrophe bezeichnen", sagte er. Sämtliche 550 Tierheime, die der Tierschutzbund in Deutschland betreibe, seien überfüllt. "Ich kenne kein Tierheim, das derzeit nicht zu kämpfen hätte", sagte er weiter. Eine artgerechte Haltung der Tiere sei vielerorts nicht mehr zu gewährleisten. Am schlimmsten sei die Situation in Berlin, wo derzeit 1600 Tiere untergebracht seien. Der Ferienbeginn in zahlreichen Bundesländern sei ein Grund für die prekäre Lage. Zu dieser Zeit würden regelmäßig viele Haustiere ins Heim gebracht oder ausgesetzt. Dazu komme eine schlechte Vermittlungsquote in der Urlaubszeit, weil viele Menschen verreist seien. Neben Tierschutzaspekten sei auch die finanzielle Situation vieler Tierheime angespannt. Quelle: http://www.presseportal.de/pm/30479/1648786/mail


09.02.2010: Entscheidung zu Sozialleistungen - Bundesverfassungsgericht kippt Hartz-IV-Sätze. Die bisherigen Hartz-IV-Regelsätze sind verfassungswidrig - sie müssen neu berechnet werden. Das Bundesverfassungsgericht fordert eine an der Realität orientierte Neuregelung. Die Hartz-IV-Regelsätze für Kinder und Erwachsene müssen neu berechnet werden. Die bisherige Regelung verstößt gegen die Verfassung. Die Berechnung sei nicht transparent genug, entschied das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe am Dienstag. Das Gericht forderte den Gesetzgeber auf, bis zum 31. Dezember eine an der Realität orientierte Neuregelung zu schaffen. Ob Bezieher des Arbeitslosengeldes II deshalb mehr Geld bekommen müssen, ließ das Gericht offen. Bis zu einer Änderung bleibt die bisherige Regelung gültig. Ab sofort können Hartz-IV-Empfänger jedoch einen besonderen Bedarf geltend machen, der durch die bisherigen Zahlungen nicht gedeckt wird. Damit drohen dem ohnehin schwer verschuldeten Staat in diesem Jahr höhere Ausgaben für Hartz IV. In Deutschland beziehen mehr als 6,5 Millionen Menschen Hartz-IV-Leistungen. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts durfte der Gesetzgeber zur Sicherung eines „menschenwürdigen Existenzminimums“ feste Regelsätze schaffen. Aber deren Berechnung ist nach Ansicht der Karlsruher Richter nicht korrekt gewesen. Sie müsse nun in einem transparenten und sachgerechten Verfahren nach dem tatsächlichen Bedarf neu erfolgen. Besonders bei Kindern müsse sich die neue Berechnung stärker an der Realität orientieren. Damit waren die Klagen von drei Familien aus Bayern, Hessen und Nordrhein- Westfalen erfolgreich. Der Hartz-IV-Regelsatz für Erwachsene liegt derzeit bei 359 Euro monatlich, bei Inkrafttreten des Gesetzes Anfang 2005 waren es noch 345 Euro. Bei Kindern und Jugendlichen sind die Leistungen gestaffelt, und zwar ausgehend vom Regelsatz: Unter sechs Jahren gibt es 60 Prozent (215 Euro), unter 14 Jahren 70 Prozent (251 Euro), darüber 80 Prozent (287 Euro). http://www.sueddeutsche.de/,tt1m1/wirtschaft/414/502646/text/


30. 12 2009: Reporter ohne Grenzen - Zahl der getöteten Journalisten deutlich gestiegen. Es war ein besonders schlechtes Jahr für die Pressefreiheit: Die Organisation Reporter ohne Grenzen konstatiert 76 tote Journalisten und eine Zunahme der Bedrohungen. Kritische Blogger sind inzwischen ebenso Zielscheibe von staatlicher Repression wie Vertreter klassischer Medien. Es ist der größte von Reporter ohne Grenzen jemals dokumentierte Vorfall dieser Art: Am 23. November wurden 30 Medienmitarbeiter Opfer eines blutigen Massakers in der südphilippinischen Provinz Maguindanao - sie starben, als sie einen Politiker zu einem Wahlbüro begleiteten. Auch sonst stand es um die Sicherheit von Reportern in vielen Ländern 2009 schlecht. 76 Journalisten starben, 16 mehr als 2008; 1456 wurden angegriffen oder bedroht - eine Steigerung von fast 57 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Wurden 2008 noch 353 Medien zensiert, waren es 2009 schon 570; 60 Länder sind laut Jahresbericht von Reporter ohne Grenzen mittlerweile von einer Zensur des Internets betroffen. Nie zuvor dokumentierte die Organisation eine so hohe Zahl von inhaftierten Bloggern und Internetnutzern. Derzeit sind fast 110 Menschen in elf Ländern im Gefängnis, weil sie im Web ihre Meinung frei geäußert haben. "Sobald die neuen Medien eine wichtige Rolle bei der Verbreitung von Informationen spielen, reagieren einige Regierungen mit besonders harten Repressionen", sagte Reporter-ohne-Grenzen-Generalsekretär Jean-François Julliard. "Blogger stehen mittlerweile unter der gleichen Beobachtung wie Mitarbeiter konventioneller Medien." Julliard äußerte sich zudem besorgt über die Massenauswanderung von Journalisten aus undemokratischen Ländern wie Iran oder Sri Lanka. "Die Behörden dieser Länder haben verstanden, dass sie nachhaltig den Pluralismus der Gedanken und den Grad der Kritik verringern, indem sie Journalisten zur Ausreise bewegen", sagte er. Vor allem die Berichterstattung in Kriegen und während Wahlen waren 2009 für Journalisten die gefährlichsten Einsätze. Auch die Situation in Europa hat sich dieses Jahr verschlechtert: Nie waren so wenige europäische Länder auf den ersten 20 Plätzen vertreten wie auf der diesjährigen Rangliste der Staaten mit der größten Pressefreiheit. Schlusslicht unter den EU-Mitgliedern in nach wie vor Bulgarien mit Platz 68. Aber auch Länder wie Italien (49) oder Frankreich (43) rutschten ab. Russland steht auf Platz 153 und damit hinter Weißrussland. Deutschland landet auf Rang 18. Von Martin U. Müller/Mit Material von AFP. URL: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,669529,00.html


02.12.2009: Hass aufs Anderssein. Obdachlose, Schwule, Andersgläubige: Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 100.000 Angehörige von Minderheiten Opfer einer Gewalttat. Experten sehen in den "Hate Crimes" eine Gefahr für die zivilisierte Gesellschaft. Von Malte Steinhoff mehr...


20.10.2009: Rangliste der Pressefreiheit 2009: Vorreiterrolle der europäischen Staaten in Gefahr. Mit Sorge betrachtet Reporter ohne Grenzen (ROG) die sukzessive Verschlechterung der Situation von Medien und Journalisten in einigen europäischen Ländern. Anlässlich der Veröffentlichung der neuen ROG-Rangliste zur weltweiten Lage der Pressefreiheit am 20. Oktober warnt die Organisation zur Verteidigung der Presse- und Meinungsfreiheit davor, dass Europa seine langjährige Vorbildfunktion verlieren könnte. „Es ist beunruhigend festzustellen, dass demokratische Staaten wie Frankreich, Italien oder die Slowakei jedes Jahr weitere Plätze in der Rangliste verlieren“, sagte Jean-François Julliard, ROG-Generalsekretär bei der Vorstellung der Rangliste 2009. „Europa sollte eine Vorreiterrolle bei der Gewährung von bürgerlichen Freiheiten spielen. Wie können europäische Staaten Verstöße gegen die Pressefreiheit in der Welt verurteilen, ohne sich auf dem eigenen Territorium vorbildlich zu verhalten? Pressefreiheit muss überall in der Welt mit der gleichen Energie und Beharrlichkeit verteidigt werden“, forderte Julliard. So hat beispielsweise Frankreich (43.) im Vergleich zum vergangenen Jahr acht Ränge verloren, Italien (49.) ist um fünf Plätze abgestiegen und die Slowakei (44.) sogar um 37 Plätze abgerutscht. Auch Bulgarien (68.) zeigt einen Abwärtstrend. Dieses Mal ist das südosteuropäische Land um weitere neun Ränge gefallen und bleibt damit Schlusslicht unter den EU-Staaten. Der EU-Beitrittskandidat Türkei sinkt um 20 Plätze im Ranking und steht damit auf Rang 122. Damit werden eine Reihe von EU-Staaten in diesem Jahr von Staaten mit parlamentarischem System in Afrika – Mali (30.), Südafrika (33.) und Ghana (27.) – sowie in Lateinamerika – Uruguay (29.) und Trinidad und Tobago (28.) – überholt. In einigen europäischen Ländern sind Medienmitarbeiter auch vor körperlichen Angriffen nicht sicher: In Italien sind mafiöse Gruppen und in Spanien (44., vorher 36.) die ETA für Gewalt und Drohungen gegen Medienvertreter verantwortlich. Auch auf dem Balkan dokumentierte ROG Fälle von Gewalt gegen Journalisten: So wurde beispielsweise in Kroatien (78.) der Eigentümer und Marketing-Direktor der Wochenzeitschrift „Nacional“ bei einem Bombenattentat getötet. Trotz bedeutender Abwärtsbewegungen besetzen europäische Staaten weiterhin die Mehrheit der ersten 20 Plätze. Deutschland steht in diesem Jahr auf Platz 18 (2008: 20): Als kritisch bewertet wurde unter anderem das im vergangenen Januar in Kraft getretene BKA-Gesetz, das dem Bundeskriminalamt die Möglichkeit der Durchführung von Online-Durchsuchungen und Überwachung der Telekommunikation einräumt. Negativ ins Gewicht fielen auch Tendenzen der Pressekonzentration, der immer noch unzureichende Zugang zu öffentlichen Informationen sowie vereinzelte Fälle von körperlichen Übergriffen auf Journalisten. Bei der Betrachtung der Entwicklung außereuropäischer Staaten fallen insbesondere die großen Rangverluste des Irans sowie Israels ins Auge: Der Iran (172.) gehört zu den Schlusslichtern auf der Liste, hinter ihm folgen nur noch Turkmenistan (173.), Nordkorea (174.) und Eritrea (175.) – alle drei Staaten belegten bereits im vergangenen Jahr die hintersten Ränge. In Eritrea werden immer noch keine unabhängigen Medien zugelassen. Nach neuen Festnahmen von Journalisten im Februar 2009 hat sich die Lage in dem ostafrikanischen Land weiter verschärft. Israel verzeichnet einen Absturz um 47 Positionen und liegt nun auf Platz 93. Dahingegen konnten sich die Vereinigten Staaten (20.) in diesem Jahr um 16 Plätze verbessern. Iran unter den Schlusslichtern. Repressionen, Drangsalierungen und Schikanen haben sich für iranische Journalisten und Journalistinnen in diesem Jahr extrem verschärft: Durch die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist das Land in eine tiefe Krise gestürzt. Gleichzeitig verfestigte sich die Paranoia des Regimes gegenüber Medienmitarbeitern und Bloggern. Wachsende Selbstzensur, staatliche Überwachung von Medien, Misshandlungen sowie illegale Festnahmen und Verhaftungen durch Polizei und Sicherheitskräfte und eine größer werdende Zahl von Journalisten auf der Flucht – so stellt sich die Lage der Medienfreiheit zur Zeit im Iran dar. Die islamische Republik hat deswegen weitere sechs Plätze verloren. Israel: Nachrichtenkontrolle während des Gaza-Kriegs. Israels Militäroperation „Gegossenes Blei“ im Gazastreifen im Dezember 2008 und Januar 2009 beeinträchtigte auch die Lage der Medien und Journalisten in Israel selbst: Infolgedessen führt das Land nicht länger die Gruppe der Staaten des Nahen Ostens / Nordafrika an und steht hinter Kuweit (60.) und den Vereinigten Arabischen Emiraten (86.). Nicht nur bei der Berichterstattung aus Palästinensischen Gebieten hat Israel scharfe Restriktionen verhängt. Die Militärzensur bedroht die journalistische Berichts- und Recherchefreiheit auch im eigenen Land. ROG hat zudem eine Reihe von Festnahmen dokumentiert – einige von ihnen eindeutig ungesetzlich. „Obama-Effekt“ bringt USA unter die „Top 20“. Die Vereinigten Staaten haben es in diesem Jahr unter die ersten 20 Staaten auf der Rangliste geschafft. Der neue politische Kurs nach Barack Obamas Amtsantritt im Januar 2009 ist eine Ursache für diese Entwicklung. So ist die Zahl der Fälle von Verletzungen des Quellenschutzes im Namen der nationalen Sicherheit zurückgegangen. Zudem gibt es ernst zu nehmende Bemühungen, den Zugang zu öffentlichen Informationen zu verbessern. Ein anderes Bild ergibt sich jedoch in Betrachtung US-amerikanischer Auslandseinsätze (siehe Position 108 auf der Rangliste „außerhalb der USA“). So ist das Land weiterhin in zwei Kriege involviert: Die Haltung US-amerikanischer Militär- und Sicherheitsbehörden gegenüber Medien im Irak und Afghanistan bleibt besorgniserregend. ROG dokumentierte in beiden Ländern Übergriffe von Journalisten durch das US-Militär sowie mehrere Festnahmen von Pressevertretern. Zur Erstellung der Rangliste. Für die Rangliste wurden Verstöße gegen die Pressefreiheit genauso wie Bemühungen der Staaten, dieses Menschenrecht umzusetzen im Zeitraum von September 2008 bis Ende August 2009 berücksichtigt. Anhand eines Fragebogens wurden hierzu unsere Partner-Organisationen, unser Korrespondenten-Netzwerk sowie Journalisten, Rechercheure, Juristen und Menschenrechtler in den jeweiligen Ländern befragt. Detaillierte Informationen zur ROG-Rangliste sowie zu einzelnen Regionen finden Sie hier. Quelle: http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/news-nachrichten-single/article/1/rangliste-der-pressefreiheit-2009-vorreiterrolle-der-europaeischen-staaten-in-gefahr.html


18.05.2009: Deutschland ist sozial zerrissen
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Die ärmsten Regionen in Deutschland sind Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Das geht aus dem erstmals veröffentlichten Armutsatlas des Paritätischen Gesamtverbands hervor. Als arm gilt, wem weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung stehen. Ein Single gilt zum Beispiel als arm, wenn er über weniger als 764 Euro verfügt. Verbands-Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider stellte den Atlas am Montag in Berlin vor. Weiter unter http://nachrichten.t-online.de/c/18/76/15/58/18761558.html


02.05.2009: Computerwissen Daily. Ohne Pressefreiheit bleiben Opfer unsichtbar. Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai lenkt Reporter ohne Grenzen (ROG) den Blick auf die "Leerstellen", die entstehen, wenn Medien nicht frei berichten dürfen. Mit der neuen Kampagne "Ohne Pressefreiheit bleiben Opfer unsichtbar" stellt ROG die Folgen von Zensur, Verfolgung von Journalistinnen und Journalisten und Angriffen gegen Medien in den Mittelpunkt. Mit einer Protestaktion vor dem Brandenburger Tor in Berlin am heutigen 2. Mai von 10 bis 15 Uhr zeigt ROG, was es heißt, wenn Berichterstattung unterdrückt wird. Es wird eine Käfig-Installation zu sehen sein, darin: Menschen in Notsituationen, die kein Gesicht mehr haben - wehr- und namenlose Opfer. "Korruption, Amtsmissbrauch, religiöse, ethnische oder sexuelle Verfolgung von Menschen - viele Verbrechen bleiben im Dunkeln, wenn niemand den Opfern ein Gesicht und eine Stimme gibt. In Ländern wie Mexiko, Russland, Pakistan oder Italien setzen Reporter/innen ihr Leben aufs Spiel, wenn sie Missstände öffentlich machen", so ROG-Geschäftsführerin Elke Schäfter. "Wir fordern zum Internationalen Tag der Pressefreiheit einen besseren Schutz von Medien und ihren Mitarbeiter/innen. Auch in Kriegszonen müssen Journalistinnen und Journalisten ungehindert recherchieren können: Reporter/innen haben denselben Status wie Zivilisten, das müssen Armeen und bewaffnete Gruppen respektieren", erklärt Elke Schäfter weiter. (tok) Feinde des Internets: Am 12. März hat Reporter ohne Grenzen seinen Internetbericht vorgestellt, der mit einer gruseligen Bilanz aufwartet: In zwölf Ländern ist die Internetzensur und die Repression gegen Blogger/innen so massiv, dass die Staaten den Titel "Feinde des Internets" verdienen. Zur Zeit sind mindestens 70 Cyberdissidentinnen und -dissidenten in Haft, weil sie ihr Recht auf Meinungsfreiheit im Internet wahrgenommen haben. China ist das größte Gefängnis für Blogger/innen, gefolgt von Vietnam und dem Iran. Zu den 12 "Feinden des Internets" zählt ROG die Länder Ägypten, Birma, China, Iran, Kuba,  Nordkorea, Saudi Arabien, Syrien, Tunesien, Turkmenistan, Usbekistan und Vietnam. "Diese Staaten haben das Internet zu einem Intranet gemacht, um damit die Bevölkerung am Zugang zu ‚unerwünschten' Online-Informationen zu hindern", kritisiert ROG. Neben der Überwachung und Kontrolle von Online-Informationen und Nachrichten werden in diesen Staaten unliebsame Internetnutzer/innen systematisch verfolgt. "Unter dem Vorwand, moralische Normen, die nationale Sicherheit, Religion oder die Rechte ethnischer Minderheiten oder gar das ‚spirituell-kulturelle' und wissenschaftliche Potential eines Landes zu beschützen, wird in vielen Ländern Internetzensur betrieben", so ROG. In dem Bericht werden die Kontrolle, Überwachung und Zensur des Internets und die Verfolgung von Internetdissidentinnen und -dissidenten in 22 Staaten umfassend untersucht. Darüber hinaus enthält der Report allgemeine Fakten zur Internetnutzung und zu möglichen Problemen des Zugangs zum Internet in den gelisteten Ländern. China führt die "Liste der Feinde des Internets" an: Derzeit sind in China 50 Internetdissidentinnen und -dissidenten in Haft. Die meisten von Ihnen werden beschuldigt, "Staatsgeheimnisse im Ausland preisgegeben" zu haben. Die zahlreichen Zensurmechanismen der Regierung weisen einen hohen Organisationsgrad auf: Fast 40.000 staatliche Mitarbeiter kontrollieren Online-Inhalte. In Birma sind die Gesetze zu elektronischer Kommunikation überaus streng: So können Blogger/innen, die Kritik an der Regierung formulieren, zu drakonischen Haftstrafen verurteilt werden. Auch in Usbekistan und Turkmenistan üben die Regierungen strenge Online-Überwachung aus. In Saudi-Arabien hat die Regierung mehr als 400.000 Webseiten "zum Schutz der saudischen Gesellschaft" sperren lassen. Der Iran ist weiterhin der "größte Feind des Internets" im Nahen Osten: Regelmäßig werden Blogger/innen festgenommen, derzeit sind vier in Haft. Unter besonderer Beobachtung. ROG stellt zudem zehn Länder "unter besondere Beobachtung": In diese Kategorie fallen unter anderem Australien und Südkorea - Staaten, die auf den ersten Blick als funktionierende Demokratien gelten. Zwar lassen die Behörden dieser Staaten, anders als die "Feinde des Internets", Internetdissidentinnen und -dissidenten selten festnehmen und Zensurmaßnahmen sind weniger massiv. Aber die Regierungen haben beunruhigende Maßnahmen ergriffen, die leicht missbraucht werden könnten. In Australien zum Beispiel erlaubt eine Anti-Terror-Gesetzgebung den Behörden, ‚verdächtige' private E-Mails abzufangen. In dem Bericht geht ROG auch auf Formen von "partizipativer Zensur" ein. So betreiben einige Regierungen regelrechte "Kommentarschlachten": Sie nutzen Netzwerkseiten wie "Facebook", "Twitter" oder andere Plattformen, um ihre Ansichten und Meinungen zu lancieren. Einige repressive Regierungen lassen auch gegen Bezahlung gewünschte Kommentare auf gut besuchte Webseiten stellen, oder sie organisieren Hacker-Angriffe, um Online-Inhalte zu blockieren. Trotz Gängelungen und Repressionen lassen sich viele Blogger/innen nicht entmutigen. Das Internet bleibt in vielen Ländern im Vergleich zu konventionellen Medien immer noch das freieste Mittel zur Verbreitung von Informationen und Meinungen. Neue Software-Entwicklungen helfen zum Teil, Nachrichtenkontrollen und -zensur im Internet zu umgehen. Große Internetfirmen wie Google, Yahoo! und Microsoft haben mit der Unterzeichnung der so genannten "Global Network Initiative" angekündigt, dass sie das Recht auf Meinungsfreiheit der Internetnutzer/innen weltweit respektieren möchten. Bisher haben sich diese Firmen auf Druck von Regierungen in einigen Staaten zum Teil an der Zensur beteiligt. Wenn es einen Wandel dieser Geschäftspraktiken gäbe, wäre es für eine Reihe von Regierungen schwieriger, Internetnutzer/innen zu überwachen. Den 28-seitigen ROG-Bericht (in englischer Sprache) "Feinde des Internets" finden Sie hier: www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/pdf/Internetbericht.pdf (tok). Feinde der Pressefreiheit. Auf einer neuen zum 3. Mai veröffentlichten Liste der "Feinde der Pressefreiheit" benennt ROG die 40 repressivsten Akteure und Institutionen. Darunter sind nicht nur Regierungen, sondern auch paramilitärische und terroristische Gruppen, Rebellen und kriminelle Netzwerke. Ein Beispiel ist Mexiko mit den Drogenkartellen in Tijuana, Sinaloa, Ciudad Juárez und der Golf-Region: Die Hälfte der mindestens 46 seit dem Jahr 2000 in Mexiko ermordeten Journalistinnen und Journalisten haben zum Thema Drogenhandel und den dahinter stehenden kriminellen Netzwerken recherchiert. Auch in Italien geraten Medienmitarbeiter/innen in die Schusslinie, wenn sie über mafiöse Gruppen berichten. Das Land rangiert deswegen neu auf der "Liste der Feinde der Pressefreiheit". Zehn Journalistinnen und Journalisten stehen derzeit unter Polizeischutz. Das Ausmaß und die Folgen von Menschenrechtsverstößen wie in Sri Lanka, Afghanistan, Irak oder Somalia sind oft schwer auszumachen, weil unabhängige Berichterstatter/innen keinen Zutritt zu den Regionen haben. "Ganze Landstriche sind ‚blinde Flecken der Informationen': Wir können die Lebenssituation der Menschen nur erahnen", so Michael Rediske, Vorstandssprecher von ROG. "Besonders dramatisch ist die Situation derzeit in den pakistanischen Stammesgebieten und der Provinz Belutschistan an der Grenze zu Afghanistan. Mit vier getöteten Journalisten im Jahr 2009 ist Pakistan derzeit das gefährlichste Land für Medienmitarbeiter/innen", erklärt Michael Rediske. In Konfliktregionen wird es für Journalistinnen und Journalisten immer schwieriger zu berichten. Informationskontrolle ist zu einem strategischen Ziel vieler Armeen und bewaffneter Gruppen geworden. Zudem geraten Medienmitarbeiter/innen schneller in die Schusslinie. Im Irak sind beispielsweise in sechs Jahren, von 2003 bis 2009, zweimal mehr Medienmitarbeiter/innen getötet worden (225) als in 20 Jahren Vietnam-Krieg von 1955 bis 1975 (102). Die vollständige Liste der "Feinde der Pressefreiheit" wird unter www.reporter-ohne-grenzen.de veröffentlicht. (tok)

 

19.Dezember 2008, STROMSTOSS-EXPERIMENT. So leicht werden Menschen zu Folterknechten von Christian Stöcker. Die Elektroschock-Experimente Stanley Milgrams sind legendär. Sie gelten bis heute als Beleg dafür, dass auch ganz normale Menschen schnell zu erbarmungslosen Folterknechten werden können. Nun wurde die historische Studie wiederholt - mit ernüchterndem Ergebnis. Was Stanley Milgram seinen Versuchspersonen im Jahr 1961 antat, darf heute kein Forscher in der westlichen Welt mehr - und seien seine Absichten auch noch so lauter. Nun wurde die Studie über Gehorsam und Gnadenlosigkeit in einer Light-Version wiederholt. Und wieder zeigte sich, wie leicht Menschen dazu gebracht werden können, andere zu quälen. Wie in der Originalstudie ging es eigentlich nur darum, einen "Schüler" - der in Wahrheit ein Helfer des Forschers war - mit Bestrafung zum besseren Lernen von Wortpaaren zu bringen. Milgrams legendäres Experiment veränderte das Selbstbild der Menschheit auf Dauer, weil er mit einer schlichten Methode vorführte, wie leicht normale Menschen zu Folterknechten gemacht werden können, zu gehorsamen Erfüllungsgehilfen einer zerstörerischen Autorität. Der Großteil seiner Versuchspersonen verteilte Elektroschocks, bis eine vermeintliche Versuchsperson im Nebenraum zunächst vor Schmerzen brüllte und dann plötzlich, aber dauerhaft verstummte. "Das Experiment erfordert, dass Sie weitermachen", sagte der Herr im weißen Kittel, und die Versuchspersonen drückten noch einmal auf den Knopf. Wollte der Proband erneut abbrechen, sagte der Versuchsleiter: "Es ist unbedingt notwendig, dass Sie weitermachen." Und die Mehrheit tat das auch. Auch wenn der durch jeden Knopfdruck vermeintlich mit Elektroschocks traktierte "Schüler" im Nebenraum schon schrie, scheinbar vor Schmerzen. Ist die Menschheit heute gnädiger als vor 50 Jahren? Die Mehrheit der Versuchspersonen ging mit den Elektroschocks bis zum Ende der Skala, bis 450 Volt, in 15-Volt-Schritten. Diese Kombination aus ungewohnter Situation, nicht hinterfragter Autorität und Salamitaktik betrachtete Milgram als Kernfaktoren, die zum erbarmungslosen Verhalten seiner Testpersonen beitrugen. Gerade in den Jahren seit dem 11. September 2001, in denen Folter plötzlich wieder zum Mittel der Politik zu werden schien, wurden Milgrams Ergebnisse oft zitiert, um etwa die Greuel von Abu Ghureib zu erklären. In verschiedenen Varianten ist die Erkenntnis immer wieder erneuert worden - in (fast) jedem steckt ein Folterknecht. Nun versuchte sich der Psychologe Jerry Burger erneut an Milgrams Versuchsaufbau. Seine implizite Kernfrage: Sind wir heute besser? Hat die Menschheit dazugelernt, lassen wir uns nicht mehr so einfach zu Folterern machen wie damals in den frühen Sechzigern? Das hat schon lange niemand mehr probiert - aus ethischen Gründen: Experimente wie das Original, in dem den Versuchspersonen suggeriert wurde, sie hätten einen Menschen gequält und womöglich dauerhaft geschädigt, gelten heute als nicht mehr vertretbar. In manchen Varianten der Originalexperimente verwies der "Schüler" im Nebenraum schreiend auf eine Herzerkrankung und verstummte dann. Probanden solchem Stress auszusetzen, widerspricht heutigen Ethik-Richtlinien für Experimente. Weiterdrücken, auch wenn das Opfer nicht mehr reagiert. Also setzte Burger einen niedrigeren Abbruchpunkt an: Bei 150 Volt, im Original wie in der neuen Studie, schrie der "Schüler" zum ersten Mal vor Schmerzen auf. Bei Milgram zögerten die Versuchspersonen hier und wurden zum ersten Mal wirklich unsicher. Wer jenseits von 150 Volt weitermachte, tat das meist bis ganz ans Ende. Mehr als 80 Prozent der Probanden, die 150 Volt verabreicht hatten, drückten bis 450 Volt weiter auf die Knöpfe - auch wenn der Proband irgendwann weder auf die Fragen noch auf die Elektroschocks reagierte. Burger ließ deshalb nur virtuelle Stromstöße bis 150 Volt austeilen. Wenn Probanden danach weitermachen wollten, hielt der Versuchsleiter sie davon ab. Es handele sich um "Gehorsam light", schreibt Alan Elms, der in den Sechzigern mit Milgram zusammenarbeitete, in einem Kommentar zu Burgers Studie. "Wenn man den Mann schreien hört 'lasst mich raus, ich halte es nicht mehr aus', ist das der Punkt, an dem der Stress, für den man Milgram kritisiert hat, einsetzt", sagt Burger über seine Studie, die nun im "American Psychologist" erscheint. In der "Light"-Version waren nicht ganz so viele Versuchspersonen bereit, nach dem Schmerzensschrei noch weiterzumachen - 70 Prozent hätten auch den Knopf für 165 Volt noch gedrückt. Die Abweichung zum Original ist jedoch nicht einmal statistisch bedeutsam. Um zu überprüfen, ob der mäßigende Einfluss einer zweiten Person daran etwas ändern würde, schleuste Burger in einem zweiten Experiment eine vermeintliche Co-Versuchsperson ein. Sie weigerte sich ab einer Spannung von 90 Volt, weitere Schocks zu verteilen. Doch trotz des guten Beispiels übernahmen die meisten der Versuchspersonen an dieser Stelle freiwillig die Aufgabe des Knöpfedrückens - und 65 Prozent der Teilnehmer hätten auch unter diesen Bedingungen nach dem Hilferuf noch weitergemacht. Ein "überraschendes und enttäuschendes" Ergebnis sei das, sagt Burger. "Ernstzunehmende Lücke" Eins mache seine Studie jedoch deutlich: Die "Vorstellung, dass die Menschen in den frühen sechziger Jahren irgendwie einfacher zu Gehorsam zu bewegen waren", sei nicht haltbar. Milgrams früherer Mitarbeiter Elms zeigte sich einerseits schockiert von Burgers Ergebnissen. Er habe in Interviews immer wieder der Hoffnung Ausdruck gegeben, dass die Ergebnisse aus den Sechzigern heute nicht mehr replizierbar wären, schreibt Elms in einem Kommentar. "Da gehen meine hoffnungsvollen Erwartungen über deutlich geringeren Gehorsam dahin!". Er verweist jedoch auf Vorsichtsmaßnahmen, die Burger getroffen hat und die in seinen Augen das Ergebnis schwächen: Burger akzeptierte nur Versuchspersonen, die das Milgram-Experiment eigenen Angaben zufolge nicht kannten. Und er ließ von Psychiatern Interviews durchführen, um Menschen auszuschließen, denen die Stresssituation des Experimentes hätte Schaden zufügen können. Die nach dieser Doppelauswahl übriggebliebenen Probanden könnten möglicherweise "beträchtlich gehorsamer sein" als Durchschnittsmenschen, spekuliert Elms. Ein zweiter Kommentator, der Psychologe Arthur Miller, spricht in der gleichen Ausgabe des "American Psychologist" sogar von "ethischem Overkill" in Burgers Studie. Man könne die Arbeit mit den Originalexperimenten nicht sinnvoll vergleichen. Dennoch seien Studien wie die Burgers gerade heute wieder dringend nötig, sie "füllen eine ernstzunehmende Lücke". Miller: "Die Bedingungen und Gründe zu verstehen, die Menschen dazu bringen, physischen Schmerz zu verursachen und Strafen bis hin zu Mord zu verteilen, insbesondere auf Befehl innerhalb einer Organisationshierarchie, ist heute vielleicht wichtiger als je zuvor." Mit Material von Reuters. URL:

Medien Peter-Chr. Löwisch
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