Würde mich über Einträge im Gästebuch freuenBesucherzähler ab September 2005 |  |  |  |  |  |
Das Leben ist eine Komödie für jene, die denken, eine Tragödie für jene, die fühlen (Oskar Wilde) Wer das Denken nicht attackieren kann, attackiert den Denkenden (Andre Heller) Home
Mein Name ist Peter - Christian Löwisch.
Ich
arbeite seit vielen Jahren als Journalist für die verschiedensten
Medien, insbesondere für Printmedien. Meine Themen, die unter
Leistungen näher aufgeführt sind, beschäftigen sich mit Rassismus,
Rechtsextremismus, soziale Minderheiten, Drogen und auch seit Sommer
2000 mit den sogenannten Kampfhunden (SoKa). Neben der journalistischen
Arbeit bin ich im Bereich Weiterbildung tätig. Die Themen, zu denen ich
Seminare veranstalte oder Vorträge halte, sind unter Leistungen und
Seminare aufgeführt. Zur Zeit arbeite ich als freier Journalist,
biete Themen und Artikel den Print- und Nonprintmedien an, halte
Seminare ab und stehe für Vorträge zur Verfügung. Jeder Arbeit von mir
gehen umfangreiche Recherchen voraus. Mein Motto ist, daß ich über
nichts schreibe, worüber ich nicht genauestes recherchiert habe.
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!! WICHTIG !! - NEU – NEU - NEU - NEU - !! WICHTIG !!
Als bewählter Bezirksvertreter in der BV 1 Innenstadt habe einen monatlich tagenden Bürgerstammtisch eingerichtet. Anträge und Anfragen, Termine und Ort der diversen Bürgerstammtische sind auf der Seite Kommunalpolitik zu finden. Dort finden Sie auch die Links zur Ratsfraktion und die Partei Die.Linke Köln.
Aktuelles (siehe auch unter Aktuelle Kommentare)
15.07.2010: Weser-Kurier: Wirtschaftskrise treibt
überfüllte Tierheime in die Insolvenz. Bremen
(ots) - Der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel, hat wegen
katastrophaler Zustände in deutschen Tierheimen im Zusammenhang mit der
Wirtschaftkrise Alarm geschlagen. "Immer weniger Menschen können aus
finanziellen Gründen ein Heimtier bei sich aufnehmen. Viele können sich das im
Moment einfach nicht mehr leisten", sagte Apel dem WESER-KURIER (Freitagausgabe).
Die Verweildauer von Tieren in Heimen sei in diesem Jahr deshalb sprunghaft
angestiegen. Erste Tierheime seien schon pleite gegangen. "Mehr Tiere
erfordern mehr Pflege und Futter - das kostet Geld und das ist nicht
vorhanden", sagte Apel. "Einige Heime mussten bereits Insolvenz
anmelden." Derzeit verhandle der Tierschutzbund mit dem Deutschen Städte-
und Gemeindetag über mögliche Hilfen. Bisher sei es noch zu keiner Einigung
gekommen. Das führe zu unhaltbaren Zuständen in den Tierheimen. "Was wir
momentan erleben, kann man nur als Katastrophe bezeichnen", sagte er.
Sämtliche 550 Tierheime, die der Tierschutzbund in Deutschland betreibe, seien
überfüllt. "Ich kenne kein Tierheim, das derzeit nicht zu kämpfen
hätte", sagte er weiter. Eine artgerechte Haltung der Tiere sei vielerorts
nicht mehr zu gewährleisten. Am schlimmsten sei die Situation in Berlin, wo
derzeit 1600 Tiere untergebracht seien. Der Ferienbeginn in zahlreichen
Bundesländern sei ein Grund für die prekäre Lage. Zu dieser Zeit würden
regelmäßig viele Haustiere ins Heim gebracht oder ausgesetzt. Dazu komme eine
schlechte Vermittlungsquote in der Urlaubszeit, weil viele Menschen verreist
seien. Neben Tierschutzaspekten sei auch die finanzielle Situation vieler
Tierheime angespannt. Quelle: http://www.presseportal.de/pm/30479/1648786/mail
09.02.2010: Entscheidung zu Sozialleistungen - Bundesverfassungsgericht kippt Hartz-IV-Sätze.
Die bisherigen Hartz-IV-Regelsätze sind verfassungswidrig - sie müssen neu
berechnet werden. Das Bundesverfassungsgericht fordert eine an der Realität
orientierte Neuregelung. Die
Hartz-IV-Regelsätze für Kinder und Erwachsene müssen neu berechnet werden. Die
bisherige Regelung verstößt gegen die Verfassung. Die Berechnung sei nicht
transparent genug, entschied das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe am
Dienstag. Das Gericht forderte den Gesetzgeber auf, bis zum 31. Dezember eine
an der Realität orientierte Neuregelung zu schaffen. Ob Bezieher des
Arbeitslosengeldes II deshalb mehr Geld bekommen müssen, ließ das Gericht
offen. Bis zu einer Änderung bleibt die bisherige Regelung
gültig. Ab sofort können Hartz-IV-Empfänger jedoch einen besonderen Bedarf
geltend machen, der durch die bisherigen Zahlungen nicht gedeckt wird. Damit
drohen dem ohnehin schwer verschuldeten Staat in diesem Jahr höhere Ausgaben
für Hartz IV. In Deutschland beziehen mehr als 6,5 Millionen Menschen
Hartz-IV-Leistungen. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts durfte der
Gesetzgeber zur Sicherung eines „menschenwürdigen Existenzminimums“ feste
Regelsätze schaffen. Aber deren Berechnung ist nach Ansicht der Karlsruher
Richter nicht korrekt gewesen. Sie müsse nun in einem transparenten und
sachgerechten Verfahren nach dem tatsächlichen Bedarf neu erfolgen. Besonders
bei Kindern müsse sich die neue Berechnung stärker an der Realität orientieren.
Damit waren die Klagen von drei Familien aus Bayern, Hessen und Nordrhein-
Westfalen erfolgreich. Der Hartz-IV-Regelsatz für Erwachsene
liegt derzeit bei 359 Euro monatlich, bei Inkrafttreten des Gesetzes Anfang
2005 waren es noch 345 Euro. Bei Kindern und Jugendlichen sind die Leistungen
gestaffelt, und zwar ausgehend vom Regelsatz: Unter sechs Jahren gibt es 60
Prozent (215 Euro), unter 14 Jahren 70 Prozent (251 Euro), darüber 80 Prozent
(287 Euro). http://www.sueddeutsche.de/,tt1m1/wirtschaft/414/502646/text/
30. 12 2009: Reporter
ohne Grenzen - Zahl der getöteten Journalisten deutlich gestiegen. Es war ein besonders schlechtes Jahr für die
Pressefreiheit: Die Organisation Reporter ohne Grenzen konstatiert 76 tote
Journalisten und eine Zunahme der Bedrohungen. Kritische Blogger sind
inzwischen ebenso Zielscheibe von staatlicher Repression wie Vertreter
klassischer Medien. Es ist der größte von Reporter ohne
Grenzen jemals dokumentierte Vorfall dieser Art: Am 23. November wurden 30
Medienmitarbeiter Opfer eines blutigen Massakers in der südphilippinischen
Provinz Maguindanao - sie starben, als sie einen Politiker zu einem Wahlbüro
begleiteten. Auch sonst stand es um die Sicherheit von Reportern in
vielen Ländern 2009 schlecht. 76 Journalisten starben, 16 mehr als 2008; 1456
wurden angegriffen oder bedroht - eine Steigerung von fast 57 Prozent im
Vergleich zum Vorjahr. Wurden 2008 noch 353 Medien zensiert, waren es 2009
schon 570; 60 Länder sind laut Jahresbericht von Reporter ohne Grenzen
mittlerweile von einer Zensur des Internets betroffen. Nie zuvor
dokumentierte die Organisation eine so hohe Zahl von inhaftierten Bloggern und
Internetnutzern. Derzeit sind fast 110 Menschen in elf Ländern im Gefängnis,
weil sie im Web ihre Meinung frei geäußert haben. "Sobald die neuen Medien
eine wichtige Rolle bei der Verbreitung von Informationen spielen, reagieren
einige Regierungen mit besonders harten Repressionen", sagte
Reporter-ohne-Grenzen-Generalsekretär Jean-François Julliard. "Blogger
stehen mittlerweile unter der gleichen Beobachtung wie Mitarbeiter
konventioneller Medien." Julliard äußerte sich zudem besorgt
über die Massenauswanderung von Journalisten aus undemokratischen Ländern wie
Iran oder Sri Lanka. "Die Behörden dieser Länder haben verstanden, dass
sie nachhaltig den Pluralismus der Gedanken und den Grad der Kritik verringern,
indem sie Journalisten zur Ausreise bewegen", sagte er. Vor
allem die Berichterstattung in Kriegen und während Wahlen waren 2009 für
Journalisten die gefährlichsten Einsätze. Auch die Situation in Europa hat sich
dieses Jahr verschlechtert: Nie waren so wenige europäische Länder auf den
ersten 20 Plätzen vertreten wie auf der diesjährigen Rangliste der Staaten mit
der größten Pressefreiheit. Schlusslicht unter den EU-Mitgliedern in nach wie
vor Bulgarien mit Platz 68. Aber auch Länder wie Italien (49) oder Frankreich
(43) rutschten ab. Russland steht auf Platz 153 und damit hinter Weißrussland.
Deutschland landet auf Rang 18. Von Martin U. Müller/Mit
Material von AFP. URL: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,669529,00.html
02.12.2009: Hass
aufs Anderssein. Obdachlose,
Schwule, Andersgläubige: Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 100.000
Angehörige von Minderheiten Opfer einer Gewalttat. Experten sehen in den
"Hate Crimes" eine Gefahr für die zivilisierte Gesellschaft. Von Malte Steinhoff mehr...
20.10.2009: Rangliste der Pressefreiheit 2009:
Vorreiterrolle der europäischen Staaten in Gefahr. Mit Sorge betrachtet Reporter ohne Grenzen (ROG)
die sukzessive Verschlechterung der Situation von Medien und Journalisten in
einigen europäischen Ländern. Anlässlich der Veröffentlichung der neuen
ROG-Rangliste zur weltweiten Lage der Pressefreiheit am 20. Oktober warnt die
Organisation zur Verteidigung der Presse- und Meinungsfreiheit davor, dass
Europa seine langjährige Vorbildfunktion verlieren könnte. „Es ist beunruhigend
festzustellen, dass demokratische Staaten wie Frankreich, Italien oder die
Slowakei jedes Jahr weitere Plätze in der Rangliste verlieren“, sagte
Jean-François Julliard, ROG-Generalsekretär bei der Vorstellung der Rangliste
2009. „Europa sollte eine Vorreiterrolle bei der Gewährung von bürgerlichen
Freiheiten spielen. Wie können europäische Staaten Verstöße gegen die
Pressefreiheit in der Welt verurteilen, ohne sich auf dem eigenen Territorium
vorbildlich zu verhalten? Pressefreiheit muss überall in der Welt mit der
gleichen Energie und Beharrlichkeit verteidigt werden“, forderte Julliard. So
hat beispielsweise Frankreich (43.) im Vergleich zum vergangenen Jahr acht
Ränge verloren, Italien (49.) ist um fünf Plätze abgestiegen und die Slowakei
(44.) sogar um 37 Plätze abgerutscht. Auch Bulgarien (68.) zeigt einen
Abwärtstrend. Dieses Mal ist das südosteuropäische Land um weitere neun Ränge
gefallen und bleibt damit Schlusslicht unter den EU-Staaten. Der
EU-Beitrittskandidat Türkei sinkt um 20 Plätze im Ranking und steht damit auf
Rang 122. Damit werden eine Reihe von EU-Staaten in diesem Jahr von Staaten mit
parlamentarischem System in Afrika – Mali (30.), Südafrika (33.) und Ghana
(27.) – sowie in Lateinamerika – Uruguay (29.) und Trinidad und Tobago (28.) –
überholt. In einigen europäischen Ländern sind Medienmitarbeiter auch vor
körperlichen Angriffen nicht sicher: In Italien sind mafiöse Gruppen und in
Spanien (44., vorher 36.) die ETA für Gewalt und Drohungen gegen
Medienvertreter verantwortlich. Auch auf dem Balkan dokumentierte ROG Fälle von
Gewalt gegen Journalisten: So wurde beispielsweise in Kroatien (78.) der
Eigentümer und Marketing-Direktor der Wochenzeitschrift „Nacional“ bei einem
Bombenattentat getötet. Trotz bedeutender Abwärtsbewegungen besetzen
europäische Staaten weiterhin die Mehrheit der ersten 20 Plätze. Deutschland
steht in diesem Jahr auf Platz 18 (2008: 20): Als kritisch bewertet wurde unter
anderem das im vergangenen Januar in Kraft getretene BKA-Gesetz, das dem
Bundeskriminalamt die Möglichkeit der Durchführung von Online-Durchsuchungen
und Überwachung der Telekommunikation einräumt. Negativ ins Gewicht fielen auch
Tendenzen der Pressekonzentration, der immer noch unzureichende Zugang zu
öffentlichen Informationen sowie vereinzelte Fälle von körperlichen Übergriffen
auf Journalisten. Bei der Betrachtung der Entwicklung außereuropäischer Staaten
fallen insbesondere die großen Rangverluste des Irans sowie Israels ins Auge:
Der Iran (172.) gehört zu den Schlusslichtern auf der Liste, hinter ihm folgen
nur noch Turkmenistan (173.), Nordkorea (174.) und Eritrea (175.) – alle drei
Staaten belegten bereits im vergangenen Jahr die hintersten Ränge. In Eritrea
werden immer noch keine unabhängigen Medien zugelassen. Nach neuen Festnahmen
von Journalisten im Februar 2009 hat sich die Lage in dem ostafrikanischen Land
weiter verschärft. Israel verzeichnet einen Absturz um 47 Positionen und liegt
nun auf Platz 93. Dahingegen konnten sich die Vereinigten Staaten (20.) in
diesem Jahr um 16 Plätze verbessern. Iran unter den Schlusslichtern. Repressionen,
Drangsalierungen und Schikanen haben sich für iranische Journalisten und
Journalistinnen in diesem Jahr extrem verschärft: Durch die umstrittene
Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist das Land in eine tiefe Krise
gestürzt. Gleichzeitig verfestigte sich die Paranoia des Regimes gegenüber Medienmitarbeitern
und Bloggern. Wachsende Selbstzensur, staatliche Überwachung von Medien,
Misshandlungen sowie illegale Festnahmen und Verhaftungen durch Polizei und
Sicherheitskräfte und eine größer werdende Zahl von Journalisten auf der Flucht
– so stellt sich die Lage der Medienfreiheit zur Zeit im Iran dar. Die
islamische Republik hat deswegen weitere sechs Plätze verloren. Israel:
Nachrichtenkontrolle während des Gaza-Kriegs. Israels Militäroperation
„Gegossenes Blei“ im Gazastreifen im Dezember 2008 und Januar 2009
beeinträchtigte auch die Lage der Medien und Journalisten in Israel selbst:
Infolgedessen führt das Land nicht länger die Gruppe der Staaten des Nahen
Ostens / Nordafrika an und steht hinter Kuweit (60.) und den Vereinigten
Arabischen Emiraten (86.). Nicht nur bei der Berichterstattung aus Palästinensischen
Gebieten hat Israel scharfe Restriktionen verhängt. Die Militärzensur bedroht
die journalistische Berichts- und Recherchefreiheit auch im eigenen Land. ROG
hat zudem eine Reihe von Festnahmen dokumentiert – einige von ihnen eindeutig
ungesetzlich. „Obama-Effekt“ bringt USA unter die „Top 20“. Die
Vereinigten Staaten haben es in diesem Jahr unter die ersten 20 Staaten auf der
Rangliste geschafft. Der neue politische Kurs nach Barack Obamas Amtsantritt im
Januar 2009 ist eine Ursache für diese Entwicklung. So ist die Zahl der Fälle
von Verletzungen des Quellenschutzes im Namen der nationalen Sicherheit
zurückgegangen. Zudem gibt es ernst zu nehmende Bemühungen, den Zugang zu
öffentlichen Informationen zu verbessern. Ein anderes Bild ergibt sich jedoch
in Betrachtung US-amerikanischer Auslandseinsätze (siehe Position 108 auf der
Rangliste „außerhalb der USA“). So ist das Land weiterhin in zwei Kriege
involviert: Die Haltung US-amerikanischer Militär- und Sicherheitsbehörden
gegenüber Medien im Irak und Afghanistan bleibt besorgniserregend. ROG
dokumentierte in beiden Ländern Übergriffe von Journalisten durch das
US-Militär sowie mehrere Festnahmen von Pressevertretern. Zur Erstellung der
Rangliste. Für die Rangliste wurden Verstöße gegen die Pressefreiheit
genauso wie Bemühungen der Staaten, dieses Menschenrecht umzusetzen im Zeitraum
von September 2008 bis Ende August 2009 berücksichtigt. Anhand eines
Fragebogens wurden hierzu unsere Partner-Organisationen, unser
Korrespondenten-Netzwerk sowie Journalisten, Rechercheure, Juristen und
Menschenrechtler in den jeweiligen Ländern befragt. Detaillierte
Informationen zur ROG-Rangliste sowie zu einzelnen Regionen finden Sie hier. Quelle: http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/news-nachrichten-single/article/1/rangliste-der-pressefreiheit-2009-vorreiterrolle-der-europaeischen-staaten-in-gefahr.html
18.05.2009: Deutschland
ist sozial zerrissen. Die ärmsten Regionen in Deutschland sind
Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Das geht aus dem erstmals
veröffentlichten Armutsatlas des Paritätischen Gesamtverbands hervor. Als arm
gilt, wem weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung stehen.
Ein Single gilt zum Beispiel als arm, wenn er über weniger als 764 Euro verfügt.
Verbands-Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider stellte den Atlas am Montag in
Berlin vor. Weiter unter http://nachrichten.t-online.de/c/18/76/15/58/18761558.html
02.05.2009: Computerwissen
Daily. Ohne Pressefreiheit
bleiben Opfer
unsichtbar. Zum Internationalen
Tag der Pressefreiheit am 3. Mai lenkt Reporter ohne Grenzen (ROG) den Blick
auf die "Leerstellen", die entstehen, wenn Medien nicht frei
berichten dürfen. Mit der neuen Kampagne "Ohne Pressefreiheit bleiben
Opfer unsichtbar" stellt ROG die Folgen von Zensur, Verfolgung von
Journalistinnen und Journalisten und Angriffen gegen Medien in den Mittelpunkt.
Mit einer Protestaktion vor dem Brandenburger Tor in Berlin am heutigen 2. Mai
von 10 bis 15 Uhr zeigt ROG, was es heißt, wenn Berichterstattung unterdrückt
wird. Es wird eine Käfig-Installation zu sehen sein, darin: Menschen in
Notsituationen, die kein Gesicht mehr haben - wehr- und namenlose Opfer. "Korruption,
Amtsmissbrauch, religiöse, ethnische oder sexuelle Verfolgung von Menschen -
viele Verbrechen bleiben im Dunkeln, wenn niemand den Opfern ein Gesicht und
eine Stimme gibt. In Ländern wie Mexiko, Russland, Pakistan oder Italien setzen
Reporter/innen ihr Leben aufs Spiel, wenn sie Missstände öffentlich
machen", so ROG-Geschäftsführerin Elke Schäfter. "Wir fordern
zum Internationalen Tag der Pressefreiheit einen besseren Schutz von Medien und
ihren Mitarbeiter/innen. Auch in Kriegszonen müssen Journalistinnen und
Journalisten ungehindert recherchieren können: Reporter/innen haben denselben
Status wie Zivilisten, das müssen Armeen und bewaffnete Gruppen
respektieren", erklärt Elke Schäfter weiter. (tok) Feinde des Internets: Am 12. März hat Reporter
ohne Grenzen seinen Internetbericht vorgestellt, der mit einer gruseligen
Bilanz aufwartet: In zwölf Ländern ist die Internetzensur und die Repression
gegen Blogger/innen so massiv, dass die Staaten den Titel "Feinde des
Internets" verdienen. Zur Zeit sind mindestens 70 Cyberdissidentinnen
und -dissidenten in Haft, weil sie ihr Recht auf Meinungsfreiheit im Internet
wahrgenommen haben. China ist das größte Gefängnis für Blogger/innen, gefolgt
von Vietnam und dem Iran. Zu den 12 "Feinden des Internets" zählt ROG
die Länder Ägypten, Birma, China, Iran, Kuba, Nordkorea, Saudi Arabien,
Syrien, Tunesien, Turkmenistan, Usbekistan und Vietnam. "Diese Staaten
haben das Internet zu einem Intranet gemacht, um damit die Bevölkerung am
Zugang zu ‚unerwünschten' Online-Informationen zu hindern", kritisiert
ROG. Neben der Überwachung und Kontrolle von Online-Informationen und
Nachrichten werden in diesen Staaten unliebsame Internetnutzer/innen
systematisch verfolgt. "Unter dem Vorwand, moralische Normen, die
nationale Sicherheit, Religion oder die Rechte ethnischer Minderheiten oder gar
das ‚spirituell-kulturelle' und wissenschaftliche Potential eines Landes zu
beschützen, wird in vielen Ländern Internetzensur betrieben", so ROG. In
dem Bericht werden die Kontrolle, Überwachung und Zensur des Internets und die
Verfolgung von Internetdissidentinnen und -dissidenten in 22 Staaten umfassend
untersucht. Darüber hinaus enthält der Report allgemeine Fakten zur
Internetnutzung und zu möglichen Problemen des Zugangs zum Internet in den
gelisteten Ländern. China führt die "Liste der Feinde des
Internets" an: Derzeit sind in China 50 Internetdissidentinnen und
-dissidenten in Haft. Die meisten von Ihnen werden beschuldigt, "Staatsgeheimnisse
im Ausland preisgegeben" zu haben. Die zahlreichen Zensurmechanismen
der Regierung weisen einen hohen Organisationsgrad auf: Fast 40.000 staatliche
Mitarbeiter kontrollieren Online-Inhalte. In Birma sind die Gesetze zu
elektronischer Kommunikation überaus streng: So können Blogger/innen, die
Kritik an der Regierung formulieren, zu drakonischen Haftstrafen verurteilt
werden. Auch in Usbekistan und Turkmenistan üben die Regierungen strenge
Online-Überwachung aus. In Saudi-Arabien hat die Regierung mehr als 400.000
Webseiten "zum Schutz der saudischen Gesellschaft" sperren
lassen. Der Iran ist weiterhin der "größte Feind des Internets"
im Nahen Osten: Regelmäßig werden Blogger/innen festgenommen, derzeit sind vier
in Haft. Unter besonderer Beobachtung. ROG
stellt zudem zehn Länder "unter besondere Beobachtung": In
diese Kategorie fallen unter anderem Australien und Südkorea - Staaten, die auf
den ersten Blick als funktionierende Demokratien gelten. Zwar lassen die
Behörden dieser Staaten, anders als die "Feinde des Internets", Internetdissidentinnen
und -dissidenten selten festnehmen und Zensurmaßnahmen sind weniger massiv.
Aber die Regierungen haben beunruhigende Maßnahmen ergriffen, die leicht
missbraucht werden könnten. In Australien zum Beispiel erlaubt eine
Anti-Terror-Gesetzgebung den Behörden, ‚verdächtige' private E-Mails
abzufangen. In dem Bericht geht ROG auch auf Formen von "partizipativer
Zensur" ein. So betreiben einige Regierungen regelrechte
"Kommentarschlachten": Sie nutzen Netzwerkseiten wie
"Facebook", "Twitter" oder andere Plattformen, um ihre
Ansichten und Meinungen zu lancieren. Einige repressive Regierungen lassen auch
gegen Bezahlung gewünschte Kommentare auf gut besuchte Webseiten stellen, oder
sie organisieren Hacker-Angriffe, um Online-Inhalte zu blockieren. Trotz
Gängelungen und Repressionen lassen sich viele Blogger/innen nicht entmutigen.
Das Internet bleibt in vielen Ländern im Vergleich zu konventionellen Medien
immer noch das freieste Mittel zur Verbreitung von Informationen und Meinungen.
Neue Software-Entwicklungen helfen zum Teil, Nachrichtenkontrollen und -zensur
im Internet zu umgehen. Große Internetfirmen wie Google, Yahoo! und Microsoft
haben mit der Unterzeichnung der so genannten "Global Network
Initiative" angekündigt, dass sie das Recht auf Meinungsfreiheit der
Internetnutzer/innen weltweit respektieren möchten. Bisher haben sich diese
Firmen auf Druck von Regierungen in einigen Staaten zum Teil an der Zensur
beteiligt. Wenn es einen Wandel dieser Geschäftspraktiken gäbe, wäre es für
eine Reihe von Regierungen schwieriger, Internetnutzer/innen zu überwachen. Den
28-seitigen ROG-Bericht (in englischer Sprache) "Feinde des
Internets" finden Sie hier: www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/pdf/Internetbericht.pdf
(tok). Feinde der Pressefreiheit. Auf
einer neuen zum 3. Mai veröffentlichten Liste der "Feinde der
Pressefreiheit" benennt ROG die 40 repressivsten Akteure und
Institutionen. Darunter sind nicht nur Regierungen, sondern auch
paramilitärische und terroristische Gruppen, Rebellen und kriminelle Netzwerke.
Ein Beispiel ist Mexiko mit den Drogenkartellen in Tijuana, Sinaloa, Ciudad
Juárez und der Golf-Region: Die Hälfte der mindestens 46 seit dem Jahr 2000 in
Mexiko ermordeten Journalistinnen und Journalisten haben zum Thema Drogenhandel
und den dahinter stehenden kriminellen Netzwerken recherchiert. Auch in Italien
geraten Medienmitarbeiter/innen in die Schusslinie, wenn sie über mafiöse
Gruppen berichten. Das Land rangiert deswegen neu auf der "Liste der
Feinde der Pressefreiheit". Zehn Journalistinnen und Journalisten
stehen derzeit unter Polizeischutz. Das Ausmaß und die Folgen von
Menschenrechtsverstößen wie in Sri Lanka, Afghanistan, Irak oder Somalia sind
oft schwer auszumachen, weil unabhängige Berichterstatter/innen keinen Zutritt
zu den Regionen haben. "Ganze Landstriche sind ‚blinde Flecken der
Informationen': Wir können die Lebenssituation der Menschen nur erahnen",
so Michael Rediske, Vorstandssprecher von ROG. "Besonders dramatisch
ist die Situation derzeit in den pakistanischen Stammesgebieten und der Provinz
Belutschistan an der Grenze zu Afghanistan. Mit vier getöteten Journalisten im
Jahr 2009 ist Pakistan derzeit das gefährlichste Land für
Medienmitarbeiter/innen", erklärt Michael Rediske. In Konfliktregionen
wird es für Journalistinnen und Journalisten immer schwieriger zu berichten.
Informationskontrolle ist zu einem strategischen Ziel vieler Armeen und
bewaffneter Gruppen geworden. Zudem geraten Medienmitarbeiter/innen schneller
in die Schusslinie. Im Irak sind beispielsweise in sechs Jahren, von 2003 bis
2009, zweimal mehr Medienmitarbeiter/innen getötet worden (225) als in 20
Jahren Vietnam-Krieg von 1955 bis 1975 (102). Die vollständige Liste der "Feinde
der Pressefreiheit" wird unter www.reporter-ohne-grenzen.de
veröffentlicht. (tok)
19.Dezember 2008, STROMSTOSS-EXPERIMENT. So leicht werden Menschen zu Folterknechten von Christian Stöcker.
Die Elektroschock-Experimente Stanley Milgrams sind legendär. Sie
gelten bis heute als Beleg dafür, dass auch ganz normale Menschen
schnell zu erbarmungslosen Folterknechten werden können. Nun wurde die
historische Studie wiederholt - mit ernüchterndem Ergebnis. Was Stanley
Milgram seinen Versuchspersonen im Jahr 1961 antat, darf heute kein
Forscher in der westlichen Welt mehr - und seien seine Absichten auch
noch so lauter. Nun wurde die Studie über Gehorsam und Gnadenlosigkeit
in einer Light-Version wiederholt. Und wieder zeigte sich, wie leicht
Menschen dazu gebracht werden können, andere zu quälen. Wie in der
Originalstudie ging es eigentlich nur darum, einen "Schüler" - der in
Wahrheit ein Helfer des Forschers war - mit Bestrafung zum besseren
Lernen von Wortpaaren zu bringen. Milgrams legendäres Experiment
veränderte das Selbstbild der Menschheit auf Dauer, weil er mit einer
schlichten Methode vorführte, wie leicht normale Menschen zu
Folterknechten gemacht werden können, zu gehorsamen Erfüllungsgehilfen
einer zerstörerischen Autorität. Der Großteil seiner Versuchspersonen
verteilte Elektroschocks, bis eine vermeintliche Versuchsperson im
Nebenraum zunächst vor Schmerzen brüllte und dann plötzlich, aber
dauerhaft verstummte. "Das Experiment erfordert, dass Sie
weitermachen", sagte der Herr im weißen Kittel, und die
Versuchspersonen drückten noch einmal auf den Knopf. Wollte der Proband
erneut abbrechen, sagte der Versuchsleiter: "Es ist unbedingt
notwendig, dass Sie weitermachen." Und die Mehrheit tat das auch. Auch
wenn der durch jeden Knopfdruck vermeintlich mit Elektroschocks
traktierte "Schüler" im Nebenraum schon schrie, scheinbar vor
Schmerzen. Ist die Menschheit heute gnädiger als vor 50 Jahren?
Die Mehrheit der Versuchspersonen ging mit den Elektroschocks bis zum
Ende der Skala, bis 450 Volt, in 15-Volt-Schritten. Diese Kombination
aus ungewohnter Situation, nicht hinterfragter Autorität und
Salamitaktik betrachtete Milgram als Kernfaktoren, die zum
erbarmungslosen Verhalten seiner Testpersonen beitrugen. Gerade in den
Jahren seit dem 11. September 2001, in denen Folter plötzlich wieder
zum Mittel der Politik zu werden schien, wurden Milgrams Ergebnisse oft
zitiert, um etwa die Greuel von Abu Ghureib zu erklären. In
verschiedenen Varianten ist die Erkenntnis immer wieder erneuert worden - in (fast) jedem steckt ein Folterknecht.
Nun versuchte sich der Psychologe Jerry Burger erneut an Milgrams
Versuchsaufbau. Seine implizite Kernfrage: Sind wir heute besser? Hat
die Menschheit dazugelernt, lassen wir uns nicht mehr so einfach zu
Folterern machen wie damals in den frühen Sechzigern? Das hat schon
lange niemand mehr probiert - aus ethischen Gründen: Experimente wie
das Original, in dem den Versuchspersonen suggeriert wurde, sie hätten
einen Menschen gequält und womöglich dauerhaft geschädigt, gelten heute
als nicht mehr vertretbar. In manchen Varianten der Originalexperimente
verwies der "Schüler" im Nebenraum schreiend auf eine Herzerkrankung
und verstummte dann. Probanden solchem Stress auszusetzen, widerspricht
heutigen Ethik-Richtlinien für Experimente. Weiterdrücken, auch wenn das Opfer nicht mehr reagiert. Also
setzte Burger einen niedrigeren Abbruchpunkt an: Bei 150 Volt, im
Original wie in der neuen Studie, schrie der "Schüler" zum ersten Mal
vor Schmerzen auf. Bei Milgram zögerten die Versuchspersonen hier und
wurden zum ersten Mal wirklich unsicher. Wer jenseits von 150 Volt
weitermachte, tat das meist bis ganz ans Ende. Mehr als 80 Prozent der
Probanden, die 150 Volt verabreicht hatten, drückten bis 450 Volt
weiter auf die Knöpfe - auch wenn der Proband irgendwann weder auf die
Fragen noch auf die Elektroschocks reagierte. Burger ließ deshalb nur
virtuelle Stromstöße bis 150 Volt austeilen. Wenn Probanden danach
weitermachen wollten, hielt der Versuchsleiter sie davon ab. Es handele
sich um "Gehorsam light", schreibt Alan Elms, der in den Sechzigern mit
Milgram zusammenarbeitete, in einem Kommentar zu Burgers Studie. "Wenn
man den Mann schreien hört 'lasst mich raus, ich halte es nicht mehr
aus', ist das der Punkt, an dem der Stress, für den man Milgram
kritisiert hat, einsetzt", sagt Burger über seine Studie, die nun im "American Psychologist" erscheint.
In der "Light"-Version waren nicht ganz so viele Versuchspersonen
bereit, nach dem Schmerzensschrei noch weiterzumachen - 70 Prozent
hätten auch den Knopf für 165 Volt noch gedrückt. Die Abweichung zum
Original ist jedoch nicht einmal statistisch bedeutsam. Um zu
überprüfen, ob der mäßigende Einfluss einer zweiten Person daran etwas
ändern würde, schleuste Burger in einem zweiten Experiment eine
vermeintliche Co-Versuchsperson ein. Sie weigerte sich ab einer
Spannung von 90 Volt, weitere Schocks zu verteilen. Doch trotz des
guten Beispiels übernahmen die meisten der Versuchspersonen an dieser
Stelle freiwillig die Aufgabe des Knöpfedrückens - und 65 Prozent der
Teilnehmer hätten auch unter diesen Bedingungen nach dem Hilferuf noch
weitergemacht. Ein "überraschendes und enttäuschendes" Ergebnis sei
das, sagt Burger. "Ernstzunehmende Lücke" Eins mache seine
Studie jedoch deutlich: Die "Vorstellung, dass die Menschen in den
frühen sechziger Jahren irgendwie einfacher zu Gehorsam zu bewegen
waren", sei nicht haltbar. Milgrams
früherer Mitarbeiter Elms zeigte sich einerseits schockiert von Burgers
Ergebnissen. Er habe in Interviews immer wieder der Hoffnung Ausdruck
gegeben, dass die Ergebnisse aus den Sechzigern heute nicht mehr
replizierbar wären, schreibt Elms in einem Kommentar.
"Da gehen meine hoffnungsvollen Erwartungen über deutlich geringeren
Gehorsam dahin!". Er verweist jedoch auf Vorsichtsmaßnahmen, die Burger
getroffen hat und die in seinen Augen das Ergebnis schwächen: Burger
akzeptierte nur Versuchspersonen, die das Milgram-Experiment eigenen
Angaben zufolge nicht kannten. Und er ließ von Psychiatern Interviews
durchführen, um Menschen auszuschließen, denen die Stresssituation des
Experimentes hätte Schaden zufügen können. Die nach dieser
Doppelauswahl übriggebliebenen Probanden könnten möglicherweise
"beträchtlich gehorsamer sein" als Durchschnittsmenschen, spekuliert
Elms. Ein zweiter Kommentator, der Psychologe Arthur Miller, spricht in der gleichen Ausgabe des "American Psychologist"
sogar von "ethischem Overkill" in Burgers Studie. Man könne die Arbeit
mit den Originalexperimenten nicht sinnvoll vergleichen. Dennoch seien
Studien wie die Burgers gerade heute wieder dringend nötig, sie "füllen
eine ernstzunehmende Lücke". Miller: "Die Bedingungen und Gründe zu
verstehen, die Menschen dazu bringen, physischen Schmerz zu verursachen
und Strafen bis hin zu Mord zu verteilen, insbesondere auf Befehl
innerhalb einer Organisationshierarchie, ist heute vielleicht wichtiger
als je zuvor." Mit Material von Reuters. URL:
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